Bis zum Start der NHL-Saison 2021/22 dauert es noch eine Weile. Um die Wartezeit zu verkürzen, präsentiert NHL.com/de eine Serie mit Bestenlisten in verschiedenen Kategorien im Hinblick auf die kommende Spielzeit.
In dieser Ausgabe: Die Top 10 der am unterbewertetsten Spieler
Die Top 10 der am unterbewertetsten Spieler
Ondrej Palat steht im Ranking von NHL.com/de an erster Stelle, Timo Meier und Dominik Kahun sind ebenfalls vertreten

© Icon Sportswire/Getty Images
Wie in allen anderen Sportarten gilt auch in der NHL den Stars das größte Interesse. Neben ihnen gibt es aber noch viele andere gute Spieler, die nicht so im Rampenlicht stehen, wie sie es eigentlich verdient hätten. Ihnen ist diese Rangliste von NHL.com/de gewidmet.
1. Ondrej Palat, Tampa Bay Lightning
Video: NYI@TBL, Sp2: Palat nutzt die Vorlage von Kucherov
Wenn von der Abteilung Attacke des amtierenden Stanley Cup Champions die Rede ist, fallen in erster Linie die Namen von Nikita Kucherov, Steven Stamkos und Brayden Point. Ondrej Palat bleibt in dieser Aufzählung oft unerwähnt. Dabei ist er zentraler Bestandteil der Top-Reihe. Der 30 Jahre alte Linksaußen brachte es in der Spielzeit 2020/21 auf 46 Punkte (15 Tore, 31 Assists) aus 55 Einsätzen. Mit 0,84 Zählern pro Match stellte er seine persönliche NHL-Bestleitung von 2014/15 ein. Palat trägt seit 2012/13 das Trikot der Lightning, für der er bislang 551 Spiele in der regulären Saison absolviert und 374 Punkte gesammelt hat.
2. Timo Meier, San Jose Sharks
Das NHL-Debüt von Timo Meier vor viereinhalb Jahren verlief spektakulär. Beim 4:2-Auswärtssieg gegen die Montreal Canadiens am 16. Dezember 2016 schoss der rechte Flügelstürmer gleich ein Tor. Seit jenem Auftritt gehört er in San Jose zum Stammpersonal. Obwohl er in der Saison 2018/19 mit 66 Punkten aus 78 Partien einen neuen Schweizer Scorer-Rekord aufgestellte und 2019/20 mit 49 Punkten aus 70 Spielen der teaminterne Topscorer der Sharks war, wird er längst noch nicht in einem Atemzug mit Spielern wie Brent Burns, Logan Couture oder Erik Karlsson genannt. Doch das kann sich schnell ändern. In der kommenden Saison wird der 24 Jahre alte Herisauer erst einmal alles daransetzen, mit seiner Mannschaft wieder besser abzuschneiden als in den letzten zwei Jahren.
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3. Nikolaj Ehlers, Winnipeg Jets
Dem 25 Jahre alten Angreifer ergeht es bei den Jets wie Palat bei den Lightning. Die Schlagzeilen bestimmen in der Regel andere Stürmer, allen voran Blake Wheeler, Mark Scheifele oder Kyle Connor. Dabei ist der Linksaußen die Zuverlässigkeit in Person, was das Scoring betrifft. In den zurückliegenden fünf Spielzeiten knackte er stets die Marke von 20 Toren. Alles in allem stehen für ihn 416 Spiele in der regulären Saison und 303 Punkte zu Buche. Von der Statistik her ist Ehlers längst in die Kategorie der Ligastars einzuordnen. Die öffentliche Anerkennung hält mit seinen Leistungsnachweisen allerdings bis dato nicht Schritt.
4. David Perron, St. Louis Blues
58 Punkte aus 56 Spielen lautete die eindrucksvolle Bilanz von David Perron in der regulären Spielzeit 2020/21. Damit mauserte sich der Linksaußen heimlich, still und leise zum Top-Scorer der Blues. In den zwei Jahren davor gehörte er ebenfalls zu den erfolgreichsten Angreifern beim Stanley Cup Sieger von 2019. Trotzdem stand er nach außen hin im Schatten seiner Stürmerkollegen Ryan O´Reilly und Vladimir Tarasenko. Der 33-Jährige dürfte auch in der nächsten Saison eine wichtige Rolle im Gefüge der Blues einnehmen. Vielleicht gelingt es ihm durch eine weitere starke Saison mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Verdient hätte er das allemal.
