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Den Schwung des Vorjahres mitnehmen

NHL.com/de 31 in 31: Die Carolina Hurricanes wollen ihr Team um Sebastian Aho herum entwickeln

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Carolina Hurricanes.

Die Carolina Hurricanes, in deren Kader seit Januar 2019 der Schweizer Nino Niederreiter aktiv ist, haben gerade eine Saison hinter sich, wie sie wohl kaum jemand vom Team aus Raleigh erwartet hätte. Neben dem Stanley Cup Champion 2019, den St. Louis Blues, waren die Hurricanes sicherlich das große Überraschungsteam der vergangenen Runde. 

Noch zum Jahreswechsel 2018/19 hätte so gut wie niemand überhaupt nur mit einer Stanley Cup Playoff-Teilnahme im April gerechnet. Am Ende gelang der Mannschaft von Trainer Rod Brind'Amour sogar der Einzug in das Eastern Conference Finale, in dem die Hurricanes gegen die Boston Bruins in vier Spielen unterlagen. 

Doch die 99 Punkte aus der Vorsaison werden, ebenso wie der lange Lauf in der KO-Phase, in Zukunft nur schwer zu wiederholen sein. Das Team hat im Frühjahr in den Augen vieler am oder sogar über dem eigenen Leistungs-Limit gespielt. 

Der sportlichen Herausforderung an das zuvor Erreichte anzuknöpfen zu können, der wollen sich die Hurricanes ab Oktober mit viel frischer Energie stellen.

Bilanz 2018/19: 46-29-7, 7. Platz in der Eastern Conference
Playoffs 2019: Aus im Eastern Conference Finale (0:4 gegen Boston Bruins)
Trainer: Rod Brind'Amour, 2. Saison
Zugänge: Erik Haula, Ryan Dzingel, Gustav Forsling, Anton Forsberg, James Reimer, Brian Gibbons
Abgänge: Calvin de Haan, Aleksi Saarla, Curtis McElhinney, Nicolas Roy, Micheal Ferland, Scott Darling, Gregg McKegg

Carolina hat bislang einen ereignisreichen Sommer hinter sich gebracht. Höhepunkte waren ohne Zweifel der Kampf um Top-Scorer Sebastian Aho, sowie die Verpflichtungen von Erik Haula und Ryan Dzingel. Des Weiteren konnte Torhüter Petr Mrazek an das Team gebunden werden. 

 

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Besonders interessant gestalteten sich die Bemühungen des Klubs, das spektakuläre 'Offer Sheet' der Montreal Canadiens zu erwidern, welches diese Hurricanes-Stürmer Aho am 1. Juli unterbreitet hatten. 

Die Kanadier hatten ihm für einen Fünfjahresvertrag insgesamt 42,27 Millionen US-Dollar angeboten. Der junge Restricted Free Agent hatte im Vorjahr eine neue Karrierebestleistung abgeliefert, 83 Punkte (30 Tore, 53 Assists) gesammelt und damit Begehrlichkeiten geweckt. Auch in den Playoffs überzeugte der offensivstarke Finne mit zwölf Zählern (5 Treffer, 7 Vorlagen).   

Nach Aussage von Carolinas General Manager Don Waddell gab es vereinsintern allerdings keinerlei Zweifel daran, dass das Team den Abwerbungsversuch aus Montreal abblocken und ihrem Stürmer die gleichen Bezüge zusichern würde. Sie matchten das Angebot, weil Aho nur restricted Free Agent war.

"Er (Aho) hatte uns zudem vor und nach dem Angebot der Canadiens gesagt, dass er gerne in unserem Team bleiben wolle, um hier etwas aufzubauen. Wir mussten daher nicht zwei Sekunden lang darüber nachdenken, ob wir ihm ebenfalls diese angebotenen Bedingungen anbieten könnten", gab sich Waddell nach der Aktion selbstbewusst. 

Video: CAR@WSH, Sp7: Aho erzielt ein SHG gegen Holtby

Carolina war im Vergleich zu anderen Mannschaften in diesem Sommer in relativ viele Spielerwechsel involviert. So gaben sie am 24. Juni Calvin de Haan und Aleksi Saarla an die Chicago Blackhawks ab, um sich im Gegenzug die Dienste der Verteidiger Gustav Forsling und Anton Forsberg zu sichern. 

Drei Tage später schnappten sich die Hurricanes Haula von den Vegas Golden Knights, um mit ihm Micheal Ferland zu ersetzen, der als Free Agent das Team verließ. 

Zudem verschaffte sich Carolina durch eine Verpflichtung von Patrick Marleau weitere Draft- Züge für die Zukunft und löste den Vertrag mit dem Kanadier per Buyout auf. 

Stammtorwart Mrazek, der eine solide Saison hinter sich hat, verlängerte um weitere zwei Jahre. Ihm wurde mit James Reimer von den Florida Panthers ein neuer Backup zur Seite gestellt. Curtis McElhinney schloss sich den Tampa Bay Lightning an.

 

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Unverändert offen ist die Zukunft von Justin Williams. Der Veteran zögert derzeit, ob er seine Karriere um eine weitere Saison verlängern soll, oder aber ob er mit seinen 37 Jahren in den NHL-Ruhestand gehen möchte. Nach 53 Punkten (23 Tore, 30 Assists) steht seine sportliche Zukunft derzeit in den Sternen. 

Waddell gab sich zuletzt sehr optimistisch, dass Williams noch einmal auf das Eis in North Carolina zurückkehren wird: "Ich denke, er tendiert dazu, seine Karriere fortzusetzen. Und wenn, dann wird er das sicherlich bei uns tun", so der Kaderplaner im Hinblick auf den bisherigen Teamkapitän.

Insgesamt besteht die Herausforderung in Raleigh in den nächsten Monaten eindeutig darin, den Glauben an eine ebenso erfolgreiche Saison, wie es die vergangene war, zu wecken. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass nach der traumhaften Saison 2018/19 ein Rückschlag folgen wird. Bei den Hurricanes will man dem entgegenwirken, auch durch frisches Personal rund um den jüngst erfolgreichen Kern des Teams. 

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