Die starken Auftritte von Leon Draisaitl und Evan Bouchard reichten den Edmonton Oilers am Mittwoch nicht aus, um im „Battle of Alberta” mit einem Sieg in die Olympia-Pause zu gehen. Die Oilers mussten im Derby gegen die Calgary Flames im Scotiabank Saddledome eine 3:4-Niederlage hinnehmen. Nach zwei Teilnahmen am Stanley Cup Finale in Folge hadern sie mit ihren Leistungen.
„Wir sind diese Saison ein anderes Team“, sagte Draisaitl. „Wir sind nicht mehr die gleiche Mannschaft. Wir sind im Moment nicht so gut wie in den letzten beiden Jahren. Nicht mal nahe dran. Das müssen wir einsehen. Jetzt ist es an der Zeit, das zu ändern. Wir haben jetzt die lange Pause, aber danach müssen wir loslegen.“
Effiziente Flames zwingen Jarry in die Knie
Die Torschussstatistik zeichnet ein klares Bild der Begegnung. Edmonton hatte mehr vom Spiel und gab 39 Schüsse auf das Tor der Flames ab, von denen Torwart Devin Cooley aber 36 hielt. Calgary schoss hingegen nur 25 Mal auf das Tor von Tristan Jarry, der trotzdem vier Treffer zuließ.
„Ich finde nicht, dass es an seinem Spiel heute etwas auszusetzen gab“, nahm Edmontons Trainer Kris Knoblauch seinen Torhüter in Schutz und stellte die Mannschaft zur Rede. „Wir haben vier Tore zugelassen. Das erste Tor ist wegen gut verdeckter Sicht kaum zu halten. Dann gab es Schüsse von der blauen Linie, der Puck wurde abgefälscht und ist hin und her gesprungen. Ich weiß nicht. Das andere Tor war ein Alleingang, da hat er keine großen Fehler gemacht.“
Die Flames hatten im ersten Drittel drei Mal Powerplay und nutzten zwei dieser Chancen: Jonathan Huberdeau erzielte in der 4. Minute das 1:0 und Matvei Gridin in der 15. Minute das 2:1. Im zweiten Drittel legte Connor Zary in der 32. Minute das 3:1 nach. Beim Stand von 3:3 gelang Ryan Lomberg im Schlussabschnitt der entscheidende Treffer zum 4:3 (47.). Für beide Mannschaften war es das letzte Spiel vor der dreiwöchigen Pause rund um die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026.
„Wir wollten mit einem Sieg in die Pause gehen, und was gibt es Besseres, als gegen dieses Team zu gewinnen?“, freute sich Lomberg über den Sieg gegen die langjährigen Rivalen. „Das ist der Battle of Alberta, die beste Rivalität im Eishockey. Für dieses Spiel ist man immer bereit und ich liebe es natürlich, sie zu treffen und zu sehen, wie sie verlieren.“
Draisaitl und Bouchard lassen Oilers hoffen
Zwei Spieler, denen man die Niederlage nicht anlasten kann, waren Draisaitl und Bouchard. Der Kölner Stürmer, der bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele als Fahnenträger des deutschen Kontingents auftreten wird, zeigte sich einmal mehr in hervorragender Form. Draisaitl glich zunächst im Powerplay zum 1:1 aus (6.) und brachte die Oilers später in Überzahl mit seinem 29. Saisontor noch einmal auf 2:3 heran (39.).





















