Generell freut sich der TV-Experte über die positiven Eindrücke, die die Akteure aus Deutschland in der jüngsten Vergangenheit in den USA und Kanada hinterlassen haben. "Bei den Trainern in Nordamerika ist durch Leon Draisaitl, Tim Stützle, Philipp Grubauer oder Moritz Seider die Aufmerksamkeit für deutsche Spieler noch größer geworden", meinte Goldmann. Obwohl sich die Nachwuchsarbeit im deutschen Eishockey enorm verbessert habe, dürfe man jetzt aber nicht davon ausgehen, dass jedes Jahr automatisch zwei NHL-Spieler hinzukämen. Draisaitl, Stützle und auch Seider seien absolute Ausnahmetalente.
In Seider, der derzeit von den Detroit Red Wings an das schwedische Spitzenteam Rögle BK ausgeliehen ist, sieht Goldmann den nächsten deutschen NHL-Star. "Er wird nächste Saison für Furore sorgen in der NHL, das ist für mich hundertprozentig klar. Das Eishockey, das er letztes Jahr in der AHL in Grand Rapids gezeigt hat, war schon gut. Dieses Jahr hat er sein Level in Schweden noch einmal gesteigert, gerade was den harten Körpereinsatz, seine Übersicht und sein Offensivspiel betrifft. Das ist alles auf so hohem Niveau, dass er Top-4-Verteidiger bei den Red Wings sein kann", sagte er.
Der nächste Höhepunkt in seiner Tätigkeit als TV-Experte wartet in knapp zwei Monaten auf Goldmann. Vom 21. Mai bis 6. Juni wird er für Sport1 bei der IIHF-Weltmeisterschaft 2021 in Riga/Lettland am Mikrofon sein und gespannt mitverfolgen, wie sich die Nationalmannschaft schlägt und welcher Spieler aus der deutschen NHL-Riege auflaufen kann.
Gerade mit den Weltmeisterschaften verbinde er ganz besondere Erlebnisse, berichtete Goldmann. "Zu den absoluten Highlights zählten natürlich die Einsätze bei den Eishockey-Heim-Weltmeisterschaften 2010 und 2017. Das Halbfinalspiel der deutschen Mannschaft 2010 und die komplette Stimmung 2017 waren grandios. Aber auch 2013 und 2018, als die Schweiz im Endspiel stand und am Ende jeweils Zweiter wurde, waren bemerkenswert. Die Rivalität, die sonst zwischen Deutschland und der Schweiz im Eishockey herrscht, hatte ich vollkommen ausgeblendet. Ich habe voll mit den Schweizern mitgefiebert. Das waren richtige Gänsehautmomente."