top power play units 7-25

Nach einer Saison voller Höchstleistungen, Rekorde und Highlights ist der Sommer angekommen. In der eishockeyfreien Zeit lohnt sich ein Rückblick auf die besten Spieler, Teams und Momente, die die Saison 2021/22 zu bieten hatte.
In dieser Ausgabe: Die besten Powerplay-Formationen der abgelaufenen Spielzeit

Das Powerplay ist auch in der NHL eine großartige Möglichkeit, um ein Tor zu erzielen. Einige Teams machten das Überzahl-Spiel zu ihrer Spezialität und waren besonders gefährlich.
5. Nashville Predators
Insbesondere für Platz 5 gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen gleich drei Teams: Die Colorado Avalanche (24,0 Prozent Erfolgsquote, 67/279), Florida Panthers (24,4 Prozent, 64/262) und Nashville Predators (24,4 Prozent, 63/258) waren alle ähnlich erfolgreich. Um eine Entscheidung zu treffen, wurde das sogenannte "PP Net%" herangezogen, was sowohl die erzielten Powerplay-Tore als auch die kassierten Überzahl-Gegentore berücksichtigt. Hier hatten die Predators (22,5 PP Net%) die Nase knapp vorne und zogen statt den Panthers (21,4 PP Net%) und Avalanche (22,2 PP Net%) in dieses Ranking ein.
Nashville setzte in der Top-Powerplay-Formation auf die vier Stürmer Matt Duchene, Mikael Granlund, Filip Forsberg und Ryan Johansen sowie auf Verteidiger Roman Josi. Der Go-To-Guy, also der Spieler, der am ehesten für einen Abschluss gesucht wurde, ist Duchene. Der Mittelstürmer verzeichnete mit 64 Powerplay-Schüssen und 16 Powerplay-Toren die Bestwerte bei den Predators. Allerdings dicht gefolgt vom Schweizer Josi, der in Überzahl eine Quarterback-Rolle einnimmt und sowohl mit Toren (11, 2.), Assists (26, 1.), Punkten (37, 1.) und Schüssen (63, 2.) glänzte.
Während Duchene und Josi die Hauptrollen spielten, ergänzten Johansen (11-13-24), Forsberg (10-17-27) und Granlund (3-25-28) das Powerplay mit Spielstärke und Schnelligkeit. Die jungen Eeli Tolvanen (23, 1-5-6) und Philip Tomasino (20, 3-6-9) sind vielversprechende Alternativen für die Zukunft.

NSH@TBL: Josi versenkt den Puck im Powerplay

4. New York Rangers
Die New York Rangers nutzten etwas mehr als ein Viertel ihrer Überzahl-Möglichkeiten für ein Tor (25,2 Prozent Erfolgsquote, 55/218) und stellten damit das viertbeste Powerplay. Mit Stürmer Chris Kreider hatten die Rangers ein Powerplay-Monster in ihren Reihen: Kreider war mit 26 Treffern der beste Überzahl-Torjäger in der gesamten NHL. Er (66 Schüsse) und Center Mika Zibanejad (71 Schüsse) drückten bevorzugt den Abzug. Zibanejad (15 Treffer) war der zweitbeste Powerplay-Torjäger bei den New Yorkern.
Die Top-Formation der Rangers bestand neben den Go-To-Guys Kreider (26-9-35) und Zibanejad (15-13-28) auch aus den Vorlagengebern Artemi Panarin (5-32-37), Adam Fox (0-33-33) und Ryan Strome (5-9-14). Flügelstürmer Panarin und Verteidiger Fox waren mit ihrer Anzahl an PP-Assists ligaweit auf Rang vier bzw. zwei gelistet.

