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Seit dem 12. März pausiert die NHL wegen der Coronavirus-Pandemie. Nachdem die reguläre Saison abgebrochen wurde, geht es mit einem umgestalteten Format weiter. Die vier besten Teams spielen in einer Vorrunde ihre Platzierungen aus, während die anderen acht in einer Qualifikationsrunde in Best-of-5-Modus die anderen vier Teilnehmer an den Stanley Cup Playoffs ermitteln. NHL.com/de stellt die zwölf qualifizierten Teams in der Western Conference auf einem Blick vor.

Qualifiziert für Vorrunde (Jeder gegen Jeden):

  1. Boston Bruins
  1. Tampa Bay Lightning
  1. Washington Captals
  1. Philadelphia Flyers

Qualifizierungsrunde (Best-of-5):

Pittsburgh Penguins (5.) gegen Montreal Canadiens (12.)

Carolina Hurricanes (6.) gegen New York Rangers (11.)

New York Islanders (7.) gegen Florida Panthers(10.)

Toronto Maple Leafs (8.) gegen Columbus Blue Jackets (9.).

Boston Bruins (44-14-12)
Der Finalist des Vorjahres unterstrich auch in der Saison 2019/20 bis zu deren Unterbrechung seine Klasse. Als Spitzenreiter der Eastern Conference und der NHL dominierten die Bruins das Geschehen in der Liga und konnten als einzige Mannschaft die 100-Punkte-Marke erreichen. Die Bruins sind einer der Top-Favoriten auf den Titel, wenn die Saison mit den Playoffs wieder gestartet wird. Gerade die Formation um David Pasternak, Brad Marchand und Patrice Bergeron lehrte den Kontrahenten das Fürchten und erzielte 107 der 227 Bruins-Treffer. Mit Tuukka Rask stellen die Bruins zusätzlich einen der besten NHL-Goalies (92,9% Fangquote (2.) und 2,12 Gegentore pro Partie (1.)).

Top 10 Spielzüge der Bruins ... bisher

Tampa Bay Lightning (43-21-6)
Der Gewinner der Presidents' Trophy aus der Saison 2018/19 startete schwach in die Saison. Bis Anfang Dezember steckte den Lightning ihre Sweep-Niederlage aus den Playoffs der Vorsaison in den Knochen. Am 1. Dezember rangierte das Team auf dem zwölften Rang im Osten und machte nicht den Eindruck eines Titelkandidaten. Durch eine starke Phase zum Jahreswechsel schaffte Tampa Bay den Sprung in die Spitzenregion der Conference und konnte im Februar mit elf Siegen in Serie sogar den Ligakrösus aus Boston angreifen. Vor der unfreiwilligen Pause hatten die Lightning jedoch wieder mit Problemen zu kämpfen (3-6-1) und brauchen für die anstehenden Playoffs einen neuen Schub.

Top 10 Spielzüge der Lightning... bisher

Washington Capitals (41-20-8)
Mit Alex Ovechkin in Top-Form konnten die Titelträger der Saison 2017/18 lange Zeit die Vormachtstellung in der Liga und im Osten festigen. Der russische Superstar traf nach Belieben und erzielte bereits 48 Treffer in der Saison 2019/20. Die Jagd nach dem 700. NHL-Tor schloss er am 22. Februar gegen die New Jersey Devils ab und schaffte es so, dass sich das Team wieder auf das große Ziel fokussieren konnte. Gerade im Februar, Ovechkins Meilenstein-Monat, verlor das Team aus der US-Hauptstadt den Anschluss an die Spitze. Zu Monatsbeginn noch eine Punkt vor Boston, rangierten sie am 29. Februar zehn Zähler hinter dem Spitzenreiter. Ohne den Fokus auf die Rekordjagd Ovechkins sind die Capitals ein potenzieller Titelkandidat.

