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Die Colorado Avalanche stehen erstmals seit 21 Jahren wieder im Stanley Cup Finale! Während der Titelverteidiger Tampa Bay Lightning und die New York Rangers sich noch im Eastern Conference Finale duellieren, hat sich Colorado im Western Conference Finale innerhalb von vier Spielen gegen die Edmonton Oilers mit einem 4:0-'Sweep' durchgesetzt.

Beeindruckend: Die Avalanche benötigte lediglich 14 Spiele, um drei Runden in den Stanley Cup Playoffs 2022 erfolgreich zu meistern. Gegen die Nashville Predators und die Oilers gelang jeweils ein 'Sweep'. Lediglich die St. Louis Blues, gegen die Colorado in der 2. Runde antrat, konnten Colorado in ihrer Best-of-7-Serie zwei Mal bezwingen.
NHL.com/de blickt auf die Highlights dieses beeindruckenden Playoff-Laufs zurück.

COL@EDM, Sp4: Avalanche holen Clarence Campbell Bowl

Nico Sturm bereitete Siegtreffer-Treffer gegen Nashville vor

Der Deutsche Nico Sturm hat seinen Teil zum Finaleinzug der Avalanche beigetragen. Der Center, der erst Mitte März von den Minnesota Wild zur Avalanche getradet wurde, absolvierte in den Playoffs sieben Spiele und war an einem Sieg entscheidend beteiligt.
Es war das 2. Spiel in der 1. Runde gegen die Predators, als es mit einem 1:1 in die Verlängerung ging. In der 9. Minute der Overtime gelang der Siegtreffer: Verteidiger Devon Toews gab den Puck an seinen Positions-Kollegen Cale Makar weiter, der die Scheibe wiederum vor das Tor zu Sturm spielte. Der Deutsche wollte abschließen, allerdings wurde sein Schuss vom Schweizer Roman Josi geblockt. Der Puck landet dadurch erneut bei Makar, der aus mittlerer Distanz den Siegtreffer erzielte.

14 Tore: Das Offensivspektakel in Spiel 1 gegen die Oilers
Wenn eine Mannschaft sechs Gegentore kassiert und trotzdem gewinnt, spricht das für die Qualität der Offensive. Die Avalanche und die Oilers lieferten sich im 1. Spiel des Western Conference Finales ein echtes Offensivspektakel. Fünf Tore ereigneten sich im ersten Spielabschnitt, sechs Treffer im zweiten Drittel, drei Tore im letzten Abschnitt. Der Endstand: 8:6.
Bemerkenswert: Zwölf Spieler der Avalanche trugen sich in die Scorerliste ein. Mit acht Toren in einem Spiel stellte Colorado ihren Playoff-Rekord ein. Dies gelang zuvor lediglich im Jahre 1996 in Spiel 2 des Stanley Cup Finale gegen die Florida Panthers und im Jahre 2002 in Spiel 2 der 2. Playoff-Runde gegen die San Jose Sharks.
Shutout von Pavel Francouz gegen Edmonton
Video: EDM@COL, Sp2: Francouz stoppt 24 zum 4:0 der Avs
Torhüter Pavel Francouz hat sich in der Serie gegen die Oilers als erstklassiger Backup erwiesen. Im ersten Spiel gegen die Oilers wurde der Goalie eingewechselt, als sich der Stammtorwart Darcy Kuemper eine Verletzung zugezogen hatte. Es war nicht der einfachste Zeitpunkt für einen Kaltstart. Kuemper hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits drei Gegentreffer kassiert. Auch Francouz musste daraufhin drei Mal hinter sich greifen.
Umso beeindruckender, welche Leistung er in Spiel 2 ablieferte. Beim 4:0-Triumph glänzte er mit 24 Saves und feierte einen Shutout. Es war das bislang einzige Spiel in den Playoffs, in dem die Avalanche ohne Gegentor blieben. "Ich war ein bisschen nervös", gab er zu. "Aber was mir geholfen hat, war die Art und Weise, wie unser Team heute Abend seit den ersten Sekunden gespielt hat. Ich wusste, dass sie mir sehr helfen würden. Das hat mich ruhiger gemacht und ich konnte mich einfach auf mein Spiel konzentrieren." Auch in den beiden folgenden Spielen erwies er sich als guter Rückhalt und trug seinen Teil zum Sweep bei.
Hattrick von Kadri gegen die Blues
Nazem Kadri überragte in Spiel 4 der 2. Runde gegen die St. Louis Blues, als er den ersten Playoff-Hattrick seiner Karriere erzielte und zudem einen Treffer vorbereitete. Nach dem 6:3-Triumph sagte der Center: "Ich wollte heute Abend diesem Spiel wirklich meinen Stempel aufdrücken. Ich habe versucht, das so gut wie möglich zu machen. Manchmal muss man geduldig sein und warten. Ich konnte früh im zweiten Drittel zuschlagen und konnte das Mojo in Gang bringen, sowohl individuell als auch als Team. Es fühlt sich fantastisch an."

COL@STL, Sp4: Kadri mit 1. NHL-Playoff-Hattrick

Mit insgesamt sechs Toren und acht Assists zählt er in den Playoffs zu den fünf effektivsten Avalanche-Spielern. Umso bitterer, dass er sich in Spiel 3 gegen die Oilers eine Verletzung zuzog. Es besteht allerdings Hoffnung, dass der 31-Jährige zur Finalserie zurückkehrt.
Lehkonen schießt die Avalanche in das Finale
Artturi Lehkonen sorgte bei den Fans von Colorado für Ekstase, als er in Spiel 4 gegen die Oilers in der Overtime den Siegtreffer zum 6:5 erzielte. Der 26-Jährige sicherte der Avalanche damit den ersten Finaleinzug nach dem Jahre 2001. Lehkonen hatte nach einem Distanzschuss von Makar den Puck aufgenommen, den gegnerischen Torwart Mike Smith umkurvt und eingenetzt. Danach kannte die Euphorie keine Grenzen.

"Cale hat den Schuss abgegeben. Da bekam ich den Puck. Er landete direkt auf meinem Schläger. Ich hatte praktisch ein leeres Tor vor mir. Also beförderte ich den Puck in die Maschen", erklärte der Torschütze danach bescheiden. Es war sein sechstes Tor in der K.o.-Runde und sein dritter Siegtreffer. Letzteres ist ein teaminterner Bestwert.