ovechkin 12-20

Die Washington Capitals haben am Mittwochabend in der Capital One Arena mit 3:2 n.V. gegen die New York Islanders gewonnen. Während die Durststrecke bei Capitals-Kapitän Alex Ovechkin weitergeht, fährt Washington weiter konstant Punkte ein. Dieses Mal sorgte Dylan Strome für den Siegtreffer in der Overtime.

Wilson nimmt die Sicht, Strome trifft zum Sieg

„Wir schießen im Moment vielleicht nicht die meisten Tore, aber wir finden Wege, Spiele zu gewinnen. Ich finde, es steht uns gut zu Gesicht, wenn wir diese 2:1-, 3:2- oder 1:0-Siege einfahren“, freute sich Strome.

Er selbst hatte den Extra-Punkt in der Verlängerung in einer 4-gegen-3-Powerplay-Situation gelöst: Washingtons Top-Torjäger (13 Treffer) und Top-Scorer (19 Punkte) nahm aus halbrechter Position im High Slot Maß und traf per Handgelenkschuss durch den Verkehr zum 3:2-Endstand.

NYI@WSH: Strome findet aus dem High Slot eine Lücke und erzielt den OT-Siegtreffer

„Es war ein toller Schuss durch den Verkehr hindurch“, sagte Capitals-Trainer Spencer Carbery. „Wilson macht einen unglaublichen Job, um einem fantastischen Torwart die Sicht zu nehmen, dann kommt der Schuss durch.“

Power Forward Wilson hatte mit seinem wuchtigen Körper (1,93 Meter groß, 100 Kilogramm schwer) die Sicht von Islanders-Goalie Semyon Varlamov (33 Saves, 91,7 Prozent Fangquote) versperrt und damit wertvolle Vorarbeit geleistet.

Somit gewann Washington zum zweiten Mal in Folge und punktete in sechs der letzten sieben Spiele (4-1-2). Der Trend zeigt also klar nach oben.

„Frustrierend für alle“: Ovechkins Durststrecke geht weiter

Bei diesem OT-Siegtreffer gab Kapitän Alex Ovechkin den primären Assist. In Sachen Toreschießen aber hat der 38-jährige Russe noch immer Ladehemmung: Seit dem 18. November erzielte Ovechkin kein Tor mehr und steuerte in den 14 Spielen seitdem auch nur sechs Assists bei (0-6-6).

Der eigentliche Scharfschütze steht nach 29 Saisonspielen erst bei fünf Treffern und – für ihn äußerst ungewöhnlich – auch nur bei einem einzigen Powerplay-Tor.

„Ich weiß nicht, was los ist“, sagte Ovechkin am Mittwoch zu Tom Gulitti von NHL.com. „Es hat wohl mit Glück zu tun, denn ich habe ja ziemlich gute Chancen. Vielleicht hält man den Schläger manchmal zu verkrampft, eben weil man so lange nicht getroffen hat. Ich denke aber, dass es früher oder später wieder passieren wird. Dann gehen die Dinger auch wieder rein.“

Für den Stürmer kommt diese Durststrecke zur Unzeit – immerhin jagt Ovechkin (827 Karriere-Tore in der NHL) den Allzeit-Rekord von Wayne Gretzky (894).

„Für mich ist das frustrierend. Es ist frustrierend für jeden. Jeder sieht, dass ich nicht so viele Tore schieße wie früher“, sagt Ovechkin. „Das Wichtigste aber ist, dass wir Punkte einfahren und Spiele gewinnen. Ich wäre lieber auf einem Playoff-Platz als 20 Tore auf dem Konto zu haben.“

Andere springen ein – Washington will Playoff-Platz behaupten

Eben weil aber die Mitspieler für ihren Kapitän einspringen, sind die Capitals im Kommen: Als Tabellenfünfter in der Metropolitan Division steht Washington derzeit auf dem zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference, ist also durchaus auf Kurs Richtung Stanley Cup Playoffs.

Am Mittwochabend sorgten neben Strome auch Verteidiger Joel Edmundson und Stürmer Hendrix Lapierre für die Tore. Letzterer war erst am Vortag vom Farmteam Hershey Bears aus der AHL berufen worden und ersetzte den erkrankten Connor McMichael in der Aufstellung.

„Lapierre war großartig“, lobte Strome. „Er hat den Puck gut kontrolliert und feine Pässe gespielt. Er war unten in der AHL, hat dort ein bisschen Selbstvertrauen bekommen und dann bei uns getroffen.“

Bis zum Jahreswechsel hat Washington noch zwei Heim- und drei Auswärtsspiele vor der Brust. Der Reihe nach geht es gegen die Columbus Blue Jackets (A), Tampa Bay Lightning (H), New York Rangers (A), New York Islanders (A) und Nashville Predators (H). Fünf weitere Chancen also auch für Ovechkin, einen persönlich positiven Jahresabschluss zu finden.

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