Es fehlte noch ein Schritt zum erneuten Traumfinale USA gegen Kanada, doch Finnland erwies sich als Spielverderber und schaltete die geschockten Amerikaner in St. Paul durch einen 2:1-Sieg aus. Nach zwei Dritteln hatte die USA noch mit 1:0 geführt, ehe die Skandinavier die Partie im Schlussabschnitt drehten.
Einen Tag später ging es im Air Canada Centre von Toronto ebenso knapp zu. In einem begeisternden Spiel bezwang Kanada Tschechien schließlich mit 4:3 nach Verlängerung. Die Kanadier hatten 2:0 und 3:2 geführt, doch die zweite Führung in der 54. Minute egalisierten die Tschechen nur sechs Sekunden später wieder. Der umjubelte Siegtorschütze nach 3:45 Minuten in der Overtime war Vincent Lecavalier.
Auch das Finale war für Kanada ein harter Kampf, ehe sie Finnland mit 3:2 besiegt hatten. Zwei Mal konnten die Finnen eine Führung der Kanadier egalisieren, doch auf das 3:2 von Shane Doan zu Beginn des dritten Drittels hatten sie keine Antwort mehr.
Der MVP des Turniers wurde Kanadas Lecavalier. Im All-Star-Team standen außerdem Kanadas Torhüter Martin Brodeur, sowie die Verteidiger Adam Foote (Kanada), Kimmo Timonen (Finnland) und die Stürmer Saku Koivu (Finnland) und Fredrik Modin (Schweden), der mit vier Toren und vier Assists zu acht Punkten der Topscorer wurde.
2016: Eine ungewöhnliche Mannschaft wird erst im Finale gestoppt
Am 17. September 2016 startete die dritte Auflage des World Cup of Hockey. Im Gegensatz zu den beiden Wettbewerben zuvor, die an mehreren Spielorten in Europa und Nordamerika ausgetragen wurden, ging das komplette Turnier im Jahr 2016 im Air Canada Centre der kanadischen Metropole Toronto über die Bühne.
Acht Mannschaften nahmen teil. Neben den großen sechs Eishockey-Nationen Kanada, USA, Russland, Finnland, Schweden und Tschechien gab es zwei besonders formierte Teams, nämlich Team Nordamerika und Team Europa.
Letztere Mannschaft war ein Zusammenschluss aus Spielern mit Nationalitäten, der nicht vertretenen europäischen Ländern, also auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus diesem Bereich wirkten die Torhüter Thomas Greiss und Philipp Grubauer, die Verteidiger Christian Ehrhoff, Dennis Seidenberg, Roman Josi, Mark Streit und Luca Sbisa, sowie die Stürmer Thomas Vanek, Leon Draisaitl, Tobias Rieder und Nino Niederreiter mit.
Team Europa, dem vor dem Turnier, auch aufgrund teilweise schlechter Ergebnisse in der Vorbereitung, wenig Chancen eingeräumt wurden, steigerte sich unter der Leitung des deutsch-kanadischen Cheftrainers Ralph Krueger von Spiel zu Spiel und ließ in der Vorrunde die höher eingeschätzten Tschechen und US-Amerikaner hinter sich.
Bereits im Auftaktspiel gegen die USA setzten sie mit einem 3:0 Erfolg durch Tore des Slowaken Marian Gaborik, des Deutschen Draisaitl und des Franzosen Pierre-Edouard Bellemare eine Duftmarke.