van canucks loss

Die Vancouver Canucks schieden am Freitag im Rogers Place von Edmonton nach einem 0:3 in Spiel 7 der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference gegen die Vegas Golden Knights aus dem Wettbewerb aus.

Die Canucks gingen, nachdem sie die St. Louis Blues in sechs Spielen einer Best-of-7-Serie in der ersten Playoff-Runde ausgeschaltet hatten, als Nummer fünf der Rangliste in das Rennen. In der Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs startete Vancouver zunächst auf Rang sieben der Setzliste, nachdem das Franchise die reguläre Saison mit einem Punkteschnitt von 56,5 Prozent (36-27-6) beendet hatte.
Hier ist ein Rückblick auf die Postseason 2020 der Canucks und ein Ausblick, warum es in Zukunft besser laufen könnte:
Ähnliches: [Avalanche konnten Verletzte nicht kompensieren]
Die Kadersituation:
Potenzielle Unrestricted Free Agents: Tyler Toffoli, F; Chris Tanev, D; Oscar Fantenberg, D; Jacob Markstrom, G; Louis Domingue, G.
Potenzielle Restricted Free Agents:Jake Virtanen, F; Tyler Motte, C; Adam Gaudette, C; Zack MacEwen, C; Troy Stecher, D.
Potenzielle Picks im NHL Draft 2020: 5
Was lief schief?
Nicht genug Offensivkraft: Die Canucks brachten es im Durchschnitt auf 24,1 Torschüsse pro Spiel. Im Vergleich dazu hatten die Golden Knights deren 39. 2,00 Toren für Vancouver standen durchschnittlich 2,71 der Golden Knights gegenüber. Vancouver rangierte in Sachen Powerplay auf Rang sieben (11,1 Prozent, drei von 27) der acht Teams der zweiten Runde. In der Hauptrunde lag das Team mit 24,2 Prozent auf Rang vier in der NHL. In Spiel 7 gelang Vancouver in vier Überzahlsituationen kein Treffer. Auch eine 5-Minuten-Strafe des Gegners blieb ungenutzt. Hierbei gelang lediglich ein Torschuss.
Verpasste Chance in Spiel 4: Vancouver dürfte wehmütig auf das dritte Drittel von Spiel 4 der Serie zurückblicken. Nach zwei Treffern der Canucks aus zwölf Versuchen im zweiten Drittel, wodurch das Team eine 3:2-Führung herausspielte, trafen die Golden Knights innerhalb von 5:37 Minuten im dritten Drittel drei Mal und siegte am Ende mit 5:3, ging in der Serie mit 3:1 in Führung. Vegas erzielte in den dritten Dritteln der Serie mit insgesamt 9:6 Toren ein Übergewicht gegenüber den Canucks.
Unter Belagerung: Jacob Markstrom musste von allen Playoff-Goalies mit 491 Versuchen der Gegner die meisten Schüsse abwehren. 141 Mal versuchten es alleine die Angreifer der Golden Knights gegen ihn, bevor er in den abschließenden drei Begegnungen der Serie verletzt aussetzen musste. Für ihn stehen durchschnittlich 3,99 Gegentore gegen Vegas und eine Fangquote von 89,4 Prozent aus den fünf Duellen gegen die Golden Knights in den Statistiken. Thatcher Demko ersetzte Markstrom, musste sich 125 Schüssen (41,7 pro Spiel) stellen. 48 Paraden zeigte er in Spiel 6, als er seinen ersten NHL-Shutout ablieferte (ein 4:0-Sieg).

Lehner führt die Golden Knights zum Sieg in Spiel 7

Gründe für Optimismus:
Jugendwelle: Die Canucks wurden die gesamte Saison hindurch von ihren jungen Spielern angeführt. Elias Pettersson, ihr 21-jähriger Center, schloss die Postseason gemeinsam mit Center J.T. Miller mit 18 Punkten (sieben Tore, elf Assists) an der Spitze der teaminternen Scorer-Liste ab. Quinn Hughes, der 20-jährige Verteidiger, folgte mit 16 Zählern (zwei Tore, 14 Assists). Hughes, ein Finalist beim Kampf um die Calder Trophy (bester Rookie), führte die Debütanten in der Liga nach der regulären Saison mit 53 Punkten (acht Tore, 45 Assists) an. Zudem verbuchte er 25 Powerplay-Punkte (drei Tore, 22 Assists) aus den 68 absolvierten Spielen. Er wurde zum dritten Abwehrspieler in der modernen NHL (seit 1943/44), der die Rookie-Scorer anführte. Zuvor war dies nur Bobby Orr (1966/67) und Brian Leetch (1988/89) gelungen. Pettersson gewann die Calder Trophy im Vorjahr.
Dominanter Demko:Der 24-Jährige half den Canucks aus der Not, als das Team in der Serie mit 1:3 zurücklag. In den finalen drei Begegnungen gegen Vegas überzeugte er mit tollen Leistungen. Demko kam auf eine Bilanz von 2-1 und einen Gegentorschnitt von 0,64 in den finalen drei Spielen der Serie. Seine Fangquote betrug in vier Postseason Einsätzen (drei Starts) 98,5 Prozent. In Spiel 5 kam er auf 42 Saves. In Spiel 6 war er bei 48 Paraden nicht zu bezwingen. Bevor Shea Theodore im Powerplay, sechs Minutenvor Spielende von Duell Nummer sieben, zum 1:0 traf, hatte Demko 98 Saves in Folge gezeigt, bevor er wieder einmal bezwungen werden konnte.
Verstärkung ist unterwegs: Zu den bereits im Kader befindlichen jungen Talenten wird sich in Zukunft weitere Verstärkung gesellen. Die Stürmer Vasily Podkolzin (Nummer 10-Pick im NHL Draft 2019) und Nils Hoglander (Nummer 40, 2019), die Verteidiger Olli Juolevi (Nummer 5, 2016) und Brogan Rafferty (Nummer 40, 2019), sowie Torhüter Michael DiPietro (Nummer 64, 2017) stehen vor dem Sprung in den Kader. Podkolzin überzeugt aktuell in der russischen KHL, wo er mindestens noch ein weiteres Jahr für SKA St. Petersburg aktiv sein dürfte. Der 19-Jährige steuerte zuletzt fünf Punkte (ein Tor, vier Assists) in sieben Spielen für die russische Nationalmannschaft bei der IIHF Jugendweltmeisterschaft des Jahres 2020 bei.