Connor Bedard 929

Connor Bedard hat bei seinem ersten Einsatz in der NHL-Preseason einige tolle Spielzüge fabriziert und zwei Assists verbucht. Trotzdem war er nicht vollauf zufrieden mit seiner Leistung.

"Ich kann noch viel besser sein", sagte der Center nach dem 2:1-Sieg der Chicago Blackhawks gegen die St. Louis Blues nach Verlängerung am Donnerstag im United Center.

Mit seinem zweiten Assist bereitete er das Tor von Stürmer Andreas Athanasiou nach 4:02 Minuten in der Overtime vor.

"Ich würde nicht behaupten, dass ich persönlich besonders gut gespielt habe", sagte Bedard. "Nichts ist besser, als den Sieg zu holen. Aber ich selbst muss und kann mich steigern. Wenigstens habe ich mich wohlgefühlt, was das System anbelangt."

Nun, wenn man die Nummer 1 beim NHL-Draft 2023 und der am meisten gepriesene First-Overall-Pick seit Connor McDavid ist, stellt man eben einen hohen Anspruch an sich.

Bedard, der den Blackhawks dabei helfen soll, ihren Neuaufbau zu beschleunigen und zu den Erfolgen zurückzukehren, die sie 2010, 2013 und 2015 zum Stanley Cup geführt haben, war in der vergangenen Saison in 57 Partien mit Regina der beste Torschütze (71) und Punktesammler (143). Er kam ferner auf die meisten Torschüsse (360), Punkte pro Spiel (2,51) und Tore pro Spiel (1,25) in der Western Hockey League.

Trainer Luke Richardson hatte wenig zu beanstanden am 18-Jährigen, der 21:20 Minuten auf dem Eis stand, und mit Verteidiger Wyatt Kaiser die meisten Torschüsse des Teams abgab (fünf) sowie 10 von 16 Bullys gewann.

"Er war gut", konstatierte Richardson. "Ich habe gemerkt, dass er unbedingt ein Tor erzielen wollte. Es gab ein paar Situationen, in denen er sich richtig reingeworfen hat. Er versteht das Spiel von uns bereits sehr gut.“

"Beim Siegtreffer hat er einen unglaublichen Pass gespielt. Und davon haben wir eine Menge gesehen“, führte der Coach weiter aus. „Er fühlt sich wohl mit dem Puck, selbst unter Bedrängnis. Er wird keine Probleme haben, mit größeren und stärkeren Spielern in dieser Liga mitzuhalten. Er hat diese besondere Eigenschaft, dass er das, was er tun muss, zum richtigen Zeitpunkt erledigt."

Verteidiger Kevin Korchinski hob hervor, dass Bedard auch ohne den Puck großartig gewesen sei. "Das Wichtigste war sein Defensivspiel", meinte er. "Er ist ein Bursche, der unser System in der defensiven Zone perfekt spielt. Das war toll mitanzusehen."

Bedard machte darüber hinaus deutlich, wie sehr er es hasst, das Eis zu verlassen, als er zu Beginn der Verlängerung einen 1:31 Minuten langen Shift hingelegt hatte und auf die Bank gerufen wurde.

"Ja, ich mag Eishockey", sagte Bedard unter Gelächter. "Ich will auf dem Eis sein und habe versucht, ein bisschen um den Anspielpunkt zu kreisen. Dieses Match ist bisher der größte Spaß in meinem Leben gewesen. Deswegen wollte ich nicht runter."

Bedard besaß eine Reihe von Torchancen. Zu Beginn des ersten Drittels gelang ihm ein raffinierter Zug, als er in die gegnerische Zone eindrang, den Puck am linken Kreis um Blues-Stürmer Jake Neighbours herumspielte und einen Handgelenkschuss abfeuerte. Doch Torwart Joel Hofer parierte.

Seinen ersten Scorerpunkt verbuchte Bedard, als er einen Pass von Korchinski abfälschte. Der Abpraller landete bei Stürmer Phillip Kurashev, der zur 1:0-Führung für Chicago im zweiten Drittel einschob.

Selbst wenn Bedard keinen Torschuss abgab, wurde die Menge jedes Mal lauter, wenn er den Puck berührte, vor allem, wenn er mit ihm über das Eis flitzte.

Es wird erwartet, dass der Angreifer sein Debüt in der regulären Saison gibt, wenn die Blackhawks am 10. Oktober gegen die Pittsburgh Penguins antreten, deren Kapitän Sidney Crosby das Kindheitsidol von Bedard ist.

Beim 5:0-Sieg der Blackhawks gegen die Blues beim Tom Kurvers Prospect Showcase in St. Paul, Minnesota, am 16. September waren Bedard drei Tore und eine Vorlage gelungen.

Das Spiel am Donnerstag stellte eine andere Herausforderung dar, da Bedard auf größere, schnellere und stärkere Spieler traf, von denen viele in dieser Saison in der NHL oder der AHL spielen werden.

Natürlich war er dieser Herausforderung gewachsen, auch wenn er ohne Torerfolg blieb.

"Klar will man einen Treffer erzielen, aber ich habe Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten", sagte Bedard. "Ich kann hart zu mir selbst sein. Chancen zu bekommen, ist eine feine Sache. Ich hatte heute Abend ein paar davon. Allerdings nicht so viele, wie ich es mir gewünscht hätte. Doch für mich ist es erst einmal wichtig, dass ich etwas Positives zustande gebracht habe."

Verwandte Inhalte