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Verletzungsgeplagte Wild kämpfen ums Überleben

Starke Central Division verlangt den wenigen gesunden Minnesota-Spielern allerhand ab

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Nachdem die Minnesota Wild in der Vorsaison 106 Punkte einfuhren, um die Krone in der Central Division kämpften und sich zu einem der heißesten Teams der Liga mauserten, waren die Vorfreude auf die neue Spielzeit und die gesetzten Ziele riesig.

Doch der Eishockeygott meint es bekanntermaßen nicht mit jedem gut. Statt dem erhofften geschmeidigen Start in die Saison 2017/18 ist bei den Wild merklich der Wurm drin. In den vergangenen Wochen setzte das Team aus St. Paul, Minnesota, zahlreiche Stammspieler auf die Verletztenliste. Statt in der stark besetzten Central Division wie erhofft nach den Sternen zu greifen, befinden sich die Wild aktuell in einem regelrechten Kampf ums Überleben.

Fast zeitgleich meldeten sich bei den Wild am 12. Oktober Center Charlie Coyle, Rechtsaußen Nino Niederreiter und Linksaußen Marcus Foligno vom Spiel- und Trainingsbetrieb ab.

Coyle unterzog sich einer Operation am rechten Bein und muss sich nun für schätzungsweise acht Wochen auskurieren. Teamkollege Jared Spurgeon traf Coyle mit einem Schuss derart heftig, dass er sich das Wadenbein brach.

Niederreiter und Foligno gingen beide als Verlierer aus dem 5-2 Erfolg gegen die Chicago Blackhawks am vergangenen Donnerstag hervor. Niederreiter verstauchte sich den linken Knöchel als ein Gegenspieler auf ihn fiel und Foligno verletzte sich in einem Zweikampf mit John Hayden.

Mit erst einem Sieg aus den ersten drei Saisonspielen hinken die Wild ihren Ansprüchen aktuell weit hinterher und das Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht in Sicht. Anstatt sich in der laufenden Woche, in der sie fünf Tage hintereinander spielfrei hatten, regenerieren zu können, trainierten die Wild in Mindestbesetzung. Um in angemessener Weise trainieren zu können, aktivierten die Wild sogar Assistenztrainer Darby Hendrickson, der in der dritten Formation mitwirkte.

Auch die langzeitverletzten Mikael Granlund und Zach Parise scheinen fürs kommende Wochenende noch nicht fit zu sein. Granlund, der wegen einer zwickenden Leiste schon drei Spiele pausieren musste, wird aller Voraussicht nach noch weitere drei Partien aussetzen müssen. Parise, der in der laufenden Saison noch zu keinem einzigen Einsatz kam, könnte zwar schon bald zum Team zurückstoßen, doch ein Einsatz am Wochenende kommt wohl auch für ihn noch zu früh.

"Er fehlte am Montag, Dienstag und am Mittwoch", erläuterte Wild Headcoach Bruce Boudreau die Situation seines Stürmers Parise. "Ich kann nicht versprechen, dass er am Wochenende auf dem Eis stehen wird. Ich weiß es einfach nicht. Wenn ich optimistisch wäre, dann würde ich sagen, was auch immer er hatte, es ist vorbei, er fühlt sich gut und er ist startklar."

Aber Boudreau ist nicht optimistisch. Auch den Genesungsprozess von Granlund verfolgt er kritisch.

"Ja, möglicherweise kann Granlund spielen", erzählte Boudreau. "Aber das ist eher meine Sicht der Dinge als die der Ärzte. Er skatete die vergangenen Tage aber ich weiß nicht, ob er schon ins Teamtraining einsteigen kann. Möglich wäre es."

Wie es am Ende auch kommen mag, die Rückkehr von Parise und Granlund würde dem Team unweigerlich zu mehr Durchschlagskraft verhelfen, die aktuell bitter nötig ist.

In Bestbesetzung wären die bevorstehenden Partien gegen die Winnipeg Jets und die Calgary Flames zwei lösbare Aufgaben, doch angesichts des Rumpfkaders, der Boudreau zur Verfügung steht, ist ein regelrechter Kraftakt gefordert. Mit den entsprechenden Ergebnissen könnten sich die Wild in der Tabelle der Central Division nach oben katapultieren. Anderseits sollte sich Minnesota keine weiteren Nullnummern leisten, um nicht noch mehr den Anschluss zu verlieren.

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