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Während in der NHL die reguläre Saison 2019/20 seit dem 12. März aufgrund der Bedenken im Zusammenhang mit dem Coronavirus pausiert, liefert NHL.com/de weiterhin eigene Stories. Heute die besten Sturmreihen, die die NHL aktuell zu bieten hat

Die Topreihe eines Teams ist zum einen das Aushängeschild, zum anderen die wichtigste Waffe. Ein unaufhaltsames Trio kann Spiele in wichtigen Situationen entscheiden und großen Einfluss auf den Verlauf der Saison haben. Eine solche Liste kann aufgrund der großen Zahl an Spitzenspielern keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und einige Formationen, die üblicherweise zusammenspielen, sind nicht aufgeführt, da diese Saison viele großartige Spieler mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Die Reihe von Nathan MacKinnon, Gabriel Landeskog und Mikko Rantanen wäre bei den Colorado Avalanche beispielsweise ohne jede Frage eine der besten der NHL, allerdings spielten die drei diese Saison kaum in dieser Formation, da Landeskog und Rantanen lange Zeit verletzt ausfielen.

Hier sind einige der besten Reihen in dieser Saison.

Brad Marchand, Patrice Bergeron, David Pastrnak; Boston Bruins: Diese Liste kommt nicht ohne die erste Offensive der Boston Bruins aus. Das Trio Marchand, Bergeron und Pastrnak dominiert das Spielgeschehen scheinbar nach Belieben und punktet wie am Fließband. Pastrnak ist mit 95 Punkten der drittbeste Scorer der NHL und mit 48 Toren der beste Torschütze gemeinsam mit Alex Ovechkin. Marchand folgt mit 87 Punkten (28 Tore, 59 Assists), Bergeron, der als einer der defensivstärksten Stürmer der Liga bekannt ist, mit 56 Punkten (31 Tore, 25 Assists). Die drei erzielten 107 der 227 Tore der Bruins und sind damit maßgeblich daran beteiligt, dass die Bruins die Liga als einziges Team mit 100 Punkten anführen.

Alex Ovechkin, Evgeny Kuznetsov, Tom Wilson; Washington Capitals: Was wäre eine Liste der Besten ohne Alex Ovechkin? Der Russe führt gemeinsam mit Pastrnak erneut die Torschützenliste mit 48 Treffern an und hat mit Evgeny Kuznetsov einen starken Techniker zur Unterstützung an seiner Seite. Tom Wilson liefert zudem eine beängstigende physische Präsenz, hat aber auch die nötigen Fähigkeiten, um vor dem Tor auszuhelfen, wie seine 44 Punkte (21 Tore, 23 Assists) zeigen. Dank dieser Reihe stehen die Capitals erneut an der Spitze der Metropolitan Division.

WSH@MIN: Ovechkin nimmt Kuznetsovs Pass direkt

Auston Matthews, William Nylander, Zach Hyman; Toronto Maple Leafs: Im Fall der Maple Leafs fällt es schon beinahe schwer zu entscheiden, welche Reihe man in diese Liste aufnehmen soll. Immerhin ist die zweite Reihe mit John Tavares, Mitch Marner und Kasperi Kapanen ebenfalls eine echte Macht. Allerdings kommen selbst sie nicht an die 99 Tore der ersten Reihe heran. Matthews jagt mit seinen 80 Punkten und 47 Toren die beiden besten Torjäger der Liga und liegt im Rennen um den Titel als bester Torschütze nur einen Treffer hinter Ovechkin und Pastrnak. Nylander lieferte 59 Punkte (31 Tore, 28 Assists) und Hyman hält mit 37 Punkten (21 Tore, 16 Assists) mit, egalisierte damit bereits seinen persönlichen Rekord an Toren und ist nur vier Punkte von seiner höchsten Punktzahl entfernt.

TOR@PIT: Matthews hebt Nylanders Pass hoch rein

Ryan Nugent-Hopkins, Leon Draisaitl, Kailer Yamamoto; Edmonton Oilers: Leon Draisaitl alleine würde diese Nominierung rechtfertigen. Der Kölner führt die gesamte Liga mit 110 Punkten (43 Tore, 67 Assists) an und war damit an knapp der Hälfte der 223 Tore der Oilers beteiligt. Bei seiner überragenden Saison gerät beinahe in Vergessenheit, dass Nugent-Hopkins mit bisher 61 Punkten (22 Tore, 39 Assists) eine Paradesaison hinlegt und nur acht Punkte und sechs Tore und zwei Assists von persönlichen Rekorden in allen Kategorien entfernt ist. Auf dem rechten Flügel erwies sich Kailer Yamamoto nicht nur als verlässliche Ergänzung für die beiden Spitzenspieler. Der junge US-Amerikaner, der noch nie eine volle Saison in der NHL gespielt hat, kommt in 27 Partien auf beeindruckende 26 Punkte (elf Tore, 15 Assists).

EDM@FLA: Draisaitl fasst nach Yamamotos Schuss nach

Andrei Svechnikov, Sebastian Aho, Teuvo Teravainen; Carolina Hurricanes: Das finnische Duo Teravainen-Aho ist seit Jahren der Motor der Offensive der Hurricanes. Sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass Carolina vergangene Saison mit einer starken Aufholjagd in die Playoffs kam und dort bis in das Eastern Conference Finale vordrang. Diese Saison führen sie die Scorerliste der Hurricanes erneut an, Aho sammelte 66 Punkte (38 Tore, 28 Assists), Teravainen 63 Punkte (15 Tore, 48 Assists). Svechnikov pulverisierte in seiner zweiten Saison die 37 Punkte aus seiner Rookie-Saison und erwies sich mit 61 Zählern (24 Tore, 37 Assists) als würdiges Mitglied des Trios. Die Hurricanes sind eines der wenigen Teams, bei denen die drei Topscorer in einer Reihe spielen.

CAR@ARI: Aho verwertet Vorarbeit von Svechnikov

Sean Couturier, Jakub Voracek, Claude Giroux; Philadelphia Flyers: Die Flyers feiern eine überraschend erfolgreiche Saison, auch dank ihrer ersten Reihe. Sie liegen im Kampf um den Spitzenplatz der Metropolitan Division auf dem zweiten Platz, nur einen Punkt hinter den Washington Capitals. Kapitän Claude Giroux führte den Triumphzug gemeinsam mit seinen erfahrenen Mitspielern Voracek und Couturier an. Couturier belegt mit 59 Punkten (22 Tore, 37 Assists) den zweiten Platz im Team hinter Travis Konecny. Es folgen Voracek mit 56 Punkten (12 Tore, 44 Assists) und Giroux mit 53 (21 Tore, 32 Assists). Das eingespielte Trio produziert nicht nur in der Offensive ordentliche Zahlen, sie sind vielleicht die ausgeglichenste und abwehrstärkste Offensivformation der Liga.