Die Columbus Blue Jackets sind nicht zu stoppen: Am Mittwochabend fuhren sie in der heimischen Nationwide Arena einen 4:0-Erfolg gegen die Chicago Blackhawks ein und feierten damit den siebten Sieg in Serie. Der Effekt des Trainerwechsels schlägt in Columbus nachweislich voll zu: Seitdem Rock Bowness am 13. Januar übernahm, sind die Blue Jackets das beste Team in der NHL (10-1-0; 90,0 P%) und stellen die beste Defensive der Liga (2,18 Gegentore/Spiel).
Der Bowness-Effekt
Bowness stellte den NHL-Rekord für die wenigsten Spiele bis zum Erreichen von zehn Siegen bei einem Franchise ein. Dieses Kunststück gelang sonst nur Scott Arneil (w/ WPG in 2024-25), Jim Montgomery (mit den Boston Bruins in 2022/23), Patrick Roy (mit der Colorado Avalanche in 2013/14), John Paddock (mit den Ottawa Senators in 2007/08), Mike Babcock (mit den Detroit Red Wings in 2005/06) und Marc Crawford (mit den Quebec Nordiques in 1994/95).
Der Bowness-Effekt ist nicht nur spürbar, sondern auch in der Tabelle klar abzulesen: Zum Zeitpunkt des Trainerwechsels war Columbus das Schlusslicht in der Eastern Conference mit sieben Punkten Rückstand auf einen Wildcard-Platz. Elf Spiele später stehen die Blue Jackets unmittelbar unterhalb des Strichs mit vier Zählern Rückstand auf die Boston Bruins.
„Die Realität ist, dass wir 20 von 22 Punkten geholt haben und trotzdem nicht auf einem Playoff-Platz stehen“, trat Bowness direkt auf die Euphoriebremse. „Also: Wir müssen weitermachen und besser werden. Wir haben ein paar wichtige Verbesserungen in unserem Spiel gezeigt. Wir haben verstanden, wie wir spielen müssen und wissen, wann wir Spielzüge starten können und wann nicht, um Puckverluste zu verhindern. Unsere Struktur ist gut und die Spieler haben sich ihren Hintern aufgearbeitet. Das Lob gebührt also ihnen. Sie haben alles gegeben, ich könnte nicht stolzer auf die Jungs sein. Es ist ihr Einsatz. Im Hockey spricht man viel über Systeme, aber manchmal geht es nur um Leidenschaft. Es geht darum, hart zu spielen und dann passieren die Dinge von selbst. Das ist so. Was ich an dieser Mannschaft liebe, ist, dass sie trotzdem immer noch hungrig ist. Wir können noch mehr geben und werden weiter Druck machen.“
„Ich bin nicht überrascht“, sagte Verteidiger Zach Werenski, der in den elf Spielen 15 Punkte (4-11-15) sammelte und ligaweit der erste Verteidiger ist, der die 20-Tore-Marke knacken konnte (52 Spiele, 20-42-62). „Du kannst so etwas nie vorhersagen, aber ich hatte definitiv das Gefühl, dass wir hier eine Mannschaft haben, die dazu in der Lage ist. Wir hatten viele Heimspiele und sind zu Hause normalerweise immer gut. Wir haben auswärts ein paar gute Teams geschlagen und unsere Hausaufgaben gemacht.“
„Diese kleine Siegesserie fühlt sich richtig gut an“, so Center Charlie Coyle. „Wir haben ein gutes Gefühl mit unserem Spiel. Wir haben ein paar Siege in Folge eingefahren, was uns geholfen hat, wieder zurück im Rennen zu sein.“
Bowness nannte auch das gute Klima in der Kabine als ein Schlüssel zum Erfolg: „Es ist eine großartige Mannschaft. Ich sehe sie jeden Tag im Training und im Besprechungsraum. Die Spieler haben das wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, aber ich bin an der Kabine vorbeigelaufen und habe gehört, über was sie reden. Ich habe das Gefühl bekommen, dass es eine enge Mannschaft ist, die sich umeinander kümmert. Damit fängt alles an. Ich genieße es, mit ihnen zu arbeiten. Ich liebe dieses Team!“



















