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Die heiße Phase der regulären NHL-Saison 2025/26 ist eingeläutet – und selten war der Kampf um die Stanley Cup Playoffs spannender als in diesem Jahr. Sechs verbleibende Tage und 52 Spiele der Hauptrunde entscheiden über ein Playoff-Bild, das selbst kurz vor Schluss noch völlig offen ist.

Nach bereits 1260 absolvierten Partien – das entspricht 96 Prozent der Hauptrunde – sind noch sieben Plätze in den Stanley Cup Playoffs zu vergeben. Auch zahlreiche Setzpositionen, zwei Divisionssiege sowie der Titel in einer Conference sind noch nicht entschieden. Selbst im Rennen um individuelle Auszeichnungen bleibt es eng: Während Connor McDavid aktuell die Scorerwertung anführt, ist auch der Kampf um die Torjägerkrone und die Rookie-Wertung völlig offen.

Bereits am heutigen Samstag könnten fünf Teams ihr Playoff-Ticket lösen. Neben McDavids Edmonton Oilers stehen unter anderem die Vegas Golden Knights um Jack Eichel sowie die Boston Bruins mit David Pastrnak kurz vor der Qualifikation. Besonders bemerkenswert: Die Anaheim Ducks um Leo Carlsson könnten erstmals seit 2018 wieder in die Endrunde einziehen.

BOS@BUF: Pastrnak erzielt per Direktabnahme im rechten Faceoffkreis das 1:0

Im Osten kämpfen gleich sieben Teams um die letzten drei Plätze. Die Boston Bruins und Ottawa Senators haben aktuell die Wildcard-Ränge inne, während Traditionsklubs wie die Detroit Red Wings knapp dahinter lauern. Im Westen ist das Rennen noch turbulenter: Dort wechselte die letzte Wildcard-Position seit Anfang März ganze 14-mal den Besitzer.

Einzig ein Playoff-Duell steht bereits fest: Die Dallas Stars treffen auf die Minnesota Wild – ein Aufeinandertreffen mit Geschichte, bei dem allerdings noch um das Heimrecht gekämpft wird.

Für klare Verhältnisse haben bislang nur wenige Teams gesorgt. Die Colorado Avalanche sicherten sich als bestes Team der Liga die Presidents’ Trophy und damit Heimrecht für alle möglichen Serien. Auch die Carolina Hurricanes und Pittsburgh Penguins starten sicher mit Heimvorteil.

Besonders spannend gestaltet sich auch der Kampf um die Divisionstitel: In der Pacific Division trennen die Top-Teams Edmonton, Vegas und Anaheim nur einen Punkt, während in der Atlantic Division Buffalo, Montreal und Tampa Bay eng beieinanderliegen.

Individuell sorgt vor allem Nathan MacKinnon für Schlagzeilen. Der Star der Avalanche führt seit Monaten die Torjägerliste an und könnte erstmals die Maurice „Rocket“ Richard Trophy gewinnen. Gleichzeitig liefert er sich mit McDavid und Nikita Kucherov ein packendes Duell um die Art Ross Trophy.

VAN@COL: MacKinnon erzielt aus dem High Slot seinen 50. Saisontreffer

Auch junge Talente prägen die Saison: Spieler wie Macklin Celebrini oder Matthew Schaefer stehen vor historischen Bestmarken.

Fest steht bereits jetzt: Wenn am 18. April die Stanley Cup Playoffs beginnen, wird es erstmals seit 2015 definitiv einen neuen Stanley Cup Sieger geben, da Titelverteidiger Florida Panthers den Sprung in die K.o.-Phase vorzeitig verpasst hat – und der Weg dorthin war selten so offen wie in dieser Saison.