Mit einem Doppelpack beim 5:2-Auswärtssieg am Dienstag bei den Utah Mammoth hat Connor McDavid von den Edmonton Oilers seine ansehnliche Meilensteinsammlung in der NHL erweitert. Jeder der zwei Treffer verschaffte ihm für sich genommen einen Eintrag in die Geschichtsbücher.
Das erste Mal schlug McDavid beim Gastspiel in Salt Lake City in der Mitte des zweiten Drittels zu. Edmontons Verteidiger Mattias Ekholm hatte ihn mit einem langen Pass aus der eigenen Zone auf die Reise geschickt. Im Slot brachte McDavid die auf dem Eis tänzelnde Scheibe unter Kontrolle und schlenzte sie zum 3:2 in den Winkel. Es war nicht nur der Game-Winner an diesem Abend, sondern auch sein 400. Ligator im Oilers-Trikot. Er ist erst der fünfte Spieler in der Klubhistorie, der dies vollbracht hat.
Seinen zweiten Treffer markierte McDavid wenige Sekunden vor Schluss. Nach einem Abspielfehler eines Mammoth-Akteurs setzte der Oilers-Kapitän aus der eigenen Defensivzone zu einem Spurt an. In vollem Lauf nahm er den Puck an der Mittellinie mit, steuerte mutterseelenallein auf das verwaiste Utah-Gehäuse zu und chippte ihn zum 5:2-Endstand ins Netz. Durch dieses Tor erreichte McDavid die Marke von 1200 Scorerpunkten in der regulären Saison. Er brauchte dafür 784 Einsätze und avancierte so zum drittschnellsten NHL-Spieler, der an diesem Meilenstein ankam. Eiliger hatten es nur Wayne Gretzky (504) und Mario Lemieux (593).
Trotz der beeindruckenden Zahlen verblüffte McDavid nach der Partie gegen Utah mit einem Geständnis. „Tore zu schießen ist mir nie leichtgefallen. Das ist wirklich etwas, an dem ich ständig arbeiten muss. Jedes Mal zu Saisonbeginn nehme ich mir deshalb vor, öfter zu schießen und noch mehr Zug zum Tor zu entwickeln“, erklärte er. Der Erfolg falle unterschiedlich aus, es gebe gute und schlechte Tage für ihn in dieser Hinsicht. Aber im Großen und Ganzen sei er froh, nun doch schon einige Treffer erzielt zu haben.
Nach Ansicht von Edmontons Trainer Kris Knoblauch ist das alles andere als Zufall. „Er hat einen fantastischen Schuss. Darüber hinaus ist er schwer zu verteidigen, weil er mit Entschlossenheit den Weg zum Tor sucht. Es gibt viele Spieler, die das Zeug zum Toreschießen haben, aber sie scheuen den letzten Einsatz. Connor ist da aus einem anderen Holz geschnitzt. Er hat keine Angst davor, in die Bereiche vor dem Netz einzudringen, wo es weh tut“, erläuterte der Coach.





















