Grubauer1220

Schreckliche Weihnachtsgeschenke kennt jeder, der schon einmal Socken oder einen kratzigen, selbstgestrickten Wollpullover unter dem Weihnachtsbaum gefunden hat. Auch eine neue Pfanne oder ein Set aus selbstgehäkelten Topflappen dürfte die Stimmung am Weihnachtsabend auf Kühltruhen-Niveau sinken lassen. Auf der anderen Seite gibt es Präsente, die selbst den hartgesottensten Eishockeyprofis ein strahlendes Grinsen aufs Gesicht zaubern und ihnen selbst Jahre später noch in Erinnerungen bleiben.

Nicht sonderlich unerwartet ist unter den besten Geschenken der Eishockeyprofis, die sich der Frage nach ihren Top- und Flop-Präsenten stellten, etwas zu finden, dass sie nun täglich in der Hand haben. "Mein bestes Weihnachtsgeschenk, an das ich mich erinnern kann, habe ich bekommen, als ich zehn oder elf Jahre alt war", blickte Zach Werenski von den Columbus Blue Jackets in seine Kindheit zurück. "Ich habe einen neuen Schläger, den Reebok O, bekommen. Das war alles, was ich in diesem Jahr wollte, weil Pavel Datsyuk mit dem Schläger mit den Löchern spielte. Er ist mein Lieblingsspieler."
Drew Doughty von den Los Angeles Kings blieb ein witziges Präsent in Erinnerung. Beim Wichteln bei den World Juniors bekam er von seinem geheimen Wichtel eine Cellulite Creme. Doughty erklärte dazu, dass er zu dieser Zeit, aus seiner Sicht, fett gewesen sei. Wirklich zum in Form kommen hätten ihm aber nicht das Geschenk, sondern die Los Angeles Kings motiviert, die ihm sagten, dass sie ihn nur draften würden, wenn er fit werden würde.

STL@LAK: Doughty zieht im Powerplay direkt ab

Selbst bei eishockeybegeisterten Kindern lagen aber nicht nur Schläger oder anders Equipment unter dem Baum. Auch andere Sportarten sollten nicht zu kurz kommen. Daher freute sich Roman Josi von den Nashville Predators am meisten über ein Fußballtrikot: "Ich erinnere mich daran, dass ich von meinem Fußball-Heimatverein ein großer Fan war und ein großer Fan von Gürkan Sermeter. Ich habe ein Trikot von ihm bekommen, das war ziemlich cool."
Auch bei Jacob Trouba von den New York Rangers drehte es sich beim besten Geschenk nicht um die schwarze Hartgummischeibe. "Das Beste war ein Basketballkorb, als meine beiden Brüder und ich Kinder waren. Wir dachten, das wäre das Coolste auf der Welt", blickte er mit leuchtenden Kinderaugen zurück. "Der Korb hatte eine Lampe obendrauf, das war super."

NYR@CHI: Panarin verbucht 500. Punkt bei Troubas Tor

Weiter nördlich, in Kanada, waren die Geschenke wieder mehr auf die Sportart mit dem rutschigen Untergrund bezogen. "Nachdem wir in Kanada aufgewachsen sind, war es immer Ausrüstung für Straßenhockey", beschrieb Mark Stone von den Vegas Golden Knights typische Gaben am Weihnachtsmorgen. Doch auch nicht so großartige Überraschungen fanden sich im Hause Stone. "Das Schlimmste für mich geht auf meine Kappe", übte sich Stone in Selbstkritik. "Ich habe mir mal einen Schreibtisch gewünscht und den dann auch bekommen. Am Tag danach habe ich mich dann gefragt, warum ich das wollte. Mein Bruder hatte all die tollen Sachen und ich hatte einen Schreibtisch."
Für Jared Spurgeon von Minnesota Wild ist die Sache recht einfach. Der Verteidiger sieht die Geschenke-Thematik sehr pragmatisch und erklärte, auf schlechte Präsente angesprochen, dass er alles nehme, da die Personen, die das ausgesucht hätten, immerhin daran gedacht hätten, ihm etwas zu schenken.
Der deutsche Philipp Grubauer von den Seattle Kraken sieht es ähnlich: "Ich denke nicht, dass es schlechte Geschenke gibt. Wenn man ein Präsent von jemandem bekommt, dann bin ich sehr glücklich und geehrt." Dennoch freut sich auch der Schlussmann über gut ausgesuchte Überraschungen: "Ich würde sagen, dass das beste Weihnachtsgeschenk, das ich jemals bekommen habe, entweder neue Pads, ein neuer Schläger oder eine neue Maske von meinen Eltern waren. Das war für mich als Kind sehr besonders."

EDM@SEA: Grubauer streckt die Fanghand aus

Bei Cale Makar wurde das Geschenkpapier auch meist um Eishockey-Ausrüstung gewickelt, doch speziell in Erinnerung geblieben ist dem Verteidiger der Colorado Avalanche ein Tischtennis-Tisch. "Das war auch ziemlich cool." In anderen Jahren passten die Geschenke ebenfalls nicht unter den Baum, so gab es zum Beispiel einmal ein Fahrrad zu Weihnachten.
"Ein Pullover", bediente Charlie McAvoy von den Boston Bruins die Vorurteile gegen schlechte Geschenke. Er entschuldigte sich dafür aber gleich bei seiner Oma, die ihm das Kleidungsstück scheinbar an Weihnachten zukommen ließ.
Bei Dylan Larkin von den Detroit Red Wings traf die Großmutter den Geschmack des Enkels besser. "Ich habe immer die Canadien Tier Eishockeyschläger von meiner Oma bekommen", gab er seine typischen Weihnachtsgeschenke preis. "Sie hat sie aus Kanada mitgebracht und das waren unsere Glücksschläger. Es waren 'full-size' Holzschläger."

NJD@DET: Larkin erzielt seinen ersten NHL-Hattrick

Für Aleksander Barkov von den Florida Panthers gab es praktisch immer die gleichen Geschenke. "Ich habe jedes Weihnachten das neue NHL Videospiel bekommen", erinnerte er sich gerne zurück.
Es ist kaum überraschend, dass man Eishockeyprofis schon im Kindesalter mit Equipment, Schlägern oder anderen Dingen, die sich auf ihr Lieblingshobby bezogen, die größte Freude machen konnte.