Josi, Meier, Crosby split

Den meisten Spielern dürfte es am Ende egal sein, auf welche Weise sie den Puck ins Tor befördern. Hauptsache die Scheibe landet im Netz. Dennoch ist zu beobachten, dass sich bei vielen NHL-Profis gewisse Vorlieben beim Abschluss herausgebildet haben. NHL.com/de hat deshalb eine Übersicht mit den erfolgreichsten Torschützen nach Schussarten in der Saison 2022/23 erstellt.

Handgelenkschuss

Der technisch feine und für den Torhüter oft nicht einfach zu haltende Handgelenkschuss ist die verbreitetste Methode, um einen Treffer zu markieren. Keiner in der Liga beherrscht sie so famos wie Connor McDavid von den Edmonton Oilers. 42 seiner 64 Tore in der zurückliegenden Saison erzielte er auf diese Weise. 185 Handgelenkschüsse wurden für den Center und Kapitän der Oilers insgesamt registriert.

Jeweils 29 und damit die zweitmeisten Treffer nach McDavid durch einen Handgelenkschuss verbuchten Jason Robertson von den Dallas Stars, Brayden Point von den Tampa Bay Lightning und David Pastrnak von den Boston Bruins. Point gab 143 Schüsse solcher Art ab, bei Point waren es 169 und bei Pastrnak sogar 219.

Zum besten Akteur aus dem deutschsprachigen Raum in dieser Kategorie avancierte Tim Stutzle von den Ottawa Senators. 20 von 129 Handgelenkschüssen des Vierseners landeten im gegnerischen Gehäuse. Damit belegte er den 19. Platz in diesem Ranking.

Snapshot

Beim Snapshot handelt es sich um eine Unterart des Handgelenkschusses. Der Unterschied besteht darin, dass das Schlägerblatt dabei aus einer geringen Entfernung hinter dem Puck beschleunigt wird. Höchst erfolgreich mit dieser Schussform war Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers. Mit 22 Toren sicherte er sich den ersten Rang in der Snapshot-Wertung. 95-mal hatte der Kölner in dieser Schusshaltung den Kasten des Gegners anvisiert.

Edmontons Ryan Nugent-Hopkins belegte mit 19 verwerteten Snapshots (69 Versuche) den zweiten Rang. Jack Hughes von den New Jersey Devils komplettierte das Spitzentrio mit 17 Treffern aus 100 Schlenzern auf Position drei. Zweitbester aus der Riege der DACH-Spieler in diesem Genre war Stützle. Neun seiner 46 Snapshots fanden den Weg über die Linie.

Schlagschuss

ARI@NSH: Josi in Überzahl

Bei dieser Gattung rücken die Powerplay-Spezialisten und die Blueliner besonders in den Fokus. Auf die meisten Abschlüsse per Schlagschluss konnte Steven Stamkos von den Lightning verweisen. 14-mal hämmerte er die Scheibe in die Maschen. An zweiter Stelle stand Bostons Pastrnak mit 13 Toren. Den dritten Platz mit jeweils zwölf Treffern teilten sich Tage Thompson von den Buffalo Sabres und Alex Ovechkin von den Washington Capitals.

Die mit Abstand meisten Schlagschüsse gab Roman Josi von den Nashville Predators ab. Mit 102 schaffte er als einziger Spieler eine dreistellige Gesamtzahl. Die wäre noch höher ausgefallen, wenn nicht eine Gehirnerschütterung den Berner gestoppt hätte. Dadurch verpasste er die letzten Wochen der regulären Saison. Neunmal zappelte der Puck nach einem Schlagschuss von Josi im Netz.

Rückhandschuss

Vor allem bei Kontern ist ein Chip oder Heber mit der Rückhand eine gern gewählte Variante, um den Goalie zu überwinden. Am häufigsten suchte Zach Hyman von den Oilers auf diese Weise den Torerfolg. 48 Rückhandschüsse wies die Statistik für ihn aus. Achtmal hatte er Erfolg und damit exakt so oft wie Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins. Der hatte dafür jedoch nur 35 Schüsse mit der Rückhandseite benötigt. Mit Stützle (5), Draisaitl sowie Timo Meier (je 4) von den San Jose Sharks/New Jersey Devils sortierten sich drei DACH-Angreifer unter den Top 50 in Sachen Rückhandtreffer ein.

Abgefälschte Schüsse

NJD@DET: Hischier fälscht Hamiltons Schuss im PP rein

Die NHL gliedert die Tore nach abgefälschten Schüssen in die Bereiche "Tip in" und "Deflection". Als Meister dieses Fachs erwiesen sich Andrei Kuzmenko von den Vancouver Canucks und Joe Pavelski von den Dallas Stars. Immer wieder versuchten sie im Slot oder am Torraum den Stock an die Schüsse ihrer Teamkollegen zu bringen und die Scheibe dadurch in den Kasten zu lenken. Für beide Stürmer waren jeweils 15 Treffer durch einen abgefälschten Schuss beider Typen aufgelistet. Meier und Nico Hischier von den Devils brachten so jeweils sieben Treffer zustande.

Bauerntrick

NJD@CHI: Meier läuft um das Tor und netzt ein

Mit dem Puck am Schläger hinter dem Tor von einer zur anderen Seite zu ziehen und dem Torwart dadurch das Nachsehen zu geben, hat Stefan Noesen von den Carolina Hurricanes am häufigsten versucht. Allerdings glückte ihm mit dieser List lediglich ein Treffer. Besser machte es dagegen der Meier. Drei seiner neun Bauerntricks lösten bei ihm und seinen Mannschaftskameraden einen Torjubel aus. Das bedeutete in dieser Kategorie den Spitzenplatz in der Liga für den Herisauer.