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Über Eingetretenes und Erwartungen

Writer's Room: Das Redaktionsteam diskutiert darüber, was bisher geschah und im nächsten Monat zu erwarten ist

von NHL.com/de @nhlde

Während der Saison 2018/19 wird das Team von NHL.com/de jeden Freitag in der Rubrik "Writer's Room" wichtige Themen der Liga diskutieren und analysieren. In dieser Ausgabe: Rückblick und Ausblick auf den letzten Monat der regulären Saison.

Am 3. Oktober 2018 nahm die reguläre Saison 2018/19 ihren Betrieb auf. Sie endet am 6. April 2019. Vor dem letzten Saison-Monat ist es Zeit zurückzublicken auf die Überraschungen und Enttäuschungen, und auch nach vorne zu schauen, was uns die letzten vier Wochen erwartet.

Das Redaktionsteam von NHL.com/de über die interessantesten Geschichten der derzeitigen regulären Saison:

 

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Stefan Herget: Aus deutscher Sicht ist für mich eindeutig Leon Draisaitl das Highlight in dieser Saison. Er ist mit über 40 Toren zum jetzigen Zeitpunkt der Verfolger Nummer 1 von Alex Ovechkin in der Torjägerliste und er hat häufiger getroffen als so mancher große Star der NHL. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ihm eine solche Leistung nicht zugetraut habe. Phänomenal, überragend, kann man da nur sagen.

Darüber hinaus können wir uns über Thomas Greiss erfreuen, dass er gemeinsam mit Robin Lehner Chancen hat, die Jennings Trophy zu holen, nachdem die New York Islanders völlig überraschend die wenigsten Gegentore kassiert haben, nachdem sie vergangenes Jahr noch die Schießbude waren. Ungemein spannend ist das Rennen um die letzten Playoff-Plätze besonders in der Western Conference. Es lässt sich wirklich nicht prognostizieren, wie es ausgeht. Ich bin schon gespannt darauf, was bei den Los Angeles Kings passieren wird. Willie Desjardins ist ja nur Interims-Trainer bis zum Saisonende. Super wäre, wenn Marco Sturm befördert werden würde. Zu diesem Thema könnte ich seitenweise etwas schreiben, aber ich lass auch die Kollegen mal ran.

Video: OTT@NYI: Greiss' schöner Save im Shootout

Christian Rupp: Auch ich zähle die New York Islanders zu den großen Überraschungen in dieser Saison. Die Isles sind ein Beispiel dafür, was ein neuer (Meister-)Trainer alles bewirken kann. Der Wandel von der Schießbude zum Bollwerk - und das ohne John Tavares - ist beeindruckend.

Auch die Carolina Hurricanes sowie die Calgary Flames hatte ich vor fünf Monaten nicht so hoch in der Tabelle erwartet. Vor allem die Kanadier hatte ich eher ans andere Ende der Tabelle getippt. Dort stehen mit den Los Angeles Kings und den Anaheim Ducks die großen Enttäuschungen in der laufenden Saison.

Bitter wäre es auch, würden die Edmonton Oilers die Playoffs erneut verpassen. Die Liga-Attraktionen Connor McDavid und Leon Draisaitl hätten eine Endrunden-Teilnahme verdient. Ich schließe mich Stefan an: Draisaitl ist für mich die Sensation in der laufenden Spielzeit. Ein genialer Spielmacher, der nun auch noch als Scharfschütze in Erscheinung tritt, ist aus deutscher Sicht natürlich spannend.

Auch die starke Saison von Thomas Greiss bei den New York Islanders hat mich beeindruckt. Schade finde ich, dass Philipp Grubauer bei den Colorado Avalanche den Sprung zur Nummer 1 noch nicht geschafft hat. Der Stanley-Cup-Sieger 2018 hätte sich aus meiner Sicht deutlich mehr Einsatzzeiten verdient, um sein Können zu zeigen.

