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NHL.com/de über die vier Divisionen

Das Redaktionsteam diskutiert, ob Pacific, Central, Atlantic oder Metropolitan die beste ist

von NHL.com/de @nhlde

Während der Saison 2018/19 wird das Team von NHL.com/de jeden Freitag in der Rubrik "Writer's Room" wichtige Themen der Liga diskutieren und analysieren. In dieser Ausgabe: Welche Division ist die derzeit beste?

In den vergangenen Jahren dominierte die Metropolitan Division lange Zeit das Geschehen. Drei Mal in den letzten vier Jahren kam der Gewinner der Presidents Trophy für das punktbeste Team der regulären Saison mit zweimal den Washington Capitals und den New York Rangers aus dieser Abteilung. Nur in der vergangenen Saison holten die Nashville Predators aus der Central den Titel.

 

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Aber auch die letzten drei Stanley Cup-Sieger Pittsburgh Penguins in 2016 und 2017 sowie die Capitals in 2018 kamen aus der Metropolitan.

Im derzeitigen Tabellenbild dominiert im Osten die Atlantic Division mit den Tampa Bay Lightning, den Toronto Maple Leafs und den Buffalo Sabres an der Spitze der Eastern Conference und der Belegung von beiden Wild-Card-Plätzen durch die Boston Bruins und Montreal Canadiens. Im Westen ist das Bild zwischen Central und Pacific Division etwas ausgeglichener, wobei dort die Pacific mit den Edmonton Oilers und den Vegas Golden Knights beide Wild Cards inne hat.

Endet die Dominanz der Metropolitan in dieser Saison? Welche Division ist die derzeit beste? Die Redakteure von NHL.com/de diskutieren hier diese Fragestellung:

Stefan Herget: Geht man nach den Zahlen, dann ist derzeit eindeutig die Atlantic Division die stärkste Division, weil ihre Mannschaften im Schnitt pro Spiel 1,19 Punkte holten. Als zweites kommt die Central auf einen Durchschnitt von 1,12, die Metropolitan auf 1,06 und die Pacific auf 1,07. Der Vergleich könnte aber dadurch hinken, wenn innerhalb der Divisionsduelle mehr Entscheidungen in der Verlängerung oder dem Shootout fielen und drei statt der normalen zwei Punkte vergeben wurden. Allerdings kann es andererseits auch ein Qualitätsmerkmal der Division sein, wenn die internen Begegnungen in die Extratime gehen. Alles in allem ist festzustellen, dass Washington und auch Pittsburgh für die Metropolitan in den kommenden Wochen noch Boden gutmachen werden. Ich lege mich aber fest, dass die Atlantic insbesondere mit Tampa Bay und Toronto zumindest in dieser regulären Saison den Ton angeben wird. 

Christian Göbel: Mein Ansatz ist ähnlich dem von Stefan. Die bisherigen Ergebnisse sollten genügen, um die statistisch beste Division zu ermitteln. Ich habe bei der Analyse die divisionsinternen Duelle ausgeblendet. Die Teams der Metropolitan Division schneiden hierbei am schwächsten ab. Nur etwas mehr als 46% der Aufeinandertreffen mit anderen Divisionen konnten gewonnen werden. Ganz anders sieht es bei der anderen Division im Osten aus. Die Atlantic-Teams liegen auf Rang eins und konnten über 55% ihrer Matches erfolgreich gestalten. Der Blick in den Westen zeigt einen kleinen Vorsprung für die Central Division (50,6%) vor der Pacific Division (48,3%). Natürlich wäre eventuell auch ein anderer Ansatz denkbar, der nicht auf die Stärke aller Teams bezogen ist, doch aus meiner Sicht führt kein Weg an der Atlantic Division vorbei.

Robin Patzwaldt: Wenn es um die nackten Zahlen geht, dann haben die Kollegen natürlich Recht. Ich möchte die Debatte jedoch etwas erweitern. Es stellt sich hier ja die Frage, ob es überhaupt ausschließlich um eine Sachfrage geht, die mit puren Fakten geklärt werden kann. In meinen Augen geht es bei so etwas auch immer ein Stück weit um eine subjektive Einschätzung. Schönheit liegt halt im Auge des jeweiligen Betrachters. Das ist bei der Beantwortung einer solchen Fragestellung sicherlich nicht zu vernachlässigen. Als Fan eines bestimmten Teams wird einem die "eigene" Division sicherlich immer in einem etwas anderen Licht erscheinen. Eine Gruppe, die einem aus dem Alltag nicht so vertraut ist, wird gerne zunächst einmal weniger ernst genommen, vielleicht unterbewusst etwas weniger gewürdigt, während die eigenen Rivalen als stärker eingeschätzt werden. Das sollte bei der Beantwortung dieser Frage hier aus meiner Sicht nicht ganz untergehen.

 

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Axel Jeroma: Was die Statistiken angeht, kann ich Stefan und Christian nicht widersprechen. Dennoch halte ich aus sportlicher Sicht die Pacific Division in diesem Jahr für die stärkste Gruppe. Warum? Ich erwarte, dass sich fünf Teams aus ihrem Kreis für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren werden. Stand heute wären mit den Calgary Flames, Anaheim Ducks, San Jose Sharks, Vegas Golden Knights und Edmonton Oilers schon fünf Mannschaften aus der Pacific Division dabei. Ich gehe fest davon aus, dass dieses Quintett auch am Ende der Hauptrunde auf den Plätzen eins bis drei in der Division und den beiden Wildcard-Rängen im Westen stehen wird. Die Frage ist für mich lediglich, in welcher Reihenfolge die Teams durchs Ziel gehen. Im Osten dagegen erwarte ich jeweils vier Vertreter aus der Metropolitan und der Atlantic Division in den Playoffs. Somit würde die Pacific Division nach meiner Prognose die meisten Teilnehmer in der Endrunde stellen.

Christian Rupp: Ich halte die Central Division für die beste in der Saison 2018/19. Mit den Nashville Predators und den Winnipeg Jets spielen hier zwei ultimative Stanley-Cup-Favoriten sowie mit den Colorado Avalanche, Dallas Stars, Minnesota Wild, St. Louis Blues und Chicago Blackhawks auch fünf Mannschaften, denen die Playoffs absolut zuzutrauen sind. Krasse Außenseiter sehe ich hier trotz des aktuellen Rückstands von Chicago und St. Louis nicht. Die Qualitätsdichte ist in der Central Division für mich deutlich höher als in allen anderen Staffeln. Die Begeisterung für die offensivstarken Teams aus der Atlantic Division kann ich voll nachvollziehen, doch laut Sprichwort gewinnt die Defensive Meisterschaften: Sechs der neun Klubs mit dem geringsten Gegentorschnitt sind West-Mannschaften - drei der Top-4 sind gar in der Central Division beheimatet.

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