Beim jüngsten Sieg gegen die Sharks zeigte sich einmal mehr, wie wichtig eine gut funktionierende Defensive ist. Es dauerte nämlich fast 50 Minuten, bis die Avalanche durch Nazem Kadri das erste Tor erzielte. "Es war ein Geduldsspiel", sagte Kadri später. Hätten Grubauer und seine Vorderleute bis dahin nicht so stabil agiert, wäre das Spiel zu diesem Zeitpunkt möglicherweise schon nahezu verloren gewesen. So konnten die Avalanche den Vorsprung durch weitere Tore von Andre Burakovsky und erneut Kadri auf 3:0 ausbauen. Es war der zweite Sieg in Folge gegen die Sharks. Bereits am Dienstag siegte Colorado mit 7:3.
"Es ist immer schön, solche Spiele zu haben. Das ist ähnlich wie in den Playoffs. Man kann nicht immer sechs Tore oder mehr schießen", erklärt Grubauer. "In den Playoffs werden die Dinge intensiviert, es wird mit mehr Liebe zum Detail gearbeitet und es wird immer schwieriger, Tore zu schießen. Jede noch so kleine Situation im Spiel ist wichtig. Dass wir dies vergangene Saison in den Playoffs gelernt haben, ist sicherlich ein Vorteil für uns, um in engen Spielen erfolgreich zu sein. Wenn wir unser Spiel spielen, gibt es nicht viele Teams, die uns besiegen können."
War das erste Aufeinandertreffen mit den Sharks ein Triumph der Offensive, so war nun die Defensive der entscheidende Faktor. "Es fühlt sich gut an, den Sieg geholt zu haben. Der Shutout ist für mich nicht allzu wichtig. Aber trotzdem ist es schön, diesen zu haben", sagte der deutsche Torwart nach dem erneuten Sieg. "Wir wussten, dass sie ein bisschen härter spielen würden. Es war klar, dass es noch einmal ein anderes Spiel werden würde. Aber ich denke, wir hatten sie gut im Griff. Wir haben nicht so viele Strafen kassiert, was im ersten Spiel noch ein Problem war", sagt Grubauer.
Dass er ohne Gegentor blieb, führt der 29-Jährige nicht zuletzt auf die gute Leistung seiner Vorderleute zurück: "Sie hielten den Puck an den Außenseiten und gaben mir dadurch die Möglichkeit, das Spiel zu lesen. Wir sind als Einheit aufgetreten."
Lediglich 21 Torschüsse bekam San Jose zustande. Dabei sind die Sharks keine Mannschaft, die sich grundsätzlich nur wenige Chancen erspielt. Mit einem Schnitt von 31,1 Torschüssen pro Spiel befindet sich das Team im oberen Mittelfeld der Liga. Grubauer bezeichnet die Defensivarbeit seiner Vorderleute als Phänomenal. "Ich denke, das gilt für jede Linie, für jeden Stürmer und für jeden Verteidiger, der auf dem Eis steht. Die Angreifer arbeiten mit nach hinten und helfen den Verteidigern, und die Verteidiger unterbrechen das gegnerische Spiel und erobern den Puck. Das ist genau das, was wir brauchen."
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Genau diese Mentalität müsse man für die nächsten Spiele beibehalten: "Wir müssen auch nächstes Mal dazu bereit sein, dass jeder so einen großartigen Job macht."
Samstag steht bei den Minnesota Wild die nächste Aufgabe an (8:00 p.m. ET; FS-N, FS-WI, ALT, NHL.tv; So. 2:00 MEZ). Insgesamt wird es vier Spiele in Folge gegen Minnesota geben, also ähnlich wie in den Playoffs.
"Das könnte interessant werden. Wir müssen den Fokus auf jedes einzelne Spiel legen", sagt der Torwart. Dann heißt es möglicherweise wieder: Grubauer pariert und pariert und pariert.