Senators losing

Mit einem fulminanten Comeback-Sieg zu Silvester haben die Detroit Red Wings für die perfekte Partystimmung in der heimischen Little Caesars Arena gesorgt. Sie machten am Samstag einen 0:2-Rückstand wett und gewannen mit 4:2. Pius Suter leitete die Aufholjagd mit seinem fünften Saisontor ein, bevor die Hausherren zu Beginn des Schlussdrittels mit einem Dreifachschlag innerhalb von 1:55 Minuten die Partie komplett drehten.

DET 4, OTT 2

"Wir wussten, dass am Vorabend des Neujahrstages eine ganz besondere Atmosphäre in unserer Arena herrschen würde. Diese Energie hat sich letztlich auf die Jungs übertragen. Es war großartig, wie die gesamte Mannschaft im Verlauf des Spiels das Momentum an sich gerissen hat", kommentierte Detroits Trainer Derek Lalonde den neunten Heimerfolg seiner Schützlinge in der laufenden Saison.
Einem Rückstand von mehreren Toren hinterherzulaufen war für die Red Wings beileibe keine neue Erfahrung. In allen drei Spielen vor dem Jahreswechsel lagen sie klar hinten, bevor sie selbst auf die Anzeigetafel kamen. Gegen die Pittsburgh Penguins am Mittwoch gelang ihnen nach einem zwischenzeitlichen Spielstand von 0:4 ebenfalls ein kaum noch für möglich gehaltener Umschwung. Die Red Wings setzten sich schließlich mit 5:4 n.V. durch. Am Donnerstag gegen die Buffalo Sabres gerieten sie gar mit 0:5 ins Hintertreffen, was sich als zu schwere Hypothek erwies. Die Begegnung ging mit 3:6 verloren.

DET 5, PIT 4 - F/OT

Im Duell mit den Senators war nach den Gegentoren von Austin Watson und Claude Giroux im ersten Drittel erneut Bangen und Hoffen angesagt. Doch wie im Aufeinandertreffen mit Pittsburgh, nahm das Ganze ein gutes Ende. Suter brachte Detroit im Mitteldrittel aufs Tableau. Den Rest erledigten Lucas Raymond, Elmer Soderblom und Michael Rasmussen.

OTT@DET: Suter schießt ein Tor im zweiten Drittel

Die Spieler der Red Wings quittierten das Geschehen im Anschluss mit einer Mischung aus Stolz und Selbstkritik. "Positiv bleibt festzuhalten, dass wir wieder in der Lage waren, mehrere Tore am Stück zu schießen, so wie wir das zuletzt ein paar Mal getan haben. Aber wir müssen definitiv bessere Starts hinlegen und dürfen nicht immer erst in ein Loch fallen", sagte Rasmussen.
Ähnlich äußerte sich sein Teamkollege Raymond. "Ich hatte das Gefühl, dass wir in den letzten Spielen am Anfang nie richtig da waren. Heute konnten wir das zum Glück wettmachen und uns zwei dringend benötigte Punkte sichern", betonte er.
Bereits vor dem Auftritt gegen die Senators hatte Moritz Seider mehr Beständigkeit angemahnt. "Nach Silvester haben wir ein paar Tage Pause. Im neuen Jahr wird es darauf ankommen, schnell den Rhythmus zu finden und einen Lauf zu starten", ließ der Blueliner nach dem Abschlusstraining am Samstag verlauten. Zuversichtlich stimme ihn, dass in absehbarer Zeit einige wichtige Spieler ins Team zurückkehrten.
Seider spielt unter der Regie von Coach Lalonde einen wesentlich defensiveren Part als in der vergangenen Saison, die er mit 50 Scorerpunkten (sieben Tore, 43 Assists) aus 82 Partien abschloss. Nach 35 Einsätzen in der laufenden Spielzeit sind für den Blueliner zwölf Zähler (zwei Tore, zehn Assists) registriert.

TOR@DET: Seider Seider versenkt den freien Puck

Doch trotz der geringeren Scoring-Ausbeute zählt der Deutsche auch in seiner zweiten NHL-Saison zu den absoluten Leistungsträgern bei den Red Wings. Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 22:51 Minuten ist er in den zurückliegenden drei Monaten der meistbeschäftigte Feldspieler seiner Mannschaft gewesen.
Eine Schlüsselrolle nimmt der 21 Jahre alte Verteidiger wie gehabt bei den Special Teams ein. Im Powerplay kurbelte er das Offensivspiel durchschnittlich 3:12 Minuten lang von der blauen Linie aus an. Kein anderer aus dem Verteidigercorps von Detroit brachte es in Überzahl auf mehr Einsatzzeit. Im Penalty Killing reihte er sich teamintern mit 2:36 Minuten im Schnitt auf Platz zwei hinter Ben Chiarot (2:44) ein.
Nach 35 Spielen belegen die Red Wings mit einer Matchbilanz von 16-12-7 und 39 Punkten den vierten Rang in der Atlantic Division. Was die direkte Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs betrifft, sieht es zwar momentan eher schlecht aus. Dafür sind die Boston Bruins (60 Punkte), Toronto Maple Leafs (52) und Tampa Bay Lightning (47) wohl schon zu weit enteilt. Aber auf eine Wildcard in der Eastern Conference darf Detroit durchaus hoffen. Derzeit fehlen dafür lediglich fünf Punkte.
In der kommenden Woche sind die Red Wings dreimal gefordert. Am Mittwoch (7 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1 Uhr MEZ) haben sie die New Jersey Devils zu Gast. Danach geht es am Freitag vor eigenem Publikum gegen die Florida Panthers (7 p. m. ET; NHL.tv; Sa. 1 Uhr MEZ). Und am Samstag folgt ein Auswärtsspiel bei den Maple Leafs (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MEZ).