 

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Robin Patzwaldt: Zunächst einmal möchte ich kurz auf meine zwei 'Lieblingsteams' zu sprechen kommen. Während die New York Islanders unter Neu-Trainer Barry Trotz eine überraschend gute Runde spielen, sogar Kurs auf eine Playoff-Teilnahme halten, sind die Kings für mich eine einzige riesige Enttäuschung. Nachdem im Vorjahr das frühe Aus gegen die Golden Knights kam, rangiert das Team ganz hinten im Westen, anstatt in den Playoffs diesmal durchzustarten. Das ist natürlich bitter.

Ich freue mich über die Entwicklung bei den Calgary Flames. Nachdem Calgary eine so eishockeybegeisterte Stadt ist, drücke ich den Flames die Daumen, dass sie es in diesem Frühjahr noch weit bringen.

Naja, und bei einem Blick auf die Tampa Bay Lightning gilt es vor allem erst einmal anzuerkennen, dass die Hauptrunde schon extrem souverän abläuft, auch jetzt noch, obwohl sie schon seit Monaten in der Tabelle vorne liegen. Üblich wäre es etwas Dampf rauszulassen, wenn die Playoff-Qualifikation so gut wie geschafft ist. Es ist ehrenwert, dass sie weiter Vollgas geben. Hoffentlich gibt es keine böse Überraschung zu Beginn der KO-Runde im April.

Bernd Rösch: Es war zu erwarten, dass die Tampa Bay Lightning in dieser Saison ganz oben mitspielen, doch mit welcher Dominanz sie die Liga anführen, lässt einen doch sehr verwundern. 15 Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Boston Bruins, die meisten erzielten Tore, die viertwenigsten Gegentreffer und überragende Special Teams, mit denen sie sowohl im Powerplay wie auch im Penalty Killing ganz vorne liegen, sind eine Ansage an die Konkurrenz, für die es gilt sich in den Playoffs warm anzuziehen, auch wenn der Frühling naht.

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Überrascht bin ich von der furiosen Aufholjagd der Carolina Hurricanes in der Eastern und der von den St. Louis Blues in der Western Conference. Aus dem Tabellenkeller kommend, eroberten sich beide Teams einen Playoffplatz und scheinen nicht gewillt diesen noch einmal abzugeben.

Interessant finde ich, dass sich unter den sieben Topscorern der Liga mit Patrick Kane von den Chicago Blackhawks, Mikko Rantanen und Nathan MacKinnon von den Colorado Avalanche sowie Connor McDavid und Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers fünf Spieler befinden, deren Teams außerhalb der Playoffränge liegen.

Alexander Gammel: Für mich war es besonders in den letzten Monaten spannend die Carolina Hurricanes zu verfolgen. Sebastian Aho und Teuvo Teravainen sind einfach ein beeindruckendes Duo und nun kam Nino Niederreiter dazu, der seit seinem Transfer zu den Hurricanes in 20 Spielen bereits so viele Tore und beinahe so viele Punkte erzielt hat, wie zuvor in 46 Spielen bei den Minnesota Wild.

Noch nicht angesprochen wurden an dieser Stelle die Rookies der Saison. Elias Pettersson ist einfach phänomenal. Er führt die Rookies der Liga und alle Spieler der Vancouver Canucks nach Toren, Assists und Punkten an, obwohl er für zehn Spiele verletzt ausgefallen war.

Ebenfalls beeindruckend waren Rasmus Dahlin und Miro Heiskanen, die mit nur 18 und 19 Jahren die besonders schwierige Aufgabe des Verteidigers hervorragend ausfüllen. Nicht zu vergessen ist auch Dominik Kahun, der deutsche NHL-Neuling. Es lief nicht immer alles perfekt bei den Blackhawks, doch die Statistik von 31 Punkten (elf Tore, 20 Assists) in ersten NHL-Saison kann sich sehen lassen.

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