Eine enttäuschende Saison, wie die von den Red Wings, bringt logischerweise nur wenig Gewinner hervor. Eine Ausnahme ist der Verteidiger Filip Hronek. Der 23-jährige Tscheche war mit neun Toren und 22 Assists der viertbeste Scorer des Teams, überzeugte zudem defensiv gegen die Top-Reihen des Gegners, war auch im Unterzahl- und Überzahlspiel ein wichtiger Part.
In der Free Agency sorgte das Team zwar nicht für die spektakulärsten Verpflichtungen. Gleichwohl erscheinen die Zugänge sinnvoll, um der jungen Mannschaft Stabilität zu verleihen. Dies trifft zum Beispiel auf Flügelstürmer Bobby Ryan zu, der bereits auf 13 Spielzeiten in der NHL zurückblickt und die vergangenen sieben Jahre in Ottawa verbrachte.
Auch der Center Vladislav Namestnikov möchte in Detroit wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen, nachdem er vergangene Saison bei drei unterschiedlichen Teams unter Vertrag stand.
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Bereits vor Beginn der Free Agency wurde per Trade Marc Staal verpflichtet, der als erfahrener Defensiv-Haudegen wertvoll sein dürfte. Die Red Wings mussten zwar seinen teuren Vertrag übernehmen, der noch für eine Saison gilt und mit 5,7 Millionen Dollar dotiert ist., dafür gab es aber einen Zweitrunden-Pick für 2021 hinzu. Dies passt zu der Strategie der Red Wings, möglichst viele Draft Picks anzusammeln. Doch dazu später mehr.
Thomas Greiss und Moritz Seider - das deutsche Duo
Ebenfalls neu dabei ist der deutsche Torwart Thomas Greiss, der bei den New York Islanders trotz konstant guter Leistungen nur noch Backup war. "Ich werde für die jungen Spieler da sein und der Mannschaft helfen, so erfolgreich wie möglich zu sein", sagt der 34-Jährige.
Auffällig ist, dass die Red Wings mit ihren Neuverpflichtungen nur kurzfristig planen. Kein hinzugekommener Spieler hat einen Kontrakt, der für länger als zwei Jahre gilt. Die Verträge von Greiss und Namestnikov gelten zum Beispiel für die kommenden beiden Spielzeiten, die von Ryan und Staal lediglich für eine Saison.