Die Colorado Avalanche legten am Samstag mit dem 7:2 gegen die Montreal Canadiens nicht nur einen klaren Sieg hin. Sie erreichten auch zum dritten Mal in der Teamgeschichte die Marke von 100 Toren innerhalb der ersten 25 Saisonspiele. Zuvor war ihnen dieses Kunststück 1995/96 und 2021/22 gelungen. In beiden Jahren stand am Ende der Stanley Cup in Denver.
Genau diese Parallele verleiht dem aktuellen Lauf zusätzliche Brisanz. Colorado kombiniert Tempo, Tiefe und Effizienz in einer Weise, die an die dominantesten Phasen der Franchise erinnert. Die sieben Treffer gegen Montreal wirkten weniger wie ein Ausreißer als vielmehr wie ein weiterer Beleg dafür, dass die Offensive der Avalanche früh in der Saison auf einem Niveau arbeitet, das mit einem Titelkandidaten verbunden wird.
Punkteserie mit Signalwirkung
Die 100 Tore sind nur ein Teil des Gesamtbildes. Colorado baute mit dem Erfolg gegen Montreal seine Punkteserie auf 16 Spiele aus und stellte damit den zweitbesten Wert der Klubgeschichte ein, den das Team 2000/01 erzielt hatte. Die Avalanche stehen in dieser Spanne bei 13-0-3 und haben sich in der Tabelle mit gehörigem Abstand die Führung gesichert. Der Klubrekord sind 19 Spiele mit mindestens einem Punkt aus der Saison 2021/22.
Für Jared Bednar erklärt sich der Lauf weniger über einzelne Galaabende als über eine konstante Grundhaltung. „Die Jungs haben hart und gut gespielt“, resümierte der Coach. „Wir waren so gut wie immer konkurrenzfähig und engagiert, sobald der Puck eingeworfen wurde. Insgesamt war das bisher ein langer und guter Lauf für uns.“ Gleichzeitig erinnerte er daran, wie schwer es in dieser Liga sei, serienweise zu gewinnen und den Standard über Wochen zu halten.
Festung Ball Arena
Ein zentraler Baustein des Erfolgs ist die Heimstärke. Colorado verbesserte seine Bilanz vor eigenem Publikum auf 10-0-2 und schrieb damit Franchise-Geschichte. Erst zweimal (2000/01 und 2007/08) gelangen der Mannschaft in gleich vielen Spielen zu Saisonbeginn zu Hause zehn Erfolge. Schon vor der Partie hatten die Avalanche mit 9-0-2 den besten Heimstart der Klubhistorie hingelegt und waren eines von nur zwei Teams ohne Heimniederlage nach 60 Minuten. Mit der Niederlage der New Jersey Devils stehen sie nun in dieser Statistik alleine da.
Die Ball Arena entwickelte sich dabei zu einem Schauplatz, an dem sich mehrere Geschichten überlagerten. Canadiens-Torwart Jakub Dobes reiste mit einer aktiven Auswärtsserie von sieben Spielen mit Punktgewinn nach Denver, musste sich aber der Avalanche-Offensive beugen. Auf der anderen Seite steht Nathan MacKinnon, der seit 2023/24 jeden Abend neue Maßstäbe setzt. Mit 177 Punkten in 92 Heimspielen in diesem Zeitraum liegt er ligaweit an der Spitze und unterstreicht, wie sehr das Team von seiner Präsenz in eigener Halle profitiert.



















