Zwangsläufig rückt dabei auch der Trainer Jeff Blashill in den Fokus. Er kommt in seinen fünf Spielzeiten in Detroit auf eine Bilanz von 153-194-52, verpasste aber in den zurückliegenden vier Jahren jeweils den Einzug in die Stanley Cup Playoffs, nachdem die Organisation zuvor 25 Jahre lang in der KO-Runde vertreten war.
"Ich denke Jeff hat eine gute Arbeit verrichtet", sagte Yzerman in seiner Saisonbilanz und verdeutlichte, dass er am Saisonbeginn nicht mit einem Einzug in die Playoffs gerechnet hat. "Es ist eine schwierige Position. In seiner Amtszeit hier befinden sich die Red Wings im Neuaufbau. An den letzten zwei oder drei Trade Deadlines hat das Team wertvolle Spieler für spätere Werte abgegeben und Jeff hat trotz alle dem mit erhobenem Haupt die Arbeit akribisch fortgesetzt und die Mannschaft in den schwierigen Situationen weiterhin gut trainiert und eingestellt."
Unter diesen Voraussetzungen betonte Yzerman, dass er zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhätte, Blashill den Laufpass zu geben. Er hätte ihn noch nicht gesprochen, aber es gehe um dessen Bereitschaft, die gestellte Aufgabe anzunehmen, für die Red Wings auch unter der Verarbeitung von Rückschlägen wie diesen, ein neues konkurrenzfähiges Team aufzubauen.
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Eine Rechnung, die aufgehen könnte, denn Detroit hat nicht nur in seinem Farmteam Grand Rapids Griffins große Talente wie den deutschen Verteidiger Moritz Seider schlummern, sondern sich durch entsprechende Transfers sechs Züge in den ersten drei Runden des NHL Draft 2020 und fünf weitere im NHL Draft 2021 gesichert. Außerdem haben sie durch ihr schlechtes Abschneiden die größte Chance in der diesjährigen NHL Draft Lotterie den Top-Pick oder zumindest einen der ersten drei zu erhalten.
Die Red Wings haben also allen Grund mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Die einzige gute Nachricht aus dieser verkorksten Saison ist, dass es viel schlechter nicht mehr geht.