Leafs HHOF 11.10

Eine Klatsche kassierten die Toronto Maple Leafs noch am Mittwoch, als sie mit 3:6 gegen die Ottawa Senators unterlagen. Die schwache Leistung nagte seitdem an den Spielern und Trainern, und eine Reaktion im Duell mit den Calgary Flames am Freitag war mehr als notwendig. Nach Verlängerung und Penaltyschießen gelang ein, etwas Erleichterung bringender, 5:4-Erfolg.

CGY@TOR: Domi und Woll führen Maple Leafs zum Sieg im Shootout

Ein Schritt in die richtige Richtung

Der Erfolg gab den Maple Leafs das Selbstvertrauen zurück, dass sie für ihre Ambitionen dringend benötigen. Toronto ging mit 1:0 und mit 4:1 in Führung und fiel auch nach dem Drei-Tore-Ausgleich der Flames nicht auseinander. Im entscheidenden Moment hielt die Defensive und sorgte für die zwei Punkte.

„Mir hat gefallen, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen ließen“, sagte Torontos Trainer Sheldon Keefe. „Wir haben das Spiel nicht aus der Hand gegeben. Nach dem 4:4 war es vielleicht unsere beste Phase im gesamten Spiel. Das dritte Drittel war unser bestes Drittel, manchmal läuft es eben nicht so, wie man es sich wünscht, aber auch hier heute Abend war es ein gutes Spiel. Es gab viele gute Dinge für uns.“

„Heute Abend gab es viele gute Zeichen für uns“, analysierte Torontos Kapitän John Tavares. „Dinge, über die wir in den letzten 24 Stunden gesprochen haben.“

Löchrige Defensive

Toronto kassierte zum vierten Mal in Folge vier oder mehr Gegentore. In ihren 14 Auftritten der Saison kassierten sie bereits 52 Treffer und rangieren damit nur vor den Minnesota Wild und San Jose Sharks.

Auch Tavares unterstrich genau diese Schwachstelle nach dem Match gegen Calgary: „Wir wissen, dass wir weiterhin besser verteidigen und den Puck aus unserem Netz fernhalten müssen. Wenn wir in Führung liegen, vor allem bei einer Drei-Tore-Führung, müssen wir diese halten und die Kontrolle behalten, aber es ist unvermeidlich, dass Tore fallen, dass Fehler passieren, und es kommt darauf an, wie wir darauf reagieren, und ich fand unsere Reaktion während des gesamten Spiels gut. Sie haben sich zurückgekämpft, und wir haben einfach weiter nach vorne gespielt.“

Hall-Of-Fame-Spiel als gutes Omen

Das Wochenende in Toronto steht ganz im Zeichen der neuen Mitglieder der Hockey Hall of Fame. Henrik Lundqvist, Tom Barrasso, Pierre Turgeon, Mike Vernon, Caroline Ouellette und Ken Hitchcock saßen in der Scotiabank Arena unter den Zuschauern und verfolgten die Partie.

In diesen besonderen Spielen kann Toronto eine 10-6-5-Bilanz vorweisen und besonders William Nylander nahm das bedeutende Match als Anlass für eine neuerliche starke Leistung. „Es ist etwas Außergewöhnliches für uns ein Teil dieses Moments zu sein“, befand Keefe. „Es ist ein Privileg hier in Toronto zu sein und ein Teil der Ehre zu sein, die die Hall of Famer erfahren.“

Keefe untermalte auch, dass die Anwesenheit der Legenden, die jeder auf dem Eis stehende Spieler kenne, herausstelle, dass sich harte Arbeit, Hingabe und Erfolg lohnen und honoriert werden. 

Für die Torhüter Joseph Woll und Dan Vladar dürften die besonderen Zuschauer eine zusätzliche Wirkung gehabt haben. Lundqvist, Barrasso und Vernon waren selbst erfolgreiche NHL-Torhüter und kennen den Druck dieser Position genau.

„Das war sehr cool bei einem Blick zu Spielbeginn Henrik Lundqvist zu sehen“, gab Woll einen Einblick in seine Gefühlswelt mit den Legenden in Sichtweite. „Ich glaube nicht, dass ich ihn schon von so nahem gesehen habe. Das war sehr cool und inspirierend.“

Die Punkteserie hält

Nur 3:01 Minuten brauchte Nylander, um seine Serie an Partien mit Punkten auf 14 auszubauen. Seit Saisonbeginn konnte sich der Angreifer in jedem Match auf dem Spielbericht verewigen. Er sammelte in dieser Zeit neun Tore und zwölf Vorlagen. Zwei Tore und ein Assist davon kamen gegen Calgary zustande. Mit 21 Punkten gehört er zu den fünf besten Scorern der NHL.

CGY@TOR: Nylander verlängert mit Überzahltreffer seine Punkteserie auf 14 Spiele

„Es ist ziemlich selbsterklärend, er ist im Moment einer der besten Spieler der Welt“, bescheinigte Toronto-Stürmer Max Domi seinem Teamkammeraden eine fantastische Form. „Jedes Mal, wenn er den Puck berührt, passiert etwas Gefährliches. Ich glaube, das kann jeder sehen.“

Nylander ist nicht nur im Angriff die momentan schlagkräftigste Waffe der Maple Leafs, auch in der eigenen Zone wirft sich der Stürmer in Zweikämpfe und versucht, seine Mannschaft zum Sieg zu führen: „Wenn man sich einige seiner defensiven Aktionen heute Abend anschaut, spricht das Bände darüber, was er da draußen macht“, befand Domi weiter. „Er geht mit gutem Beispiel voran, und alle Jungs folgen ihm. Es ist toll, dass er so ein hohes Tempo vorlegt, und wir werden weitermachen und weiter aufbauen, und unsere Gruppe wird ihm weiter folgen.“

Verwandte Inhalte