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Tocchet soll Coyotes auf Playoff-Kurs bringen

Ehemaliger Spieler und Assistenztrainer von Arizona kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die Arizona Coyotes sind bei der Suche nach einem neuen Coach fündig geworden. Am Dienstag gaben sie die Verpflichtung von Rick Tocchet bekannt. Er unterschrieb bei der Franchise aus Glendale laut TSN einen Vertrag über vier Jahre und soll das Team möglichst schnell zu einem Playoff-Kandidaten formen.

Tocchet war zuletzt als Assistent die rechte Hand von Trainer Mike Sullivan bei den Pittsburgh Penguins. Seit Sommer 2014 arbeitete er beim Klub aus Pennsylvania und hatte nach Expertenmeinung großen Anteil an den zwei aufeinanderfolgenden Stanley-Cup-Triumphen der Pens. Der 53-jährige Kanadier gilt als Macher und zugleich guter Kommunikator. Er versteht es, eine Mannschaft für sich und seine Ideen einzunehmen. Damit erfüllt der neue Mann an der Bande die zentralen Kriterien aus der Stellenbeschreibung der Coyotes. Darüber hinaus legt er viel Wert auf Videoanalysen und ist ein anerkannter Fachmann, was die neuesten technischen Errungenschaften im Hockey betrifft.

Tocchet betritt bei seiner künftigen Aufgabe kein unbekanntes Terrain. Zwischen 1997 und 2000 stand er bereits als Stürmer bei den Coyotes auf dem Eis. In der Saison 2005/06 war er im Verein als Assistenztrainer tätig. "Ich freue mich außerordentlich, wieder zurück in der Organisation zu sein. Ich hatte als Spieler und Coach eine tolle Zeit im Valley. Arizona ist für mich immer ein Stück weit Heimat geblieben", sagte er am Dienstag.

Zu den Zukunftsaussichten äußerte sich der Übungsleiter optimistisch. "Wir haben ein großartiges junges Team, das über reichlich Talent verfügt. Ich freue mich, diese Mannschaft anleiten zu dürfen und möchte mich bei Klub-Besitzer Andrew Barroway und General Manager John Chayka für diese Möglichkeit bedanken. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht", sagte er.

Die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit, wie Chayka betonte. "Rick ist ein exzellenter Coach und erwiesenermaßen ein Siegertyp. Nicht umsonst hat er mit den Penguins einmal als Spieler und zweimal als Trainer den Stanley Cup gewonnen. Rick ist erfahren, sachkundig und eine starke Führungspersönlichkeit. Er passt perfekt zu uns. Wir sind stolz, dass wir ihn überzeugen konnten, in unsere Organisation zurückzukehren", erklärte der General Manager.

Video: PIT@NSH, Sp6: Bettman überreicht Stanley Cup den Pens

Die Erwartungshaltung an Tocchet seitens der Verantwortlichen und der Anhänger ist enorm. Sie wollen ihren Verein endlich wieder in den Playoffs sehen. Zuletzt war den Coyotes in der Saison 2011/12 der Einzug in die Endrunde geglückt. Nachdem das Team in der abgelaufenen Spielzeit zum fünften Mal in Folge die Playoffs verpasst hatte, drehte die sportliche Leitung kräftig am Personalkarussell. Coach Dave Tippett musste seinen Hut nehmen, Kapitän Shane Doan erhielt keinen neuen Vertrag und Stammtorhüter Mike Smith wurde an die Calgary Flames abgegeben.

Im Gegenzug kamen routinierte Spieler nach Arizona, von denen man glaubt, die Misere beheben zu können. Zu ihnen gehört Verteidiger Niklas Hjalmarsson von den Chicago Blackhawks. Er soll mit seinem schwedischen Landsmann Oliver Ekman-Larsson das Top-Paar in der Defensive bilden. Von den New York Rangers stießen Center Derek Stepan und Schlussmann Antti Raanta zu den Coyotes.

Tocchet will alles dafür tun, um die Mannschaft nach vorne zu bringen. "Arizona hat einen Reifeprozess durchgemacht. Das ist normal bei so vielen jungen Spielern. Nun müssen wir den nächsten Schritt machen. Ich denke, dass aus unserem Kader etwas Großes entstehen kann", sagte der Coach.

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