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Bärenstarke Bruins stehen im Conference-Finale

Boston gewann mit ausgeglichener Abschlussstärke und einem starken Rückhalt die Zweitrundenserie gegen die Blue Jackets

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Die Boston Bruins haben nicht nur einen Trumpf in der Hand. Mit einem 3:0-Erfolg gegen die Columbus Blue Jackets am Montagabend in der Nationwide Arena von Columbus machte die Mannschaft von Cheftrainer Bruce Cassidy seinen Einzug in das Eastern Conference Finale perfekt. Zum ersten Mal seit 2013 überstand ein Team aus Boston die ersten zwei Runden der Stanley Cup Playoffs.

Die Bruins verfügen über einen Kader, dessen besondere Qualitäten vor allem in der Postseason gefragt sind. Ausgeglichene Sturmreihen, die durchgehend abschlussstark sind, eine gute Mischung aus Routiniers und aufstrebenden, besonders erfolgshungrigen Spielern sowie ein Schlussmann, der in wichtigen Situationen zur Stelle ist und seiner Mannschaft den Rücken freihält, wenn es darauf ankommt, waren Bostons Schlüssel zum Erfolg.

 

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18 verschiedene Akteure der Bruins kamen in den sechs Partien der zweiten Runde auf mindestens einen Scorerpunkt und deren elf zeichneten sich mindestens einmal als Torschützen aus. Als nach dem dritten Auftritt gegen die Blue Jackets, einer 1:2-Niederlage und einem 1:2-Serien-Rückstand, Kritik an der ersten Sturmformation mit Center Patrice Bergeron, Rechtsaußen David Pastrnak und Linksaußen Brad Marchand laut geworden war, antworteten diese in Spiel 4 (4:1) und Spiel 5 (4:3) mit insgesamt sechs der acht Treffer und fünf Assists.

Wer nun glaubte, die Blue Jackets hätten ihr Ausscheiden aus den Playoffs vermeiden können, indem sie die drei begnadeten Angreifer in den Griff bekommen, der sieht sich getäuscht. Es gelang den Blue Jackets zwar, Bostons erste Reihe weitestgehend aus dem Spiel zu nehmen, in der Summe kamen sie nur auf vier Torschüsse. Doch dann sprangen eben andere in die Bresche, wie ein David Krejci, der sich an zwei Treffern beteiligte, wie ein Marcus Johansson mit seinem zweiten Playofftor oder ein David Backes, der in den jüngsten drei Spielen gegen Columbus jeweils punktete. Letzterem war auch vorbehalten, mit dem Treffer zum 3:0 für die Spielentscheidung zu sorgen.

Video: BOS@CBJ, Sp6: Backes fälscht Krugs Pass ins Tor ab

"Wir sind allesamt hochzufrieden, denn wir stehen nun dort, wo wir vor Beginn dieser Serie hinwollten. Das gesamte Team hat die Herausforderung angenommen und sich für den Erfolg aufgeopfert. Nun sind wir zunächst einmal glücklich, fahren nach Hause und erholen uns", stellte Backes den hohen Stellenwert einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus.

Die fünf jüngsten Spieler in Bostons Reihen, die Verteidiger Charlie McAvoy und Brandon Carlo sowie die Stürmer Jake DeBrusk, Pastrnak und Karson Kuhlman waren wie die fünf ältesten, Verteidiger Zdeno Chara, Backes, Bergeron, Krejci und Marchand, an Toren gegen die Blue Jackets beteiligt - sechs von ihnen sogar als Vollstrecker.

Die Chemie zwischen Alt und Jung stimmt bei den Bruins und sie zündet!

Video: BOS@CBJ, Sp6: Rask stoppt Dubois' Versuch

Was nützt es einem Team, wenn es vorne zwar funkt, aber hinten jede kleine Unachtsamkeit vom Gegner ausgenutzt und als Löschwasser genutzt wird? Wohl dem, der einen zuverlässigen Torwart sein Eigen nennt wie die Bruins Tuukka Rask. Rask führt mit einer Fangquote von 94,8 Prozent und einem Gegentrefferschnitt von 1,71 in der zweiten Playoffrunde alle Torhüter an, die mindestens vier Spiele bestritten haben. Die Ruhe, die der 32-jährige Finne ausstrahlte übertrug sich auf jeden im Team.

Er hat schon die gesamten Playoffs über ein starkes Stellungsspiel. Es gibt auch keine Probleme zwischen den einzelnen Dritteln, nicht einmal eine Kleinigkeit. Er lässt sich von nichts stören. Er ist in seiner eigenen Welt, geht einfach raus und hält den Puck. Ihm ist es egal, ob es Tumulte in seinem Torraum gibt oder ob ein Tor nicht zählt. Er hat in jeder Hinsicht einen hervorragenden Job für uns gemacht. Hoffentlich geht es so weiter", zeigte sich Cassidy voll des Lobes.

Die Bruins zählten bereits vor dem Playoff-Auftakt zum erweiterten Favoritenkreis, nun stehen sie unter den besten Vier der Liga und es ist ihnen nach den bisher gezeigten Leistungen zuzutrauen, dass sie zwar nicht nach den Sternen greifen, aber nach dem berühmtesten Pokal, dem es im Profi-Eishockey zu gewinnen gibt.

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