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Wo liegt das Limit von Auston Matthews?

Der junge Center der Toronto Maple Leafs schrieb am Montag Eishockeygeschichte

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Der Mann der Stunde in der NHL ist Auston Matthews von den Toronto Maple Leafs. Nicht nur, dass der junge Center durch zwei weitere Assists am Montag beim 4:1-Erfolg seiner Maple Leafs über die Los Angeles Kings bei beeindruckenden 16 Punkten (10 Tore, 6 Assists) aus sieben Spielen rangiert, Matthews wurde dabei durch die zwei Scorerpunkte zum erst fünften Spieler der Ligageschichte, der in jedem der ersten sieben Spiele einer Saison mehrfach punkten konnte.

Der gebürtige US-Amerikaner, der in den ersten sechs Saisonpartien jeweils getroffen hatte, spielte sich zum Wochenbeginn in einen sehr elitären Kreis, in dem außer ihm nur die allergrößten Eishockeylegenden wie Mario Lemieux, Kevin Stevens, Mike Bossy und Wayne Gretzky vertreten sind.

Lemieux und Stevens führen die Bestenliste der Besten an. Beiden gelang es zum Rundenauftakt der Saison 1992/93 zwölf bzw. acht Spiele in Folge mindestens zweimal pro Spiel zu punkten.

Mit sieben Spiele, in denen sie mehr als einen Zähler verbuchten, folgen den Penguins-Stürmern Gretzky (Edmonton Oilers, 1983/84), Bossy (New York Islanders, 1984/85) und nun eben auch Matthews für Toronto in der Spielzeit 2018/19. Wobei der Nummer 1-Draft-Pick 2016 der Maple Leafs noch Gelegenheit hat, seine Bilanz in den folgenden Spielen weiter auszubauen und die laufende Serie zu verlängern.

Video: TOR@WSH: Matthews erzielt sein 10. Saisontor

Dass aktuelle Größen der Liga wie Sidney Crosby, Alex Ovechkin oder auch Connor McDavid in dieser Top-5 allesamt nicht vertreten sind, zeigt auf, wie außergewöhnlich die derzeitige Leistung von Matthews ist.

In Anbetracht dieser historischen Errungenschaft, dazu so früh in der Karriere erreicht, darf man sich schon einmal verwundert und ehrfurchtsvoll fragen, wo die Limits des Jungstars liegen?

"Ich weiß nicht woran es liegt, warum es aktuell so gut bei mir läuft", sagte Matthews nach dem Sieg über die Kings am Montag ganz bescheiden. "Ich versuche einfach mein Spiel zu spielen, Spaß zu haben, die sich mir bietenden Chancen zu verwerten. Zuletzt hatte ich Glück, dass viele Möglichkeiten am Ende auch zu Toren wurden. Unsere Reihe funktioniert wirklich gut. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir die Spiele als Mannschaft gewinnen. Das soll sich natürlich noch möglichst lange so fortsetzen. Daran arbeiten wir Tag für Tag."

Wie gut es für Toronto im Allgemeinen und für den jungen Center im Speziellen in diesen Tagen läuft, durften die Zuschauer in der Scotiabank Arena einmal mehr bestaunen. Bereits nach 46 Sekunden gingen die Hausherren mit 1:0 in Führung. Kasperi Kapanen hieß der Torschütze, Matthews wurde ein Assist gutgeschrieben. Patrick Marleau ließ in der Schlussminute des ersten Drittels mit seinem ersten Saisontor aus einer nummerischen Überlegenheit heraus das beruhigende 2:0 folgen.

 

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Selbst der Anschlusstreffer der Gäste durch KHL-Rückkehrer Ilya Kovalchuk im Mitteldrittel zum zwischenzeitlichen 1:2 sorgte nicht für nachhaltige Verunsicherung in den Reihen der vor Selbstvertrauen strotzenden Maple Leafs.
Mitchell Marner stellte nur wenige Minuten später zunächst den alten Abstand wieder her. Kapanen erhöhte in der 48. Spielminute gar auf den späteren Endstand von 4:1. Matthews assistierte hier ebenso, wie beim ersten Treffer des 22-jährigen Finnen.

"Was mir an der Leistung von Auston heute ganz besonders gefiel, war die Tatsache, dass er es heute direkt mit Anze Kopitar zu tun bekommen hatte und seine Aufgabe mit Bravour meisterte", lobte Trainer Mike Babcock im Rückblick den Auftritt von Matthews. "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir einen Klasse-Spieler wie ihn in unserer Mannschaft haben. Er spielt herausragend - mit und ohne Scheibe. Er hat die körperlichen Voraussetzungen und verfügt über eine tolle Schlittschuh-Technik. Auston hat das komplette Paket."

Video: TOR@DET: Matthews und Tavares im Zusammenspiel

Das klingt in den Ohren der Konkurrenz fast schon wie eine Art von offener Drohung.
Den nächsten Schritt auf dem Weg in die Geschichtsbücher der NHL wird Matthews, der nach 151 NHL-Spielen bei einer Ausbeute von 84 Toren und 64 Assists steht, mit seinen Leafs am Donnerstag unternehmen können, wenn sie die Pittsburgh Penguins, ihres Zeichens immerhin der Stanley Cup Champion der Jahre 2016 und 2017, auf dem heimischem Eis empfangen werden (7 p.m. ET/ 1 Uhr MESZ am Freitagmorgen); TVAS, TSN4, ATTSN-PT, NHL.TV).

 

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Sollten ihm auch dort zwei oder mehr Scorerpunkte gelingen, hätte sich der 21-jährige Stürmer auf den von Stevens gehaltenen zweiten Platz in dieser Bestenliste vorgearbeitet. Um auf die zwölf Auftritte, in denen Lemieux mehrfach punktete, zu kommen, stehen Matthews noch fünf schwere Spiele bevor, doch unmöglich erscheint für einen Matthews in Top-Form selbst diese historische Zahl nicht mehr.

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