Schön zu sehen ist, dass sich Grubi von seinen Werten wieder steigern konnte, wobei ich der Meinung bin, dass es weniger an ihm lag, warum es am Anfang nicht so gut lief. Die Kraken hatten viele Fehler im Spielaufbau und leichtfertige Puckverluste, die sie besser in den Griff zu bekommen scheinen und davon profitiert auch ein Torhüter. Trotzdem zehrt das natürlich an einem und es freut mich für ihn, wenn er wieder mehr zeigen kann, dass er ein Top-Torhüter in dieser Liga ist.
Beindruckend ist weiterhin wie Moritz Seider seine Rookie-Saison bei den Detroit Red Wings absolviert. Körperlich spielt er sehr, sehr stark und hat auch immer wieder die Auseinandersetzungen, die überall im Internet gepostet werden, wie zuletzt mit Sidney Crosby. Er macht sich einen Namen in der Liga und das ist wichtig für einen jungen Spieler, um den nötigen Respekt zu bekommen. Er hat die richtige Einstellung und den richtigen Biss, um sich durchzusetzen. Dazu kommt ein gutes Offensivspiel als Voraussetzung, um bei der Vergabe der Calder Trophy als bester Neuling ein Wörtchen mitzureden. Als Verteidiger ist das noch schwieriger, weswegen das in den letzten 30 Jahren nur fünf auf dieser Position schafften. Nicht nur von daher wäre es eine super Geschichte.
Leon Draisaitl hat zwar zuletzt die Spitzenposition in der Torjäger- und Scoringliste verloren, doch darauf legt er weniger das Augenmerk, sondern vielmehr, ob sein Team der Edmonton Oilers erfolgreich ist. Wenn er die Wahl hätte zwischen dem Scoring-Champion und den Stanley Cup Playoffs, dann würde er sicher die Playoffs nehmen. Ich gehe aber davon aus, dass er beides erreichen kann.
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Die Oilers haben sich mit der Verpflichtung von Evander Kane nochmals verstärkt. Vom Sportlichen sicher eine richtige Maßnahme, denn er ist ein ungemein talentierter Spieler. Er hat einen Tapetenwechsel gebraucht, nachdem in San Jose vieles schief lief und wird zunächst eine Verstärkung sein, weil er weiß, was er für eine Chance er bekommt, neu anzufangen. Dass er brauchbar sein kann, wenn er richtig eingesetzt wird, hat er in den ersten Spielen für Edmonton bereits gezeigt. Daran gilt es für ihn anzuknüpfen.
Ein ähnlicher Spielertyp ist Nazem Kadri, der in dieser Saison bei den Colorado Avalanche richtig aufdreht und nur positiv überrascht. Es scheint für ihn derzeit alles zu passen. Er spielt viel disziplinierter, liefert sehr viele Vorlagen und schießt aber auch selbst wichtige Tore. Er hat schon in der Vergangenheit gezeigt, dass er so ein Spieler sein kann, aber das wurde immer wieder durch seine Aussetzer überschattet. Aber vielleicht hat er das ja hinter sich gelassen und kann sich ab sofort nur auf das Eishockey konzentrieren. Schön wäre es.
In den nächsten Wochen wird es darum gehen, die Fronten bis zur Trade Deadline am 21. März zu klären, ob ein Team Käufer oder Verkäufer sein wird. Das wissen die Spieler und deswegen wird die Intensität sicher noch zunehmen. Darauf können wir uns freuen.