Kucherov-Carolina

Am Donnerstag kommt es in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs zu dem dritten Aufeinandertreffen zwischen den Carolina Hurricanes und den Tampa Bay Lightning sowie zwischen den Boston Bruins und den New York Islanders. Die Hurricanes verloren ihre zwei Heimspiele und liegen vor dem Auftritt in der Amalie Arena von Tampa (8:00 p.m. ET; USA, SN, TVAS, NHL.TV; Fr. 2:00 Uhr MESZ) mit 0:2-Siegen im Hintertreffen. Die Islanders haben vor heimischer Kulisse im Nassau Coliseum (7:30 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVAS, NHL.TV; Fr. 1:30 Uhr MESZ) die Chance, in der Serie mit 2:1 in Führung zu gehen, nachdem sie das letzte Spiel in Boston gewannen.
Fünf Faktoren, die es bei denen Spielen am Donnerstag zu beachten gilt:

Bei gleicher Mannstärke treffen
In 120 Minuten Playoff-Eishockey gegen die Lightning gelang den Carolina Hurricanes kein Tor bei 5-gegen-5 auf dem Eis. Im ersten Aufeinandertreffen schoss Verteidiger Jake Bean den 1:1-Ausgleich aus einem Powerplay heraus und beim zweiten Match gelang Rechtsaußen Andrei Svechnikov der Anschlusstreffer 90 Sekunden vor Spielende, als Carolinas Torwart Alex Nedeljkovic seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte.
Gänzlich ohne Tor bei gleicher Mannstärke auf dem Eis wird es den Hurricanes schwer fallen, ein Spiel gegen den amtierenden Champion zu gewinnen, geschweige denn eine ganze Serie. An diesem Punkt muss die Mannschaft von Trainer Rod Brind'Amour ansetzen, da nicht zu vermuten ist, dass sich die Lightning allzu viele Strafzeiten leisten werden. Die Hurricanes standen im Schnitt pro Spiel 6:35 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis.
Fragezeichen hinter Niederreiter und Trocheck
Brind'Amour wollte sich noch nicht festlegen, ob ihnen Nino Niederreiter bereits in Spiel 3 wieder zur Verfügung stehen wird, nachdem sich der Churer am Samstag im Training verletzt hatte und in den ersten beiden Spielen der Serie fehlte. Ohne Fremdverschulden zog sich auch Center Vincent Trocheck eine Blessur zu. Der 27-Jährige kollidierte 1:28 Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels in Spiel 2 mit seinem Teamkollegen Warren Foegele. Nach einem weiteren Shift im Schlussabschnitt kehrte Trochek nicht mehr aufs Eis zurück.

CAR@TBL: Trocheck legt Niederreiter das erste Tor auf

Beide Stürmer wären wichtig, um der Offensive der Hurricanes noch etwas mehr Tiefe zu verleihen. Während es laut Brind'Amour gar nicht schlecht aussieht, dass ihnen Niederreiter bald wieder zur Verfügung stehen wird, "Ich bin voller Hoffnung, dass er in der Serie zurückkehren wird", wird Trochek vermutlich noch länger ausfallen "Es sieht nicht gut für ihn aus. Er würde spielen, wenn er könnte. Das ist eine weitere Herausforderung, die wir bewältigen müssen", so der Coach.
Vasilevskiy wird gefordert und immer besser
Über mangelnde Arbeit konnte sich Tampas Schlussmann Andrei Vasilevskiy in den vergangenen zwei Partien nicht beklagen. 70 Schüsse feuerten die Hurricanes in der Summe auf seinen Kasten, nur deren zwei landeten hinter ihm im Netz.

Vasilevskiy, Lightning holen 2:0-Führung

Es kommt nicht von ungefähr, dass der 26-jährige Russe auch in diesem Jahr als Finalist für die Vezina Trophy als bester Torwart der Saison nominiert wurde. Vasilevskiy steigerte seine Fangquote von 92,5 Prozent in der regulären Saison auf 93,9 Prozent in den Playoffs. Er steht damit unter allen in der Postseason eingesetzten Torhütern auf Platz zwei hinter Philipp Grubauer von den Colorado Avalanche (94,3 Prozent).
Werden die Hurricanes einen Weg finden, ihn zu bezwingen? Svechnikov ist der Meinung, dass Vasilevskiy einer der besten Torhüter weltweit ist und dass es schwierig sei, ihn zu bezwingen. Doch dann müsse man ihn eben noch häufiger prüfen. Nach dieser Ankündigung des Hurricanes-Stürmers, dürfte es Vasilevskiy auch in Spiel 3 nicht langweilig werden.
Rask wieder fit oder doch Swayman
Auf die Dienste eines Vezina Trophy (2013/14) und Stanley Cup Gewinners (2011) mit einer Menge Playoff-Erfahrung (100 Spiele) müssen auch die Boston Bruins nicht verzichten. Schlussmann Tuukka Rask plagt sich zwar mit einigen kleinen Verletzungen, wird sich aber durchbeißen. "Sie sind zwar lästig, doch ich glaube nicht, dass es irgendeinen Grund gibt, darüber nachzudenken, dass er am Donnerstag nicht einsatzbereit sei", zeigte sich Bostons Trainer Bruce Cassidy zuversichtlich, dass der 34-jährige Finne zur Verfügung stehen wird.
Als Alternative für Rask, der beim zweiten Aufeinandertreffen mit den Islanders vier Gegentore zugelassen hatte, kämen Rookie Jeremy Swayman oder Jaroslav Halak in Frage. Der 22-jährige Swayman gab am 6. April sein NHL-Debüt und hat zehn NHL-Partien in seiner Vita stehen, in denen er durchaus zu überzeugen wusste (7-3-0; GAA 1,50; SV% 94,5 Prozent).

Cizikas, Islanders gleichen mit OT-Sieg die Serie aus

New York Islanders: Heimstärke ausspielen
Endlich zurück auf Long Island. Im heimischen Nassau Coliseum sind die New York Islanders eine Macht. In der regulären Saison punkteten sie in 25 von 28 Heimspielen (21-4-3) und belegten mit einer Punktgewinnquote von 80,4 Prozent ligaweit den dritten Platz nach den Avalanche und Pittsburgh Penguins mit jeweils 82,1 Prozent.
Auch in der Erstrundenserie gegen die Penguins konnten die Islanders ihre letzten zwei Partien auf heimischen Eis für sich entscheiden (4:1, 5:3). Zudem werden am Donnerstag 12.000 Besucher im weiten Rund das Team von Coach Barry Trotz lautstark unterstützen. Trotz ist sich sicher, "Das wird ein Kampf werden."