Die diversen Attraktionen haben am Freitag und am Samstag bewiesen, dass Las Vegas wie keine andere Stadt der Welt für solche Events geeignet ist und sich inzwischen auch längst als Eishockeymetropole von Weltrang etabliert hat. "Das ist eine große Sache", war sich der ehemalige Verteidiger der Golden Knights, Deryk Engelland, schon im Vorfeld des Wochenendes sicher. "Ich denke, es wird gut für die NHL und Vegas selbst sein." Mit dieser Einschätzung sollte er am Ende Recht behalten.
Das war so noch im Jahre 2017 nicht unbedingt zu erwarten. Viele Begleiter der Liga haben die Entscheidung der NHL ein Franchise in die Wüste Nevadas zu vergeben, wo es bisher vergleichsweise wenig Eishockeytradition gab, zunächst sehr kritisch gesehen. Doch schon in ihrem ersten Jahr in der Liga haben die Vegas Golden Knights durch ihren Einzug in das Stanley Cup Finale 2018 gegen die Washington Capitals (1:4 in der Best-of-7-serie) sehr gut funktionieren kann.
Vom ersten Heimspiel der Golden Knights in der damals extra neu errichteten T-Mobile Arena an war die Begeisterung für dieses Spiel in Las Vegas riesig. Was in den ersten Monaten noch manchen überraschte, ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden. Die Golden Knights agieren seit Jahren erfolgreich in der Liga, zählen auch in dieser Saison wieder zum Favoritenkreis auf den Meistertitel. "Ich weiß, dass es viele Skeptiker gab, als wir ankündigten, nach Las Vegas zu expandieren. Doch der Empfang, die Unterstützung und die Verbindung zwischen dem Team und der Stadt sind unglaublich", sagte NHL Commissioner Bettman.
Dass die NHL, nach der Pause im Vorjahr, das All-Star Weekend diesmal in Las Vegas geplant hatte, verwunderte daher die Eishockeywelt nach dem großen Erfolg des Klubs nicht mehr wirklich. Und die Qualität des Events, gepaart mit Spitzensport und einer perfekten Bühne, bestätigte die Auswahl des Austragungsortes jetzt als goldrichtig.
DJ-Auftritte und Zaubertricks in den Pausen waren ebenso ein Teil des All-Star Games, wie ein großer Live-Musik-Act von Machine Gun Kelly. All dies zeigte der Welt neben den sportlichen Leistungen auf und neben dem Eis, was für eine würdige Eishockeystadt Vegas in nur fünf Jahren geworden ist. Die moderne T-Mobile Arena war zugleich der geeignete Rahmen für die Auftritte der besten NHL-Spieler der Gegenwart, die die Zuschauer im weiten Rund mit ihrem Können begeisterten.
Auch die Aktiven ihrerseits hatten an diesem Wochenende allesamt viel Spaß, wie jeder von ihnen in den dazugehörigen Interviews immer wieder mit einem Lächeln im Gesicht betonte. Wohin man auch sah, man erblickte nur strahlende und fröhliche Minen im Kreise der beteiligten Spieler.
Selbst die sportlich nach ihren Halbfinalniederlagen früh ausgeschiedenen DACH-Staaten Vertreter Leon Draisaitl und Timo Meier gaben sich vor ihren Heimreisen glücklich und zufrieden, stellten heraus, die Tage vor Ort sehr genossen zu haben, bevor auch für sie jetzt in Kürze die sportlich herausfordernde und wieder deutlich ernstere zweite Saisonhälfte 2021/22 beginnt.