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Die Fähigkeit, selbst in schwierigen Situationen den Kopf oben zu behalten und jederzeit den Gegner mit einem genialen Schachzug aushebeln zu können, zählen zu den wichtigsten Anforderungen an einen Spielmacher. NHL.com/de präsentiert die fünf besten Akteure in dieser Kategorie in der Saison 2022/23.

1. Connor McDavid (Edmonton Oilers)

Seit vielen Jahren ist Connor McDavid der große Star in der NHL. Seine eindrucksvolle Sammlung von persönlichen Auszeichnungen unterstreicht das. Unter anderem gewann er fünfmal die Art Ross Trophy, viermal den Ted Lindsay Award und dreimal die Hart Memorial Trophy. In sechs der zurückliegenden sieben Spielzeiten erreichte oder übertraf er die Marke von 100 Scorerpunkten.

Trotz der enormen Erfolge in den vergangenen Jahren ist es ihm gelungen, sein Niveau in der Saison 2022/23 noch einmal auf ein anderes Plateau zu heben. Er brachte es auf 153 Zähler (64 Tore, 89 Assists) aus 82 Einsätzen und war somit der erste Akteur seit Mario Lemieux 1995/96, der die Schallmauer von 150 Punkten durchbrach. McDavid kurbelte das Offensivspiel der Oilers in allen Situationen an. 60-mal lieferte er den entscheidenden Pass zu einem Tor.

EDM@SJS: McDavid schließt zum 150. Punkt ab

2. Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)

Seine bislang beste NHL-Saison hat auch Leon Draisaitl hingelegt. Der Oilers-Center kam am Ende auf 128 Punkte (52 Tore, 76 Assists) aus 80 Einsätzen. Damit hatte er seinen eigenen Rekord von 2019/20 und 2021/22 um jeweils 18 Zähler übertroffen. Mit 60 Primary Assist belegte er zusammen mit McDavid ligaweit den ersten Platz. Pro Match gab er 0,75 direkte Torvorlagen. Nicht einmal McDavid (0,73) übertraf ihn in dieser Hinsicht. Die Gesamtdurchschnitt aller Assists des Kölners belief sich auf 0,95.

Während Draisaitl bei gleicher Teamstärke auf dem Eis eher als Vorbereiter in Erscheinung trat, präsentierte er sich beim Powerplay der Oilers häufiger als eiskalter Vollstrecker denn als Passgeber. 32-mal gelang ihm in Überzahl ein Treffer. 30-mal bekam er einen Assist gutgeschrieben. Mit seiner Torausbeute in Überzahl stellte er McDavid (21) klar in den Schatten, obwohl beide nahezu die gleiche Eiszeit im Powerplay hatten. Bei Draisaitl betrug sie durchschnittlich 3:58 Minuten pro Partie und bei McDavid 3:56.

EDM@VGK, Sp1: Draisaitl erzielt vier Tore in Spiel 1

3. Nikita Kucherov (Tampa Bay Lightning)

Seit langem ist Nikita Kucherov das Superhirn und der Taktgeber im Angriffsspiel der Tampa Bay Lightning. In der abgelaufenen Saison wurden für ihn 83 Assists aus 82 Begegnungen registriert. Damit verfehlte er seine persönliche NHL-Bestmarke in dieser Rubrik lediglich um vier Vorlagen.

Neben McDavid (1,09) war der Flügelstürmer der Lightning ligaweit der einzige Spieler, der mehr als einen Assist pro Einsatz (1,01) vorzuweisen hatte.

TBL@DET: Point erziel seinen 35. Saisontreffer

Mit 113 Punkten (30 Tore, 83 Assists) übertraf er zum dritten Mal in seiner NHL-Laufbahn die Grenze von 100 Zählern. Die stattliche Zahl der Vorlagen im Vergleich zu seinen Treffern verdeutlicht, wie sehr Kucherov in seinem Spiel den Blick für den besser postierten Nebenmann behält. Mit 48 Primary Assists rangierte er hinter McDavid und Draisaitl auf dem dritten Platz.

Zu den Domänen von Kucherov zählte ferner das Powerplay. 50 Zähler wurden für ihn bei numerischer Überlegenheit der Lightning verzeichnet.

4. Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche)

Dass die Colorado Avalanche zumindest die theoretische Möglichkeit bekamen, den in der Vorsaison errungenen Stanley Cup zu verteidigen, hatten sie vor allem Nathan MacKinnon mit seinen Spielmacher- und Scorerqualitäten zu verdanken. Am Neujahrstag dümpelte die Vertretung aus Denver noch an neunter Stelle in der Western Conference herum. Doch mit MacKinnon an der Spitze der Bewegung startete Colorado eine Aufholjagd, die am Saisonschluss an die Spitze der Central Division und auf den dritten Platz im Western führte. Es folgte jedoch das frühe Aus in den Stanley Cup Playoffs gegen die Seattle Kraken.

COL@SJS: MacKinnon erreicht 100 Punkte mit OT-Siegtor

Mit 113 Punkten aus 71 Spielen erreichte der Center erstmals einen dreistelligen Wert in seiner NHL-Karriere. Bei 42 seiner 69 Assists handelte es sich um unmittelbare Torvorlagen. Darüber hinaus wurden 27 Secondary Assists für ihn gezählt.

5. Mitch Marner (Toronto Maple Leafs)

Ein einziger Punkt fehlte Mitchell Marner von den Toronto Maple Leafs, um die 100 voll zu machen. Seine 99 Zähler setzten sich aus 30 Toren und 69 Assists zusammen. Davon waren 40 Primary Assists und 29 Secondary Assists. Sowohl in der teaminternen Scorerwertung als auch in der Rangliste der Vorlagengeber sicherte sich Marner teamintern den Platz an der Sonne. Wie wichtig der nominelle Außenstürmer als Antreiber für die Maple Leafs inzwischen ist, lässt sich daran ablesen, dass er mit einer durchschnittlichen Einsatzzeit von 21:17 Minuten sogar Center Auston Matthews (20:17) den Rang ablief und damit der meistbeschäftigte Stürmer der Maple Leafs war.

TOR@TBL, Sp3: Matthews lenkt den Puck rein