Deutschland - Tschechien
Die deutsche Nationalmannschaft spielte eine erstklassige Vorrunde und ging nur beim 3:5 gegen Kanada ohne Punkte vom Eis. Gegen die Schweiz gab es eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen, die übrigen Spiele wurden gewonnen, wodurch am Ende der zweite Platz in Gruppe A stand. Die 26 erzielten Tore sind die viertmeisten des Turniers und Deutschland hat mit 15,38 Prozent die beste Chancenverwertung. Allerdings kassierte auch kein Viertelfinal-Teilnehmer mehr Gegentreffer (20). Die Qualität im Tor ist mit Philipp Grubauer, Matthias Niederberger und Dustin Strahlmeier dennoch beachtlich. Die Tatsache, dass trotz der starken Offensive Kai Wissmann und Marc Michaelis mit sieben Punkten (je zwei Tore, fünf Assists) die beiden punktbesten Deutschen in der Scorerliste nur auf Platz 19 liegen, zeigt das ausgeglichene Niveau der Mannschaft. Besonderes Augenmerk liegt auf den jungen Talenten Lukas Reichel, Leon Gawanke und vor allem Moritz Seider.
Tschechien kann auf einige absolute Starspieler zählen. Roman Cervenka ist mit elf Punkten (drei Tore, acht Assists) der zweitbeste Scorer, Außenstürmer Matej Blumel folgt mit vier Toren und vier Assists auf Rang acht. Hinzu kommen Veteran David Krejci und David Pastrnak, der Starstürmer der Boston Bruins, der 2020 die Maurice Richard Trophy als bester Torschütze der NHL gewann. Dennoch erzielte Tschechien in der Vorrunde nur 19 Tore und musste 13 Treffer hinnehmen. Das Team stellt damit die schwächste Abwehr der vier Mannschaften, die sich in Gruppe B für das Viertelfinale qualifizierten.