maple leafs matthews

Drei Niederlagen in Serie setzte es zuletzt für die Toronto Maple Leafs. Das Top-Team aus der Scotia North Division schien sein Momentum, das zu 18 Siegen aus 14 Partien geführt hatte, verloren zu haben. Zwei Partien gegen die Vancouver Canucks und eine gegen die Winnipeg Jets verliefen nicht nach dem Geschmack der Maple Leafs. Besonders für die besten Spieler Torontos schien sich eine Punkte-Flaute einzustellen.

Am Donnerstag beendeten die Leafs ihren Negativlauf im Stile eines Titelanwärters. Die Starspieler waren es, die gemeinsam dafür sorgten, dass die Jets mit 4:3 nach Verlängerung bezwungen werden konnten. In einer engen Partie sorgten mit Mitch Marner und William Nylander zwei der Top-Spieler in der regulären Spielzeit für Tore. Neben ihnen traf noch Ilya Mikheyev vor dem Ende der 60 Minuten. Auf Seiten der Jets war besonders Nikolaj Ehlers hervorzuheben, der Winnipeg mit einem Doppelpack zweimal in Führung brachte. Paul Stastny glich für die Gäste in der 58. Spielminute aus, nachdem Torhüter Connor Hellebuyck das Eis für einen zusätzlichen Feldspieler verlassen hatte.
In der Verlängerung schlug dann die Stunde von Auston Matthews. Der Superstar im Dress der Maple Leafs sorgte mit einer fantastischen Einzelleistung nach 59 Sekunden in der Overtime für die Entscheidung zu Gunsten Torontos. Auf Zuspiel von Morgan Rielly tanzte Matthews den Schlussmann der Jets so aus, dass auch seine Kollegen verblüfft waren.

WPG@TOR: Matthews mit einem Rückhandschuss in OT

"Für viele Spieler ist das ein schwieriges Tor, aber nicht für Auston", erklärte Marner nach der Partie. "Ich habe ihn das schon öfter machen sehen, also glaube ich nicht, dass das jemanden wirklich überrascht." Matthews selbst beschrieb sein Tor so, dass er nur den Schuss habe vortäuschen wollen, um dann den Puck auf die Rückhand zu ziehen und einen Weg ins Netz zu finden.
Für Toronto ist es symptomatisch, dass die Niederlagen-Serie mit einem Treffer von Matthews endet, und auch sonst die Stars die besten Spieler der Begegnung waren. Mit einem Tor von Matthews stehen die Leafs bei einer 11-2-2-Bilanz und blieben somit lediglich zweimal punktlos. Der 23 -jährige US-Amerikaner erzielte in der laufenden Saison 21 Tore und legte 14 weitere auf. Mit seinen 35 Punkten aus 25 Spielen rangiert er in der Top-Scorer-Liste der NHL auf dem fünften Rang, wobei er die meisten Treffer aller Spieler erzielte.
Neben Matthews war Marner einer der wichtigen Akteure. Ein Tor und eine Vorlage standen beim Top-Scorer der Maple Leafs (11 Tore, 36 Vorlagen) in der Partie gegen die Jets auf dem Statistikzettel.
"Das war für uns ein wichtiger Sieg", resümierte er entsprechend glücklich nach dem Match. "Natürlich wollten wir es uns nicht weiter aus der Hand nehmen lassen, also war der Sieg elementar." Beim Treffer von Marner zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich kam die Vorlage von Matthews.
Auch der zweite Treffer war eine Co-Produktion von zwei der besten Spieler im Leafs-Kader. John Tavares legte für Nylander auf, der den starken Pass mit einem platzierten Schuss über die Linie beförderte.
"Es war ein fantastischer Pass von Johne", lobte Nylander seinen Vorlagengeber. "Ich hatte ein freies Tor und musste ihn nur noch reinmachen." Gleichzeitig gab sich Nylander auch kritisch und haderte mit den verpassten Chancen, die mit dem einen Treffer zumindest keinen weiteren faden Beigeschmack haben. Wie auch bei Matthews ist Nylander ein Indiz wie eine Partie für Toronto laufen wird. Sobald Nylander die Tor-Lampe zum Leuchten bringt, wird es für die Kontrahenten schwer einen Sieg einzufahren. Die 8-0-1-Bilanz spricht Bände.
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Für Nylander war es das elfte Saisontor. In den drei Partien zuvor, die Toronto allesamt verlor, konnte der Kanadier nicht treffen und war erneut das Sinnbild der Maple Leafs. Genauso erging es Marner, der mit fünf torlosen Partien noch länger auf einen Treffer wartete als Nylander.
Es ist klar erkennbar, dass Toronto ein Ebenbild seiner Top-Spieler ist. Wenn es bei Matthews, Marner, Nylander und Tavares läuft, dann läuft es auch bei den Maple Leafs.
Doch für Trainer Sheldon Keefe geht auch um die defensive Seite der Medaille. "Wir haben ihnen einige gute Chancen gegeben, um Tore zu erzielen und die haben sie genutzt", kritisierte Keefe. "Wir wollen solche Chancen nicht abgeben, aber abgesehen davon gab es nicht viel, das mir nicht gefallen hat." Einzig die Chancenverwertung könnte noch besser werden. Gelegenheit dazu haben die Maple Leafs am Samstag (7 p.m. ET; nhl.tv; So. 1 Uhr MEZ), wenn sie erneut die Jets empfangen und mit Treffern ihrer Stars eine Siegesserie starten wollen.