WPG 6, NJD 1

Die Winnipeg Jets haben im Kampf um einen Spot in den Stanley Cup Playoffs einen wichtigen Sieg gelandet. Am Sonntag bezwangen sie zu Hause im Canada Life Centre die New Jersey Devils mit 6:1 und behaupteten damit ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Calgary Flames im Rennen um die zweite Wildcard in der Western Conference. Für die Gäste aus Newark bedeutete die Niederlage dagegen einen Rückschlag im Bemühen, die Carolina Hurricanes an der Tabellenspitze der Metropolitan Division noch abzufangen. Ihr Rückstand wuchs auf drei Zähler an.

Unentschieden endete das Schweizer Stürmerduell bei dieser Partie. Nino Niederreiter von den Jets und Nico Hischier von den Devils trafen jeweils einmal ins Schwarze. Ihr Landsmann Timo Meier auf Seiten von New Jersey blieb ohne Torerfolg.

NJD@WPG: Hischier nutzt Powerplay der Devils

"Die Jets wollten den Sieg mehr als wir", konstatierte Devils-Kapitän Hischier. "Allerdings denke ich, dass er etwas zu hoch ausgefallen ist. Wir hatten auch unsere Chancen. Aber mit sechs Gegentoren gewinnt man kein Eishockey-Spiel. Das müssen wir das nächste Mal besser machen." Der Walliser setzte mit dem Ehrentreffer im Powerplay wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit den Schlusspunkt. Für ihn war es das 31. Saisontor.
"Ich will mich gar nicht erst hier hinstellen und nach Entschuldigungen suchen", begann New Jerseys Trainer Lindy Ruff seine Matchanalyse. "Sie waren schnellen und in allen Bereichen die bessere Mannschaft", sagte er in Bezug auf den Auftritt der Jets. "Ich bin wirklich richtig enttäuscht. Wenn man wie wir ein Back-to-Back-Spiel hat, muss man sich cleverer anstellen. Wir waren nicht gut am Puck und haben zu viele Gegenstöße zugelassen."
Prächtige Stimmung herrschte dagegen im Lager der Jets. Ihre Abteilung Attacke ist im Moment nicht zu bändigen. Bereits am Freitag hatte Winnipeg daheim die Detroit Red Wings mit 6:2 aus der Halle geschossen. "Endlich geht unser Spiel in die richtige Richtung. Es gelingt uns, für die nötige Torgefahr zu sorgen. Das zahlt sich aus", frohlockte Coach Rick Bowness. "Zwei Spiele hintereinander sechs Treffer zu erzielen, passiert nicht alle Tage. Aber es freut mich zu sehen. Die Jungs haben den Kampf angenommen, die Pucks vors Netz gebracht und ihre Gelegenheiten genutzt", fügte er hinzu.
Auf das Konto von Niederreiter ging das 2:0 im ersten Drittel. Er verwertete einen Nachschuss, nachdem Devils-Torhüter Vitek Vanecek gegen Blake Wheeler pariert hatte. Damit trug sich der Churer seit seinem Wechsel von den Nashville Predators zum sechsten Mal für die Jets in die Torschützenliste ein. Insgesamt sind für ihn in der laufenden Saison nunmehr 24 Treffer registriert.

NJD@WPG: Niederreiter verdoppelt Führung der Jets

Für die anderen Tore der Jets in der Begegnung mit den Devils sorgten Kyle Connor, Morgan Barron, Pierre-Luc Dubois und Nikolaj Ehlers mit einem Doppelpack: Schlussmann Connor Hellebuyck überzeugte mit 31 Paraden.
"Wenn wir in Führung liegen, sind wir nur schwer zu stoppen", meinte Jets-Stürmer Wheeler. "Ein guter Beginn ist die Grundlage für alles Weitere, vor allem wenn der Gegner das zweite Spiel nacheinander bestreiten muss. Man will sein Spiel entwickeln und gleich im Anfangsdrittel das Kommando übernehmen, um das gegnerische Team hinterherhecheln zu lassen."
Ein enormer Faktor für die Jets in dieser entscheidenden Saisonphase sind nach Ansicht von Torhüter Hellebuyck die eigenen Fans. "Sie unterstützen uns bedingungslos und jubeln nicht nur bei unseren Toren, sondern auch wenn wir Schüsse blocken oder auf andere Weise in der eigenen Zone einen gegnerischen Angriffsversuch unterbinden", sagte er.
Das nächste Mal sind der volle Einsatz der Jets und ihres Heimpublikums am Mittwoch gefordert. Dann kommt es in Winnipeg zum direkten Duell mit den Flames (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Do. 1:30 Uhr MESZ).
Coach Bowness lässt keinen Zweifel daran, dass seine Schützlinge für dieses womöglich vorentscheidende Aufeinandertreffen im Ringen um eine Playoff-Wildcard im Westen bereit sein werden. "Wir wissen, was auf uns zukommt und wie wichtig die Partie am Mittwoch ist. Wir fühlen uns gut, wenn wir daran denken", gab er selbstbewusst zu Protokoll.