Erfreulich aus Schweizer Sicht, dass Timo Meier von den San Jose Sharks eine ganz starke Saison spielt. Seine 32 Punkte in 31 Spielen machen ihn zu einem absoluten Führungsspieler der Sharks, zumal er es war, der mit seinen Punkten die Mannschaft zu Saisonbeginn, als es nicht so gut lief, getragen hat. Für das Eishockey in unserem Land ist es sehr gut, dass wir so einen Spieler haben, vor allem, weil er Stürmer ist. Gerade diese Position war für unser Land in der NHL bis auf Nino Niederreiter von den Minnesota Wild immer etwas unterrepräsentiert. Deswegen ist es schön, neben Roman Josi von den Nashville Predators und früher Mark Streit in der Verteidigung sowie seit letztem Jahr mit Stürmer Nico Hischier, dem ersten Draft durch die New Jersey Devils, ein weiteres Aushängeschild zu haben.
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Leider fehlt es immer noch an einem Schweizer Torhüter in der NHL, obwohl gerade diese Position lange Zeit unsere Stärke war. Hier haben wir im letzten Jahrzehnt die Entwicklung etwas verschlafen und das müssen wir erst wieder aufholen. Es wurden einige Talente gedraftet und diese sind im Juniorenbereich überwiegend in Nordamerika aktiv, so dass ich hoffe, dass es schon bald wieder mindestens einer in einen NHL-Kader schaffen wird. Allerdings ist der Konkurrenzkampf groß, denn es sind nur zwei Plätze pro Team, also insgesamt 62 zu vergeben.
Generell sind die Torhüter in der NHL derzeit nicht zu beneiden, nachdem sehr viele Tore fallen. Dafür gibt es mehrere Ursachen, die ich schon an dieser Stelle erläutert hatte. Sicherlich ein Grund ist die kleinere und rundere Torhüter-Ausrüstung, doch nicht in dem Maß, wie wir es derzeit erleben. Die Spieler werden schneller und besser, dann müssen das die Torhüter halt auch werden. Ich denke jedoch für das Eishockey an sich ist es eine gute Entwicklung, auch wenn ein Torhüter, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, und es für alle nachvollziehbar ist, keine Gegentore gerne hinnehmen möchte. Die Qualität auf dieser Position ist trotzdem sehr hoch und die meisten Tore, die fallen, sind hervorragend herausgespielt. Da kann dem letzten Mann selten ein Vorwurf gemacht werden.