"Er ist Weltklasse", lobte Brind'Amour. "Er ist eindeutig dominant. Wir müssen weiterhin so viele Pucks wie möglich in seine Richtung befördern, wenn wir Erfolg haben wollen."
Neben mehr Torschüssen wird es zudem erforderlich sein, dass Carolina mehr Verkehr vor seiner Nase produziert. Nur so erhöhen sie ihre Chancen. "Ich denke, wir sind insgesamt auf dem richtigen Weg, wenn auch recht viele unserer Schüsse von außen kamen. Sie haben ihrerseits auch einen guten Job gemacht. Das gilt es anzuerkennen", fand Jordan Staal. "Als Stürmer, mich eingeschlossen, müssen wir uns vor ihren Goalie stellen und mehr Leute dorthin bringen, wo es gefährlich für sie werden kann. Wenn wir das schaffen, werden wir sicher den einen oder anderen Abpraller bekommen, den wir dann verwerten können."
Für den Stanley Cup Champion des Jahres 2006 ist es trotz des ernüchternden 0:2-Serienrückstandes kein Ding der Unmöglichkeit den amtierenden Titelverteidiger noch auszuschalten. Hierzu werden sie aber mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als nur einen Treffer pro Spiel brauchen. Die Überzeugung an ein Weiterkommen ist in North Carolina ungebrochen vorhanden. "Wir glauben an unsere Gruppe. Wenn man sich diese Spiele anschaut, dann sind sie sehr eng gewesen", analysierte Staal. "Wir müssen in die kommenden Auswärtsaufgaben gehen und im Grunde auf die gleiche Art spielen, wie sie hier bei uns. Nicht viel zulassen und einfach ein gutes Auswärtsspiel bestreiten. Wir müssen einen Weg finden, um zu gewinnen."
In Führung zu gehen wird für die Hurricanes ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg sein. Mut machen kann ihnen auch die Statistik der bisherigen Playoff-Partien. Von den bislang 50 absolvierten Begegnungen wurden 25 von der Auswärtsmannschaft gewonnen. Damit ist die laufende Postseason erst die 13. in der NHL-Geschichte, in der die Gastteams mindestens 50 Prozent der ersten 50 Spiele eines Playoff-Jahres gewonnen haben.
Ein Trend, der in den letzten zehn Jahren zur Normalität geworden ist (2018 waren es 25, 2017 28, 2016 27, 2012 30 und 2011 deren 26).
So gesehen muss es kein Nachteil sein, dass Carolina die nächsten beiden Vergleiche in der Amalie Arena der Lightning zu absolvieren hat. Doch selbst wenn es ihnen abermals nicht gelingen sollte, in Führung zu gehen, hat Sebastian Aho die passende Antwort schon parat gehabt: "Es ist immer hilfreich, wenn die eigene Mannschaft das erste Tor im Spiel erzielt. Aber es muss auch ohne gehen. Wenn der Einsatz stimmt, wirst du im Normalfall immer irgendwann belohnt. Wir müssen dranbleiben und weiter an uns glauben."