CanesHugs310

Es gibt mehrere Merkmale, durch die sich eine Spitzenmannschaft vom Rest des Feldes unterscheidet. Eines ist die Fähigkeit, selbst dann als Sieger vom Eis zu gehen, wenn es während eines Spiels in den eigenen Reihen holpert und knirscht. Die Carolina Hurricanes stellten diese Gabe am Dienstag beim 3:2 n. V. gegen die Nashville Predators zum wiederholten Male unter Beweis. Es war ihr sechster Erfolg hintereinander. Die Tabelle weist die Vertretung aus Raleigh ebenso als Topteam aus. Mit 37 Punkten aus 25 Partien stehen sie in der Discover Central Division hinter den Tampa Bay Lightning auf dem zweiten Platz.

Zur Hälfte der Partie sah es eher nach einem gebrauchten Abend für die Hurricanes in der heimischen PNC Arena aus. Durch Tore von Matt Benning (22.) und Ryan Johansen (34.) lagen die Gäste aus Nashville, die ohne ihren verletzten Kapitän und Blueliner Roman Josi angetreten waren, mit 2:0 vorne. Danach aber holten die Hausherren zum Gegenschlag aus. Jordan Staal (35.) und Sebastian Aho (38.) trafen jeweils im Powerplay und sorgten für den 2:2-Gleichstand.
"Durch das Powerplay haben wir zurück ins Spiel gefunden. Das ist immer eine gute Möglichkeit, wenn man mal nicht die beste Leistung zeigt", analysierte Aho. Zustimmung kam von Carolinas Mannschaftsführer Staal. "Das Überzahlspiel hat uns das nötige Momentum verschafft", sagte er.

NSH@CAR: Staals zweiter Treffer des Tages

Die Special Teams machten in der Tat den Unterschied. Während die Hurricanes zwei von sechs Gelegenheiten bei numerischer Überlegenheit in einen Treffer ummünzten, gingen die Predators bei ihren fünf Powerplays leer aus. Bei allen sechs Siegen in den vergangenen elf Tagen war Carolina mindestens einmal in Überzahl erfolgreich.
Im letzten Drittel fielen keine Tore mehr. Es ging in die Verlängerung, in der die Gastgeber zunächst wiederum alles andere als gut aussahen. Als sich bereits das Penaltyschießen abzeichnete, erkämpfte sich Staal den Puck in der eigenen Zone. Er setzte sich auf der linken Seite entschlossen gegen Eeli Tolvanen durch und versenkte die Scheibe mit einem platzierten Schuss vom Bullypunkt zum 3:2. Es war der zehnte Treffer und der zweite Game-Winner für ihn in dieser Saison.
Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour war aufgrund dieser Aktion und der Gesamtleistung seines Kapitäns geradezu aus dem Häuschen. "Jordan Staal hat das Spiel für uns gewonnen. Er war in jeder Hinsicht ein Monster. Unser Penalty Killing war großartig. Wer ist daran beteiligt? Unser Powerplay war großartig. Wer ist ein Teil davon? Und wer schießt in der Verlängerung das Tor?", sagte er zur überzeugenden Vorstellung des Doppeltorschützen.
Nach Ansicht des Coaches hat Staal generell einen großen Anteil am guten Abschneiden der Hurricanes in der laufenden Spielzeit. "Die Art und Weise, wie er spielt, ist der Grund dafür, dass wir dort angekommen sind, wo wir momentan stehen. Er zieht die anderen Spieler mit", betonte Brind'Amour.

staal ot goal

Aho stimmte in die Lobeshymnen des Coaches auf Staal mit ein. "Er arbeitet hart und ist der Anführer auf und neben dem Eis. Er sorgt dafür, dass unsere Gegner Strafzeiten hinnehmen müssen und ist herausragend im Powerplay und Penalty Killing. Damit ist er sich treu geblieben. Der einzige Unterschied ist, dass er jetzt wieder mehr Punkte macht", erläuterte der Center.
Staal und Aho sind nicht die einzigen Akteure der Hurricanes, die in jüngster Zeit als Scorer von sich reden machten. Vincent Trocheck (vier Tore, vier Assists) und Dougie Hamilton (sieben Assists) haben eine Punkteserie von sechs Spielen am Laufen. Mit 24 Punkten (13 Tore, elf Assists) führt Trocheck überraschend die teaminterne Scorerwertung vor dem punktegleichen Aho (zehn Tore, 14 Assists) und Staal mit 22 Zählern (zehn Tore, zwölf Assists) an. Darüber hinaus ist er der beste Torschütze der Hurricanes. Auf Platz zwei in dieser Rangliste folgt Nino Niederreiter mit elf Treffern.
In dieser Woche haben die Hurricanes noch zweimal die Gelegenheit, ihr Punktekonto auszubauen. Am Donnerstag treffen sie zu Hause erneut auf die Predators (7 p.m. ET; NHL.TV; Fr. 1 Uhr MEZ) und am Sonntag gastieren sie in der Little Caesars Arena bei den Detroit Red Wings (5 p. m. ET; NHL.TV; 23 Uhr MEZ).