Top 10 Spielzüge der Capitals ... bisher

Philadelphia Flyers (41-21-7)
Mit den Flyers spielt auch die stärkste Heimmannschaft der NHL in der Eastern Conference. 25 Siege (25-6-4) konnte das Team aus Philadelphia im heimischen Wells Fargo Center einfahren, so viele wie kein anderes Team. Die bisherige Saison der Flyers glich einer Achterbahnfahrt. Nach einem durchwachsenen Saisonstart kletterte das Team bis Ende November auf den vierten Rang der Conference, um bis Ende Januar wieder auf Rang zehn zu fallen. Bis zur plötzlichen Corona-Pause schaffte es das Team aus Pennsylvania wieder unter die Top-Vier und war, mit neun Siegen aus zehn Partien (9-1-0), die heißeste Mannschaft der Liga. Wenn die Flyers den Schwung über die Pause retten konnten, sind sie mit ihrer Heimstärke ein ernstzunehmender Gegner.

Top 10 Spielzüge der Flyers... bisher

Pittsburgh Penguins (40-23-6)
Das Verletzungspech ließ die Penguins in dieser Spielzeit nicht los. Nahezu alle ihrer Top-Spieler verpassten mehrere Partien. Evgeni Malkin musste 14 Matches pausieren, für Sidney Crosby waren es sogar 28. Mit Jake Guentzel fehlte Pittsburgh zur Pause seit 30 Spielen einer der besten Torjäger. Trotz allen Sorgen konnte das Team aus der Stahlstadt lange in den Spitzenregionen der Eastern Conference mitmischen. Erst kurz vor der Pause verloren die Penguins den Anschluss und rutschten aus den Top-Vier. Nach der Unterbrechung dürfte der Champion von 2016 und 2017 wieder auf die volle Mannschaftsstärke zurückgreifen können. Mit Crosby, Malkin und Guentzel ist das Team wieder auf Augenhöhe mit den anderen Titelanwärtern.

Top-10-Spielzüge der Penguins … bis jetzt

Carolina Hurricanes (38-25-5)
Vor der Pause befanden sich die Hurricanes im engen Kampf um einen Wildcard-Platz im Osten. Das Team um Top-Scorer Sebastian Aho (38 Tore, 28 Assists) verlor im Januar an Boden auf die Spitze und rutschte aus den Plätzen für die direkte Playoff-Qualifikation. Nach einem durchschnittlichen Februar hatte sich die Mannschaft aus Carolina wieder gefangen und sammelte drei Erfolge in den drei Partien vor der Saison-Unterbrechung. Die Hurricanes dürften nicht zu den großen Favoriten auf den Titel gehören, haben aber bewiesen, dass sie sowohl zu Hause (19-12-2), als auch auswärts (19-13-3) erfolgreich sein können.

Top-10-Spielzüge der Hurricanes …bis jetzt

Toronto Maple Leafs (36-25-9)
Die Maple Leafs starteten als einer der Top-Favoriten in die Saison 2019/20. Mit Auston Matthews, John Tavares und Mitch Marner hatte das Team viel offensive Feuerkraft zu bieten. Tyson Barrie, als Neuverpflichtung, sollte den Spielaufbau aus der eigenen Zone steuern und so die Spitzen-Stürmer in Szene setzten. Rang sieben im Osten spricht nicht für die Klasse, die sich Toronto erhofft hatte. Im Angriff läuft es zwar rund (238 Treffer, nur Washington und Tampa Bay haben mehr), doch die Defensive gibt mit 227 Gegentoren Anlass zur Sorge (fünftschlechtester Wert der Liga). Gerade in den Playoffs wird es jedoch auf geschicktes Verteidigen ankommen, wenn es gegen die besten Mannschaften der Liga um den Stanley Cup geht.

