bos bruins edm oilers 4 28 26

Am Dienstag hätten in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 weitere Entscheidungen fallen können, doch diese wurden vertagt. So blieben etwa die Boston Bruins durch einen 2:1-Auswärtssieg n.V. in Spiel 5 bei den Buffalo Sabres am Leben. Die Minnesota Wild gingen einen großen Schritt in Richtung Zweite Runde und setzten sich mit 4:2 bei den Dallas Stars durch. Derweil wendeten die Edmonton Oilers durch einen 4:1-Heimsieg gegen die Anaheim Ducks das Aus ab und zwingen die Best-of-7-Serie in ein Spiel 6.

Die Spiele vom Dienstag in der Zusammenfassung:

Buffalo Sabres - Boston Bruins 1:2 OT

Serie: 3:2

Alles war angerichtet für die Buffalo Sabres in Spiel 5 im KeyBank Center, in der eine elektrische Stimmung herrschte. Doch die Boston Bruins fanden zurück zu ihrem gefürchteten Defensivhockey und wendeten ihr eigenes Aus mit einem 2:1-Erfolg n.V. ab.

Der deutsche Bruins-Trainer Marco Sturm hatte seine Mannschaft gut eingestellt und verzichtete auf seinen Landsmann, Stürmer Lukas Reichel, in der Aufstellung.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Boston Bruins

Den besseren Start erwischte die vom eigenen Anhang vorwärtsgepeitschten Sabres. Im Powerplay gelang Rasmus Dahlin nach einem Querpass von Jason Zucker sein erstes Karriere-Tor in den Stanley Cup Playoffs, als er über den Innenpfosten zum 1:0 traf (4.). Somit führte Buffalo, obwohl Boston im ersten Drittel nur fünf Torschüsse zuließ.

Die Antwort der Bruins folgte im zweiten Durchgang. Ein hoch-abgefälschter Puck landete im Slot bei Elias Lindholm, der den Puck der Drehung zum 1:1 unter die Latte schoss (30.).

Zwei starke Torhüter, Buffalos Alex Lyon (27 Saves, 93,1 Prozent Fangquote) und Bostons Jeremy Swayman (24 Saves, 96 Prozent Fangquote) zwangen Spiel 5 in die Verlängerung.

Dort wurde David Pastrnak zum großen Helden: Der tschechische Scharfschütze nahm einen weiten Pass von Hampus Lindholm gekonnt mit, tauchte frei vor Lyon auf, narrte den Goalie mit einem Monster-Move und schob zum saisonverlängernden Siegtreffer ein (70.).

Ähnliches: Pastrnak schreibt mit OT-Winner Geschichte

Dallas Stars - Minnesota Wild 2:4

Serie: 2:3

2:2 hieß es nach vier Vergleichen zwischen den Dallas Stars und den Minnesota Wild. Eine im Vorfeld sehr eng erwartete Serie hielt auch in Spiel 5 Wort.

Die Gäste aus den Twin Cities starteten ohne den Augsburger Nico Sturm in der Aufstellung - für ihn kehrte der zuvor verletzte Yakov Trenin ins Lineup zurück - mutig. Mats Zuccarello schob nach einem Querpass von Kirill Kaprizov aus der Nahdistanz zum 1:0 für die Wild ein (4.). Effektive Stars aber antworteten wenig später im Powerplay, als PP-Quarterback Miro Heiskanen einer feinen Passstafette mit einem wuchtigen Schlagschuss zum 1:1 die Krone aufsetzte (9.).

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Dallas Stars und den Minnesota Wild

Ende des zweiten Abschnitts ging Minnesota erneut in Führung, was angesichts von 25:11 Torschüssen nach 40 Minuten auch verdient war. Matt Boldy driftete in den rechten Faceoff-Kreis und jagte den Puck mit einem präzisen Handgelenksschuss über den Innenpfosten zum 2:1 ins Ziel (40.).

Im Schlussabschnitt erhöhte Michael McCarron auf 3:1. Der Wild-Stürmer gewann das Rennen um den freien Puck mit einem schnellen Antritt und Tunnelte Dallas-Torwart Jake Oettinger (24 Saves, 88,9 Prozent Fangquote) erfolgreich (48.). Der formstarke Stars-Stürmer Jason Robertson verlängerte seine Tore-Serie auf fünf Spiele und brachte die Hoffnung noch einmal zurück in den „Hangar“. Doch Jesper Wallstedt (20 Saves, 90,9 Prozent Fangquote) hielt Minnesotas dritten Sieg in dieser Serie fest, während Kaprizov per Rückhand-Empty-Net-Tor den 4:2-Endstand besorgte (59.).

Edmonton Oilers - Anaheim Ducks 4:1

Serie: 2:3

Die Edmonton Oilers standen in Spiel 5 im Rogers Place gewaltig unter Druck, stand für den zuletzt zweimaligen Stanley Cup Finalisten doch nicht weniger das Erstrunden-Aus auf dem Spiel. Die Kanadier aber wehrten den ersten Matchpuck der Gäste aus Orange County ab, setzten sich souverän mit 4:1 durch und erzwangen damit ein Spiel 6 in Kalifornien.

Schon kurz vor dem Spiel erhielten die Oilers eine positive Nachricht: Ihr Kapitän und Superstar Connor McDavid (0-2-2) wurde rechtzeitig fit und konnte auflaufen. Als Matchwinner sollte sich deutsche Center Leon Draisaitl mit einem Doppelpack (2-0-2; 23:22 Minuten Eiszeit, vier Torschüsse, ein Block, 50 Prozent gewonnene Faceoffs) aufschwingen.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Edmonton Oilers und den Anaheim Ducks

Doch der Reihe nach: Edmonton erlebte einen Start nach Maß: Vasily Podkolzin (3.), Zach Hyman (9.) und Leon Draisaitl (11.), der einen Schuss von Evan Bouchard erfolgreich abfälschte, sorgten nach nur 10:13 Minuten für eine komfortable 3:0-Führung.

Diese hatte zur Folge, dass der Arbeitstag von Ducks-Starter Lukas Dostal (sechs Saves, 66,7 Prozent Fangquote bereits frühzeitig beendet war. Für ihn kam Backup Ville Husso (zehn Saves, 90,9 Prozent Fangquote) zwischen die Pfosten.

Im zweiten Drittel kam Anaheim zwar im Powerplay durch Alex Killorn auf die Anzeigetafel (29.). Davon unbeeindruckt stellte Draisaitl nur 1:58 Minuten später den alten Abstand wieder her, als er in Überzahl auf 4:1 stellte (31.). Der 30-jährige Kölner lauerte auf seiner Lieblingsposition im rechten Faceoffkreis und donnerte ein Zuspiel von McDavid per Direktabnahme in die Maschen.

Dieses Ergebnis hatte auch in einem torlosen Schlussdrittel bestand. Oilers-Torwart Connor Ingram zeigte 29 Saves (96,7 Prozent Fangquote). Der deutsche Power Forward Josh Samanski erhielt 9:15 Minuten Eiszeit.

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