Laut Söderholm dürfen die Zuschauer eine ausgewogene Mischung aus jungen Spielern und Routiniers erwarten. Vor allem den nachrückenden Talenten biete sich in Krefeld die Chance, sich nachdrücklich für die weiteren Aufgaben der DEB-Auswahl zu empfehlen. "Es beginnt ein neuer Olympia-Zyklus. Wir wollen ein paar Spieler testen, um zu sehen, wo sie auf internationaler Ebene stehen", sagte der Bundestrainer.
Für Söderholm sind drei Kriterien maßgeblich bei der Beurteilung gewesen, welche Akteure für den Deutschland Cup in Frage kommen und welche nicht. "Zweikampfstärke mit oder ohne Scheibe ist im internationalen Eishockey enorm wichtig. Dazu kommen läuferische Schnelligkeit und Handlungsschnelligkeit. Beides ist unerlässlich, wenn wir unser Offensivspiel verbessern wollen. Man muss einem Spieler anmerken, dass er immer schon für den nächsten Schritt bereit ist. Er soll identifizieren können, wann ein Schlüsselmoment in einem Shift ist - defensiv oder offensiv. Diese Punkte habe ich mir besonders angeschaut", so der Coach.
Spieler aus Nordamerika stehen Söderholm nicht zur Verfügung. Die Mannschaft wird sich daher aus Vertretern von DEL-Klubs und Legionären von europäischen Teams zusammensetzen. Mit Angreifer Marc Michaelis (SCL Tigers) und Verteidiger Tobias Fohrler (HC Ambri-Piotta) dürfen zwei Spieler auf eine Nominierung hoffen, die in der Schweizer National League ihr Geld verdienen und dort zuletzt einen starken Eindruck hinterließen.
Der ehemalige NHL-Profi Michaelis führte nach 16 Einsätzen die teaminterne Scorerwertung bei Langnau mit 15 Punkten (sieben Tore, acht Assists) an. Fohrler wiederum überzeugte bei seinem Tessiner Arbeitgeber durch seine kompromisslose Defensivarbeit.
Definitiv fehlen werden dagegen zwei NHL-erprobte Stürmer, die sonst zum Kreis der DEB-Auswahl gehören. Es handelt sich um Dominik Kahun (SC Bern) und Tobias Rieder (Växjö Lakers). Beide sind derzeit verletzt.