NYR@CAR, Sp7: Kreider markiert weiteres Powerplaytor

3. Edmonton Oilers
Dass die Edmonton Oilers mit ihrer Superstar-Power über eines der besten Überzahlspiele in der Liga verfügt, ist keine Überraschung. Die Oilers hatten im Powerplay eine Erfolgsquote von 26,0 Prozent (61/235).
Die ultimativen Spezialisten waren der Deutsche Leon Draisaitl und Connor McDavid. Draisaitl (24-17-41) war mit 24 Powerplay-Treffern der zweibeste Powerplay-Torjäger der gesamten Liga und gab die drittmeisten Schüsse in Überzahl ab (96). McDavid (10-34-44) führte die ligaweiten Statistiken mit 34 Assists und 44 Scorerpunkten im Powerplay an.
In der ersten Powerplay-Reihe gesetzt, ist außerdem Ryan Nugent-Hopkins (1-22-23), der wie Draisaitl (83,4 Prozent) und McDavid (80,5 Prozent) über 80 Prozent der Powerplay-Eiszeit erhielt (80,3 Prozent). Als einziger Verteidiger war Tyson Barrie (3-18-21) gesetzt. Als fünfter Spieler rückte mal Zach Hyman (5-5-10) und mal Power Forward Evander Kane (3-1-4) in die Aufstellung. Letzterer brachte noch ein physisches Element mit ein.

WSH@EDM: McDavid legt Yamamoto ein PPG auf

2. St. Louis Blues
Brandgefährlich war auch das Powerplay der St. Louis Blues mit 27,0 Prozent (65/241) Erfolgsquote. Insgesamt 65 Überzahl-Treffer war NHL-weit der zweitbeste Wert hinter den Colorado Avalanche (67).
In der Top-Formation war Verteidiger Torey Krug (3-16-19) als Quarterback an der blauen Linie gesetzt. Ihm zur Seite standen die Stümer David Perron (11-15-26), Vladimir Tarasenko (5-17-22), Ryan O'Reilly (9-7-16) und Brayden Schenn (7-10-17). Das Geheimnis des Powerplays der Blues ist, dass es nicht abhängig von einem bestimmten Zielspieler war: Gleich sieben Spieler - und damit auch die zweite Powerplay-Reihe - feuerten mindestens 30 Schüsse ab. Bevorzugt wurden Perron (58 Schüsse) und Tarasenko (57 Schüsse) gesucht. Auch die Scoring-Last in Überzahl wurde auf mehrere Schultern verteilt: Sieben Spieler übersprangen die Marke von 15 Powerplay-Punkten, ebenfalls sieben Spieler erzielten mindestens fünf Powerplay-Tore.

MIN@STL, Sp6: Tarasenkos schönes Powerplaytor

1. Toronto Maple Leafs
Das statistisch beste Powerplay in der NHL-Saison 2021/22 hatten die Toronto Maple Leafs mit einer Erfolgsquote von 27,3 Prozent (63/231). Schon alleine bei den Namen in der Aufstellung lässt sich diese Klasse klar ablesen: Auston Matthews (16-13-29), William Nylander (13-18-31), Mitch Marner (6-19-25) und Morgan Reilly (2-21-23) bilden die erste Überzahl-Reihe.
Die Maple Leafs setzen im Powerplay auf eine 2-2-1-Aufstellung: Reilly als einziger Verteidiger zentral an der blauen Linie, zwei inverse Stürmer auf den Flügeln mit Matthews als Linksschütze auf rechts sowie Marner als Rechtsschütze auf links, und zwei Angreifer unmittelbar vor dem Tor mit Nylander und Faceoff-Spezialist Tavares. Während "Libero" Reilly den Puck immer wieder verteilt, nehmen Matthews (75 Schüsse) und Tavares (70 Schüsse) diese bevorzugt ab und schicken sie Richtung Tor. Auch Nylander (57 Schüsse) und Marner (54 Schüsse) kommen auf über 50 Powerplay-Schüsse.
Torontos Powerplay war das Maß aller Dinge in der Saison 2021/22 und dürfte auch in der neuen Saison wieder einen wichtigen Teil im Offensiv-Konzept spielen.

PHI@TOR: Marner, Nylander mit dem Führungstor im PP