Die Blue Jackets haben in der Offseason eine ganze Reihe von Veränderungen vorgenommen. Keine große Überraschung war das Aus für Trainer John Tortorella, nachdem die Mannschaft in der abgelaufenen Spielzeit die Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs verpasst hatte. Zwischen Coach und einigen Spielern soll es außerdem atmosphärische Störungen gegeben haben, um es vorsichtig auszudrücken. Mit 227 Siegen in der regulären Saison und 13 Erfolgen in den Playoffs ist Tortorella dennoch der erfolgreichste Coach in der Geschichte der Blue Jackets. Als Nachfolger berief die Klubleitung mit Brad Larsen einen Mann aus dem eigenen Lager. Er war die vergangenen sieben Jahre als Assistenzcoach in Columbus tätig.
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Einschneidende Umgestaltungen gibt es darüber hinaus im Kader. Die Blue Jackets tradeten Verteidiger Seth Jones zu den Chicago Blackhawks und holten dafür Adam Boqvist. Angreifer Cam Atkinson wechselte im Tausch für Jakub Voracek zu den Philadelphia Flyers. Jones und Atkinson gehörten in den vergangenen Jahren zu den Leistungsträgern des Teams.
Neu bei den Blue Jackets sind zudem Stürmer Sean Kuraly, dessen Vertrag bei den Boston Bruins ausgelaufen war, und Blueliner Jake Bean, der bei einem Trade mit den Carolina Hurricanes verpflichtet wurde. Vom Schweizer Meister EV Zug kommt Flügelstürmer Gregory Hofmann nach Ohio.
Defensivmann Michael Del Zotto verabschiedete sich zu den Ottawa Senators, Center Mikhail Grigorenko zog es zurück in seine russische Heimat. Er schloss sich dem KHL-Spitzenklub ZSKA Moskau an.
Die Schlüsselspieler
Im Tor setzten die Blue Jackets weiter auf das bewährte Duo Elvis Merzlikins und Joonas Korpisalo. Beide teilten sich 2020/21 den Job zwischen den Pfosten auf, wobei Merzlikins (8-12-5; GAA 2,70; Fangquote 91,6 Prozent, zwei Shutouts) besser abschnitt als Korpisalo (9-13-7; GAA 3,30; 89,4 Prozent; kein Shutout). Nach dem Weggang von Jones ist Zach Werenski der unumstrittene Anführer des Defensivcorps. Mit ihm verlängerte Columbus vorzeitig um sechs Jahre. Der neue Vertrag tritt ab 2022/23 in Kraft und hat einen Gesamtwert von 57,5 Millionen US-Dollar. Mit Center Alexandre Texier (zwei Jahre, 3,05 Mio.) und Linksaußen Patrik Laine (ein Jahr, 7,5 Mio.) bleiben der Mannschaft wichtige Stützen in der Offensive erhalten. Große Hoffnungen ruhen auf Neuzugang Voracek und dem letztjährigen Topscorer Oliver Bjorkstrand (44 Punkte). Ein Fragezeichen steht dagegen hinter Max Domi. Der Mittelstürmer fällt wegen einer Operation an der Schulter vermutlich bis Dezember aus.