Ausgerechnet Helm bringt die Lawine ins Rollen
Zuvor musste Colorado eine 1:5-Niederlage bei den Boston Bruins einstecken und die Vorzeichen standen vor dem Spiel in Detroit nicht gerade gut: Nummer-1-Center Nathan MacKinnon fiel mit einer Unterkörperverletzung aus. Für ihn sprang ausgerechnet Darren Helm ein, der die Top-Reihe der Avalanche neben Mikko Rantanen und Gabriel Landeskog centern sollte. Helm verbrachte die ersten 14 Jahre seiner NHL-Karriere bei den Red Wings und lief an alter Wirkungsstätte sofort heiß: Gerade einmal 72 Sekunden waren gespielt, da legte der 35-jährige Kanadier gleich in seinem ersten Wechsel den frühen Führungstreffer mit auf.
Helm schickte den Puck mit einem Pass über die Bande hoch an die blaue Linie zu Cale Makar, der seinen Gegenspieler mit einer gekonnten Körpertäuschung narrte, dann ein Solo samt Abschluss startete. Am Ende staubte Landeskog zum 1:0 ab (2.). "Das war ein perfekter Start ins Spiel. Jeder hat sich für Helm gefreut, denn wir alle wussten, was ihm diese Stadt und dieses Team bedeutet. Das hat unserer Mannschaft einen Schub gegeben", sagte Avalanche-Trainer Jared Bednar.
"Das war schön von Bednar", sagte Helm. "Ich habe zu schätzen gewusst, die Chance zu bekommen, mit diesen Jungs zu spielen. Es war schön, dass der reingegangen ist."
Auch Seider und Greiss können die Avalanche nicht stoppen
Ein weiterer Rebound brachte Colorado den 2:0-Vorsprung: Tyson Jost staubte in einem druckvollen Wechsel aus der Nahdistanz ab (12.).
Im zweiten Drittel kämpften sich die Red Wings dann zurück und lieferten ein Spiel auf Augenhöhe. Der deutsche Verteidiger Moritz Seider drang in die Offensivzone ein und zog ab. Die abgewehrte Scheibe landete vor der Kelle von Filip Zadina, der auf 1:2 verkürzte (32.). Den sekundären Assist bei diesem Treffer erhielt übrigens Dylan Larkin, der damit die Schallmauer von 200 NHL-Vorlagen durchbrach.
"Ich dachte nicht, dass der 0:2-Rückstand unüberwindbar war, denn wir wussten, dass wir gegen diese Mannschaft zu Chancen kommen würden", sagte Red-Wings-Trainer Jeff Blashill. "Ich hatte den Eindruck, dass uns das dritte Gegentor getötet hat. Wir waren auf 1:2 dran und hatten die Kontrolle übernommen, doch das dritte Gegentor hat alles verändert."
Dieses fiel nach demselben Rezept: Schneller Angriff, Abschluss, Abstauber: Dieses Mal stand Nazem Kadri goldrichtig und stellte auf 3:1. "Sie sind einfach so gut in der Offensivzone und mit schnellen Angriffen, selbst ohne MacKinnon. Es ist beeindruckend, wie gut sie auch ohne ihn spielen können", war Blashill ob der Qualität und Tiefe der Avalanche beeindruckt."