Top 10 Spielzüge der Maple Leafs ... bisher

Columbus Blue Jackets (33-22-15)
Kaum jemand dürfte die Blue Jackets in dieser Saison auf dem Zettel gehabt haben. Mit den namenhaften Abgängen von Sergei Bobrovsky, Matt Duchene und Artemi Panarin verlor Columbus seine besten Akteure der Vorsaison. Der Saisonbeginn gestaltete sich entsprechend schwierig. Nur etwa 50 Prozent der möglichen Punkte konnten die Blue Jackets bis Mitte Dezember sammeln. Trotz der schwachen Offensive (180 Tore) startete Columbus eine Aufholjagd und kletterte von Rang 13 auf den achten Platz der Conference, ehe die Saison unterbrochen wurde. Mit dem Selbstvertrauen des Sweeps aus der ersten Playoffrunde vergangene Saison gegen Tampa Bay im Rücken, könnte das Team von Trainer John Tortorella ein unangenehmer Gegner werden.

Top 10 Spielzüge der Blue Jackets... bisher

New York Islanders (35-23-10)
Bei den Islanders wähnten sich die Verantwortlichen lange auf dem richtigen Weg. Zum Jahreswechsel stand das Team von Barry Trotz auf dem dritten Rang im Osten und schien Defensiv erneut die Liga zu dominieren. Im Jahr 2020 begann gerade die hochgelobte Verteidigung in Schwierigkeiten zu kommen. Der Gegentorschnitt stieg von 2,63 auf 3,1. Die Islanders rutschten in der Tabelle auf den neunten Rang im Osten und müssen sich auf einen harten Weg in den Playoffs einstellen. Immerhin konnten die Islanders sich noch vor dem Stadtrivalen halten. In den Playoffs muss das Team aus Long Island aber schnell zur Form aus dem Jahr 2019 finden, andernfalls sind diese für sie schnell beendet.

Top 10 Szenen der Islanders ... bisher

New York Rangers (37-28-5)
Noch immer im Neuaufbau befinden sich die New York Rangers. Das Team aus dem Big Apple konnte sich vor der Saison zwar mit Artemi Panarin verstärken, baut aber weiterhin verstärkt auf Talente, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Die Lernkurve der Spieler zeigte sich auch im Saisonverlauf, während dessen die Mannschaft aus Manhattan immer mehr Erfahrung sammeln und sich verbessern konnte. Der Lohn ist Rang zehn im Osten und die Möglichkeit, nach der Saisonpause, um den Stanley Cup zu spielen. Die Chancen für die Rangers dürften gering sein, aber die Playoff-Erfahrung gibt den Talenten einen zusätzlichen Schub für die Zukunft.

Top 10 Spielzüge der Rangers... bisher

Florida Panthers (35-26-8)
Mit der Verpflichtung von Sergei Bobrovsky erhofften sich die Panthers den entscheidenden Schub in Richtung Playoffs. Der Schlussmann gilt als einer der Besten seines Fachs und war für die Blue Jackets in der vergangenen Saison ein wichtiger Faktor. In Florida musste sich der Russe erst eingewöhnen. Er konnte nicht an seine Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Eine Fangquote von 90 Prozent und 3,23 Gegentore pro Spiel sind zu wenig und schlagen sich auch im Tabellenplatz der Panthers nieder. Ohne eine deutliche Steigerung von Bobrovsky und der gesamten Defensive (228 Gegentore, viertschlechtester Wert im Osten) wird die Playoffreise der Panthers eine kurze sein.

Montreal Canadiens (31-31-9)
Unverhofft kommt oft, so dürfte das Motto der Canadiens in den Stanley Cup Playoffs lauten. Mit nur 71 Zähler rangierte das Team weit hinter den Wildcard-Plätzen und dürfte sich mit einem vorzeitigen Saisonende bereits abgefunden haben. Lange waren die Habs im Rennen um einen der Plätze, die für die Schlussrunde qualifizieren, doch die mangelnde Stabilität der Leistungen sorgte für immer größer werdende Abstände, und eine notwendige Siegesserie blieb aus. Die ungewöhnliche Situation einer langen Pause vor der Schlussrunde und der komplette Neustart mit kurzer Vorbereitung könnte für Montreal eine Chance sein, sich als Außenseiter unerwartet zu profilieren. Zu den Favoriten zählen die Frankokanadier jedoch definitiv nicht.

Top 10 Spielzüge der Canadiens... bisher