Die Hurricanes können, wie schon in den ersten zwei Runden, erneut befreit aufspielen. Sie wissen jetzt auch, dass ihr System funktioniert und sie es mit jedem Gegner aufnehmen können. Die jugendliche Frische eines Sebastian Aho (4 Tore, 5 Assists) oder eines Warren Foegele (5 Tore, 4 Assists) sind Carolinas Joker und die Playoff-erprobten Routiniers wie ein Justin Williams (3 Tore, 3 Assists) oder Jordan Staal (4 Tore, 5 Assists) ihre Trümpfe. Carolina ließ im Schnitt die zweitwenigsten Gegentore aller Playoff-Teilnehmer zu (2,27). Nur ihr kommender Gegner war in diesem Punkt noch etwas besser (2,15). Einen Verbesserungsbedarf haben die Hurricanes bei den Special Teams. Bei numerischer Überlegenheit auf dem Eis verbreiteten sie wenig Angst und Schrecken (10,5 Prozent) und ihr Unterzahlspiel (75,0 Prozent) war alles andere als optimal.
Was kann die Entscheidung bringen?
Neben den Special Teams werden die Torhüterleistungen erneut eine wichtige Rolle spielen, wenn es um Sieg oder Niederlage geht.
Bei allen Spielen der Bruins stand Tuukka Rask (2,02 GAA; 93,8 Prozent Fangquote) im Kasten und machte von Partie zu Partie einen immer stärkeren Eindruck. Beim letzten Auftritt gegen die Blue Jackets kam der finnische Schlussmann sogar zu einem Shutout, dem sechsten in seiner NHL-Playoff-Karriere.
Ähnliches: [Bärenstarke Bruins stehen im Conference-Finale]
Carolina musste während des Playoff-Verlaufs auf der Torhüterposition eine Veränderung vornehmen, da sich ihr Stammgoalie Petr Mrazek in Spiel 2 gegen die Islanders verletzte. Für ihn kam der 35-jährige Curtis McElhinney (1,56 GAA; 94,7 Prozent Fangquote) zu seinen ersten Playoff-Einsätzen und verrichtete seinen Dienst solide. Mit den Bruins wartet auf ihn jedoch eine Herausforderung anderen Kalibers als es die eher defensiv ausgerichteten Islanders gewesen waren.
Und wer gewinnt?
Boston ist der klare Favorit auf den Einzug in das Stanley Cup Finale, doch die ersten zwei Runden haben bereits mehrfach gezeigt, dass Stanley Cup Playoffs einem Überraschungs-Ei ähneln - letztendlich weiß man nie was in ihm steckt und rauskommt.