Dynamisch, intelligent, torgefährlich: Das Spiel des Erik Karlsson
Es sind aber nicht nur die nackten Zahlen, die Karlsson zum Top-Favoriten für die James Norris Memorial Trophy machen. Es ist auch seine Spielweise und sein Charakter, der den Sharks auf und neben dem Eis enorm weiterhilft.
Auf dem Eis sticht Karlsson mit seiner Übersicht und Spielintelligenz heraus. Er erkennt Situationen und freie Spieler schnell, fackelt nicht lange und spielt sofort scharfe und präzise Pässe aufs Tape seiner Mitspieler. Das macht das Spiel schnell und sorgt zumeist für Torgefahr. Genau diese strahlt Karlsson selbst aus: Sein "Signature Move" an der blauen Linie ist, sich von seiner Position im rechten Eck rückwärts in die Mitte gleiten zu lassen und dann abzuziehen.
Auch als Schlittschuhläufer überragt Karlsson seine Mitspieler. Er verfügt über einen explosiven Antritt, eine gute Grundschnelligkeit, ist dynamisch und wendig, liest dabei seine Gegenspieler und kann diese mit Hilfe von Körpertäuschungen überlaufen. Schnell ist Karlsson aber nicht nur mit den Beinen, sondern auch im Kopf und mit seinen Händen. Durch das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, geht er in der Offensive gewisse Risiken ein, die häufig belohnt werden. Im ersten Powerplay ist "EK65" ohnehin als "Quarterback", also als zentraler Spieler und Puckverteiler an der blauen Linie gesetzt.
Die erfolgreichen letzten Wochen haben seine Brust immer breiter werden lassen, sodass er auch Schüsse aus schwierigen Winkeln wagt und wie das jüngste Beispiel gegen Dallas zeigt, auch Erfolg damit hat. Selbst unter Druck trifft Karlsson clevere Entscheidungen. Ist mal kein Spieler frei, platziert er den Puck mit viel Gefühl so, dass weder ein Icing noch ein Scheibenverlust die Folge sind. In der eigenen Zone gerät er im Vergleich zur Vorsaison deutlich weniger aus der Position, verliert nicht den Kopf, sondern verteidigt auch hier mit gutem Stellungsspiel. Hin und wieder teilt er sogar einen Check aus.