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Für Philipp Kurashev von den Chicago Blackhawks war die Saison 2021/22 mit Höhen und Tiefen verbunden, u. a. eine Rückstufung in das Farmteam Ende November, Anfang Dezember, wo er in drei AHL-Spielen zwei Tore schoss und eines vorbereitete. Am Ende kam der Schweizer Stürmer immerhin auf 67 NHL-Spiele, in denen er sechs Tore und 15 Assists verbuchen konnte. Im Vergleich dazu erreichte er 2020/21 in 54 Spielen acht Tore und acht Assists.

Im Sommer wird Kurashev zum restricted Free Agent, da sein zweijähriger Einstiegsvertrag endet. Daher ist besonders interessant, was das Management über dessen Leistung denkt. Beim Saisonabschluss-Tag äußerte sich General Manager Kyle Davidson von den Blackhawks ausführlich über Kurashev.
"Philipp hat fast die gesamte Saison bei uns verbracht", erzählte Davidson. "Es ist keine einfache Liga, um dort Fuß zu fassen und ein Vollzeit-Spieler zu sein. Er hatte seine Hochs und Tiefs, aber für die meiste Zeit, denke ich, dass mir am meisten gefallen hat, wie er sich durchgebissen hat, als wir mit ihm gesprochen haben. Er ging nach Rockfort für eine kurze Dauer, war sehr erfolgreich und hatte einige wirklich gute Spiele dort. Dann hat unsere Kadersituation ergeben, dass wir ihn zurückgeholt haben und er hat gut gespielt."

DAL@CHI: Kurashev mit dem Ausgleich zum 1:1

"Für viele junge Spieler ist Konstanz zu finden, ständig gleichbleibende Leistung jeden Abend zu bringen und ein Faktor zu sein, ein großes Problem, um sich als Vollzeit-NHL-Spieler zu etablieren", stellte Davidson fest. "Damit muss man umgehen können, nicht nur bei uns, sondern in der gesamten Liga, haben junge Spieler diese Aufgabe. Das muss das Ziel sein, sie dorthin zu bringen."
Davidson wagte auch einen Ausblick auf die neue Saison, der für den jungen deutschen Stürmer Lukas Reichel der Blackhawks von Interesse sein dürfte. "Wir hoffen, dass unsere jungen Spieler sich im Sommer gut vorbereiten werden und dann uns die Entscheidung möglichst schwer machen werden, wer letztendlich im NHL-Kader stehen wird. Ich betone aber nochmals, dass eine Rückstufung in das Farmteam kein Beinbruch ist. Selbst viele Spieler unserer Meisterteams wie Duncan Keith hatten ihre Zeit im Farmteam. Es gehört zum Lernprozess dazu, dort Leistung zu zeigen, zurückzukommen und zu wissen, was nötig ist, um dauerhaft oben zu bleiben."