5. Samuel Girard, Colorado Avalanche
Die Mannschaft aus Denver verfügt mit Nathan MacKinnon, Mikko Rantanen, Gabriel Landeskog und Cale Makar über einige der besten Spieler der NHL. Das Quartett trug entscheidend dazu bei, dass Colorado als erfolgreichstes Team der regulären Saison 2020/21 die Presidents' Trophy gewann. In der Außenwahrnehmung unter dem Radar ist dagegen Samuel Girard geflogen. Dabei liefert der 22 Jahr alte Verteidiger schon seit geraumer Zeit bemerkenswerte Arbeit ab. In den vergangenen beiden Spielzeiten übertraf der Blueliner jeweils die Marke von 30 Punkten. Nach 273 Einsätzen in der regulären Saison für die Avalanche hat er 116 Zähler auf dem Konto.
6. Elias Lindholm, Calgary Flames
Der 26 Jahre alte Elias Lindholm startete nach seinem Trade von den Carolina Hurricanes zu den Flames sofort durch. 2018/19, seinem ersten Jahr in Calgary, kam der Center auf 78 Punkte aus 81 Partien, was zugleich einen persönlichen NHL-Rekord bedeutete. In der folgenden Spielzeit belegte er mit 29 Treffern den ersten Platz in der Torschützenliste der Flames. Vorige Saison kam er auf 47 Punkte aus 56 Spielen, womit er hinter Johnny Gaudreau (49) den zweiten Rang belegte. Dennoch steht er in der Hierarchie ein ganzes Stück hinter Gaudreau, Matthew Tkachuk und Sean Monahan.
7. Conor Garland, Vancouver Canucks (zuvor Arizona Coyotes)
Die Verpflichtung durch die Canucks darf Conor Garland mit Fug und Recht als Würdigung seiner überzeugenden Vorstellungen in den letzten zwei Jahren bei den Coyotes betrachten. In einem schwierigen Umfeld wusste er zu überzeugen. Mit jeweils 39 Punkten landete er zweimal auf dem zweiten Platz der klubinternen Scorerliste. 2019/20 traf er 22-mal ins Schwarze und war damit der erfolgreichste Torjäger von Arizona. Nach 164 Partien in der regulären Saison und 96 Punkten im Dress der Coyotes schlägt er nach seinem Trade zu den Canucks ein neues Kapitel in seiner NHL-Laufbahn auf.
8. Filip Hronek, Detroit Red Wings
Der ausbleibende Teamerfolg war sicherlich die Hauptursache dafür, dass von Verteidiger Filip Hronek weit weniger zu hören war, als es ihm eigentlich gebührt hätte. Denn der 23 Jahre alte Verteidiger führte die Scorerwertung der Red Wings nach der regulären Saison 2020/21 mit 26 Punkten aus 56 Spielen an. Beim Neuaufbau der Mannschaft ist er ein Eckstein. Sollte sich die Aufwärtstendenz aus der Vorsaison bei Detroit in der neuen Spielzeit bestätigen, wird Hronek sicherlich öfter im Blickpunkt stehen als zuletzt. In seiner NHL-Karriere hat er 167 Partien für die Red Wings bestritten und 80 Punkte erzielt.
9. Cal Petersen, Los Angeles Kings
Wenn es um die Torhüter der Kings geht, denkt man in erster Linie an Jonathan Quick. Dabei musste sich der zweifache Stanley Cup Champion in der Saison 2020/21 hinter Calvin Peterson einreihen. Der 26-Jährige stand in 35 Spielen (32 Starts) zwischen den Pfosten, Quick dagegen nur in 22 (alle von Beginn an). Die Matchbilanz von Petersen belief sich auf 9-18-5, die Fangquote auf 91,1 Prozent und der Gegentorschnitt auf 2,89. Es ist keine gewagte These zu behaupten, dass ihm die Zukunft in Los Angeles gehört.
10. Dominik Kahun, zuletzt Edmonton Oilers
Nach nur einem Jahr bei den Edmonton Oilers muss sich der 26 Jahre alte Münchner einen neuen Arbeitgeber suchen. Als Restricted Free Agent erhielt er kein qualifiziertes Angebot von den Oilers. Das Gleiche passierte ihm bereits nach der Saison 2019/20 bei den Buffalo Sabres. Dass der Center über die Qualität verfügt, um in der NHL eine gute Rolle zu spielen, hat er in seiner Premierensaison 2018/19 bei den Chicago Blackhawks bewiesen. Er absolvierte alle 82 Begegnungen und erzielte 37 Punkte. Wichtig für Kahun wäre es, endlich ein Team zu finden, bei dem er das Vertrauen der Verantwortlichen zu 100 Prozent genießt.

















