Spannend wird in zwei Wochen der 21. März werden, wenn wieder die Trade Deadline auf dem Programm steht. Ein schwieriger Tag für die General Manager und die Spieler, die oft durchschnaufen, wenn der Tag rum ist. Es ist in der Tat so, dass viele Trades oder Vertragsabschlüsse und -verlängerungen erst in letzter Sekunde durchgezogen werden. Das macht das Ganze sehr stressig. Alle wollen versuchen, den Zeitfaktor zu ihren Gunsten zu nutzen, um eventuell bessere Konditionen auszuhandeln.
Es ist immer schwer vorauszusagen, was passieren wird, aber in diesem Jahr sind viele der Top-Teams schon am Limit von ihrem Cap Space, so dass sie nicht viel Spielraum haben werden, Spieler mit großen Gehältern noch zu holen. Häufig ist auch ein Domino-Effekt festzustellen, wenn ein Blockbuster-Trade über die Bühne geht, dass plötzlich andere nachziehen und sich ebenfalls zum Handeln genötigt sehen. Es ist ein sehr interessanter Tag für die Medien und Fans, aber für die Spieler ist es schon stressig, wenn man am Morgen befürchten muss, am Ende des Tages schon woanders zu sein.
Derzeit gibt es ein sehr interessantes Tabellenbild und die vorderen Mannschaften sind mit einer kleinen Ausnahme von Colorado sehr dicht beieinander. Ich denke es zeigt sich schon jetzt, dass es ab Ende April wieder sehr interessante Playoffs geben wird, worauf sich die Fans sicher freuen können.
Ähnliches: [David Aebischers 5. NHL-Blog 2021/22]
Nicht dabei sein werden die Canadiens. Sie haben mit Martin St. Louis, den ich als Gegenspieler selbst erlebt habe, einen neuen Trainer engagiert, der seine Sache bis jetzt gut macht und dem Team neues Selbstvertrauen eingehaucht hat. Es wird sich zeigen, ob er eine Lösung für die Zukunft sein wird. Ich erinnere mich an Doug Weight, der die Islanders zu meiner aktiven Zeit übernommen hat und mit uns in dieser Saison erfolgreich war, doch in seiner zweiten Saison lief es überhaupt nicht mehr, was ihm dann den Job gekostet hat. St. Louis war ein hoch angesehener Spieler, der sicher weiß, wie er die Sache anpacken muss, doch ob es auf die Dauer funktioniert, wird sich zeigen müssen.
Den Trainer haben auch die Edmonton Oilers gewechselt. Von den Ergebnissen her war es nötig Dave Tippett zu entlassen und der neue Mann Jay Woodcroft hat seine Sache zunächst auch ganz gut gemacht. Sie müssen jedoch weiter punkten und können sich keinen weiteren Durchhänger mehr erlauben. Ich sehe sie nach wie vor in den Playoffs, denn das Talent dafür, haben sie in der Mannschaft. Was dort intern abläuft, ist mir allerdings nicht bekannt.