Kein Dach über dem Kopf, ein Vielfaches an Zuschauern, Feuerwerk, Liveauftritte von Musikern, die Sonne scheint aufs Spielfeld, der Wind im Gesicht... Die ganz große Bühne also, für ganz große Leistungen. Solche Leistungen sind in der NHL oft nötig und werden vor allem von den Leistungsträgern der Teams immer wieder auch gefordert.
Im Bridgestone NHL Winter Classic 2017, zwischen den Chicago Blackhawks und den St. Louis Blues, gab es am 2. Januar einige Kandidaten, die für die Spielentscheidende Wendung sorgen könnten. Alleine auf Seiten der Chicago Blackhawks, dem führenden Team der Central Division, kann jeder Fan ohne nachzudenken ein halbes Dutzend Namen nennen, die immer gut sind für eine entscheidende Aktion, ob Veteran Marian Hossa, sein Landsmann Richard Panik, das Russische Sturmduo Artem Anisimov und Artemi Panarin, Kapitän Patrick Kane, oder Jonathan Toews.
Doch der Mann des Spiels im Central Division Derby kam nicht aus der Windy City, sondern aus der City of Music, von den drittplatzierten St. Louis Blues. Vladimir Tarasenko stellte wieder einmal unter Beweis, warum er so wichtig für die Blues ist, warum er als Assistenzkapitän das A auf der Brust tragen darf, warum die St. Louis Blues sich am 7. Juli 2015 entschieden hatten, ihm einen achtjährigen Vertrag über $60 Millionen anzubieten.
Lange egalisierten sich die Bemühungen der beiden Teams. Zwar waren die Blackhawks bereits nach 62 Sekunden durch Michal Kempny in Führung gegangen, konnten darauf aber nicht aufbauen und die Blues glichen nach 7:45 im zweiten Drittel durch Jay Bouwmeester aus.