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Hischiers Abenteuer in der Heimat erfolgreich

Ereignisreiche Tage in der Schweiz enden für Heimkehrer auf die bestmögliche Art und Weise

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Er stand jetzt über Tage extrem im Mittelpunkt des Interesses. Der junge Schweizer Nico Hischier, seines Zeichens der Nummer 1-Pick im NHL Draft des Jahres 2017, kehrte mit seinem NHL-Team, den New Jersey Devils, in die alte Heimat zurück, traf sich dort am Montagabend zum mit Spannung erwarteten Kräftemessen mit seinem ehemaligen Team, dem SC Bern.

Dass der Druck auf einen gerade einmal 19-Jährigen da selbstverständlich gigantisch ist, daran besteht gar kein Zweifel. Hischier hat die ihm gestellte Reifeprüfung der vergangenen Tage jedoch eindrucksvoll bestanden.

Nicht nur, dass er sich in all der Zeit persönlich sehr zugänglich und sympathisch rund um das Spiel der NHL Globalseries Challenge 2018 präsentierte, letztendlich trug er mit seinen Devils sogar sportlich den Sieg davon. Wenn am Ende sicherlich jedoch etwas glücklich, mit einem hart erkämpften 3:2 nach Verlängerung, gegen die über weite Strecken des Spiels ebenbürtigen Gastgeber in der PostFinance Arena zu Bern.

17.031 fanatische Eishockeyfans in der Halle sorgten dabei für eine wahrlich außergewöhnliche Stimmung, der sich selbst die aus Nordamerika angereisten Gäste unter den Zuschauern in der Arena nicht entziehen konnten.

Video: NJD@SCB: Schweizer heißen Hischier, Müller Willkommen

Minutenlange Gesänge zu Ehren der Spieler, als angedachte Zuneigungsbekundungen für die beiden Heimkehrer Hischier und Mirco Mueller, denen die Fans in Bern den einen oder anderen Gänsehautmoment bescherten.

Hischier, den zwischen den Jahren 2014 und 2016 die Schlittschuhe selber für den SC Bern schnürte, zeigte nach dem Spiel sich überglücklich: "Ich hatte tatsächlich Gänsehaut. Das war wirklich cool. Es war toll von den Fans, dass sie mir hier in diesen Tagen diese enorme Wertschätzung entgegengebracht haben."

Dabei benötigte das Team des 43-jährigen Cheftrainers John Hynes, der mit seiner Mannschaft in seine persönlich vierte NHL-Spielzeit gehen wird, eine gehörige Portion Glück, um sich am Ende die frech und aufmüpfig mitspielenden Hausherren vom Halse zu halten.

Zwar brachte Verteidiger Andy Green die Gäste in Spielminute sechs bereits früh in Führung, doch schien dieser Treffer die Hausherren erst so richtig aktiviert zu haben. Bern, das mit fünf Ex-NHLern in den eigenen Reihen durchaus über Spieler verfügte, die wissen wie einem Team aus Nordamerika beizukommen ist, hielt in der Folgezeit spielerisch gut mit und konnte die Begegnung völlig offen gestalten.

Video: NJD@SCB: Arcobello verlädt Kinkaid zum Ausgleich

Nach Treffern von Simon Moser (21.) und den US-Amerikaner Mark Arcobello (58.), retteten die Gastgeber ein 2:2, was ihnen die Overtime bescherte. Die Devils waren in der Zwischenzeit durch Ben Lovejoy noch einmal kurzzeitig in Front gegangen.

In der fälligen Verlängerung bewiesen die Profis von der US-Ostküste dann jedoch ihre Routine und Klasse, sicherte sich das Franchise aus New Jersey durch das späte 3:2 durch Taylor Hall in der dritten Minute der Extraschicht das sportlich perfekte Ende für seine Schweizer Heimkehrer.

Dass die Fans an diesem Abend in der Tat alle Spieler nach der Schlusssirene so begeistert hochleben ließen, mit ihnen sogar kurz die Welle machten, das begeisterte alle Anwesenden. Dieses äußerst harmonische Schauspiel bildete zudem das perfekte Ende einer wunderschönen Zeit für alle Beteiligten. Das war gelungene Werbung für den Eishockeysport.

"Es war ein großer Tag. Schade, dass es mit einem eigenen Tor für mich nicht geklappt hat. Insgesamt war es jedoch ein tolles Spiel für die Fans. Die Spannung war enorm, es gab zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten. Wirklich niemand kam in Versuchung die Halle eher zu verlassen", freute sich Hischier.

 


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Viel Zeit diese glücklichen Tage und Stunden in Bern zu verarbeiten wird den Devils, und an der Spitze eben auch Hischer selbst, jedoch nicht bleiben.

Nach einem freien Tag am Dienstag setzt sich der Tross aus New Jersey dann so langsam in Richtung Göteborg in Bewegung, wo das Team am kommenden Samstag die Edmonton Oilers im Rahmen der NHL Global Series 2018 zum ersten Punktespiel der neuen Saison treffen wird.

Begeistert werden beide Mannschaften dort sicherlich auch von den in Schweden auf sie wartenden Fanmassen begrüßt werden. An diese ungewöhnlich und selten glücklichen Tage für Hischier und sein Team in der Schweiz wird jedoch nur schwer heranzukommen sein.

"Ich habe gerade noch einmal mit ein paar Teamkollegen gesprochen. Die konnten das gar nicht glauben, was hier los war. So etwas haben viele in Nordamerika in all den Jahren nicht erlebt", strahlte der junge Schweizer im Rückblick.

 

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Ebenfalls begeistert war Hischiers Teamkamerad und Landsmann Müller vom warmen Empfang der Fans in der PostFinance Arena: "Das war Werbung für unseren Sport. Die Fans hatten ihren Spaß, wie man gesehen hat. Das kommt am Ende sicherlich der gesamten NHL und speziell den Devils zugute."

Die Beteiligten, speziell Hischier und Müller, sollten sich die Tage von Bern daher sehr gut einprägen. Profisportler erleben solch eine ungeteilte Begeisterung, gerade auswärts, nur sehr, sehr selten. Daran besteht gar kein Zweifel. Es waren schlicht perfekte Tage im Land der Eidgenossen für das Franchise aus New Jersey und seine heimkehrenden Schweizer!

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