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Meier will mit den Sharks den Stanley Cup holen

Tete-a-Tete: San Joses Stürmer verkündet im Interview mit NHL.com/de ein ehrgeiziges Ziel

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Jeden Donnerstag während der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Tete-a-Tete" ein exklusives Interview mit Spielern oder Persönlichkeiten der NHL über alle Bereiche auf und abseits des Eises präsentieren.

In dieser Ausgabe: Timo Meier von den San Jose Sharks.

Der Herisauer Timo Meier hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren zum Top-6-Stürmer bei den San Jose Sharks gemausert. In der laufenden Saison stürmte er bei den Kaliforniern zeitweise sogar in der ersten Angriffsreihe. Ein Blick in die Statistik zeigt, wie wertvoll der 22 Jahre alte Schweizer für den Stanley-Cup-Anwärter geworden ist. Mitte November stand er mit zwölf Treffern aus 18 Begegnungen auf dem ersten Platz der teaminternen Torschützenliste. Die Plus-Minus-Bilanz führte er zu diesem Zeitpunkt mit einem Wert von +5 ebenfalls an.

Darüber hinaus war Meier hinter Evander Kane der schussfreudigste Spieler in Reihen der Sharks. 66 Mal visierte der Rechtsaußen das gegnerische Gehäuse an. Zwischen dem 9. und 30. Oktober stellte er eine persönliche Bestleistung auf. In neun Begegnungen hintereinander trug er sich mit mindestens einem Scorerpunkt in den Spielberichtsbogen ein. Die Sharks-Foundation kürte Meier aufgrund seiner herausragenden Darbietungen zu San Joses Spieler des Monats Oktober.

Video: SJS@DAL: Meier stochert die Scheibe rein

Im Interview für die Rubrik "Tete-a-Tete" sprach Meier unter anderem über den bisherigen Saisonverlauf, die Ziele für diese Spielzeit, die Gründe für seine Leistungsexplosion und einen etwaigen Auftritt der Sharks bei der NHL Global Series Challenge im nächsten Jahr in der Schweiz.

Wie fällt dein Zwischenfazit nach anderthalb Monaten der Saison 2018/19 aus?

"Soweit ist alles okay. Der Start für mich ist ziemlich gut gelaufen, die Scorerpunkte sind da. Als Team spielen wir im Moment ebenfalls erfolgreich. Aber wir wissen, dass wir noch Luft nach oben haben. Das gilt auch für mich persönlich. Ich habe immer den Anspruch, mein Spiel zu verbessern."

 

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Inzwischen zählst du zu einem unumstrittenen Top-6-Stürmer bei den Sharks. Hast du eine Erklärung für deine bemerkenswerte Entwicklung seit Januar vorigen Jahres?

"Ich habe aus den Fehlern des ersten Jahres, in dem es nicht so gut lief, gelernt und bin positiv geblieben. Ich habe stets an mich und meine Fähigkeiten geglaubt. Dass ich es nun auf diese Position geschafft habe, ist das Ergebnis harter und konsequenter Arbeit in den letzten Monaten. Darauf bin ich stolz."

Kein Spieler eures Teams hat in dieser Saison öfter getroffen als du. Wie fühlt es sich an, an der Spitze der vereinsinternen Torjägerliste zu stehen?

"Es ist natürlich ein schönes Gefühl. Aber ich will mich bewusst nicht in die Zahlen vertiefen. Viel wichtiger sind mir Erfolge mit der Mannschaft. Nur weil ich ein paar Tore geschossen habe, kann ich mich jetzt nicht zufrieden zurücklehnen. Ich muss jeden Tag aufs Neue meine Leistung bringen."

Der Schweizer Torrekord in der NHL steht bei 25 Treffern. Glaubst du, dass diese Marke bald übertroffen wird - womöglich von dir?

"Mal sehen. In der NHL gibt es zurzeit einige gute Stürmer aus der Schweiz, die das Zeug dazu haben. Ich denke da an Nico Hischier, Kevin Fiala oder Nino Niederreiter (den bisherigen Rekordhalter - d. Red)."

Video: PHI@SJS: Meier verwertet schönen Pass von Hertl

Wo siehst du deine Stärken auf dem Eis?

"Vor dem Tor und im Forechecking. Ich gehe gerne in die Zone, wo es wehtut, um Offensivaktionen und Torchancen zu kreieren. Auf der anderen Seite versuche ich auch, den Puck abzuschirmen und der Mannschaft in der Defensive zu helfen."

Ist es für euch als Mannschaft und speziell für deine Spielweise ein Vorteil, dass ihr mit Erik Karlsson einen weiteren Weltklasse-Blueliner neben Brent Burns hinzubekommen habt?

"Ich denke, es hilft jedem, wenn du einen Spieler in der Mannschaft hast, der solche Pässe schlägt wie er. Vor allem für uns Stürmer ist das cool. Aber wichtig ist, dass die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt. Daran arbeiten wir."

Allgemein sagt man, dass in San Jose der Druck durch das Umfeld nicht so hoch ist, wie etwa in den kanadischen Hockey-Hochburgen Montreal oder Toronto. Stimmt das?

 

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"Die Fans in San Jose erwarten schon einiges von uns, würde ich sagen. Was die Medien betrifft, stimmt das sicherlich. Deren Präsenz ist hier geringer als bei großen Teams wie den Montreal Canadiens. Die Bedeutung von Hockey als Sport ist bei uns in der Stadt generell geringer als dort. Druck machen wir uns als Team in gewisser Weise selbst. Denn es ist unser erklärtes Ziel, den Stanley Cup zu gewinnen. Wir haben sowohl das Selbstvertrauen als auch die Leute dazu, um das zu schaffen."

Was ist am Ende für einen Erfolg beim Stanley Cup ausschlaggebend?

"Das Titelrennen in der NHL ist unheimlich hart. Alle Klubs liegen vom Niveau her eng beieinander. Daher gilt es zunächst einmal die erste Runde der Playoffs zu erreichen. Nach der regulären Saison beginnt eine völlig neue Phase. In den Playoffs muss man regelmäßig über sich hinauswachsen, wenn man als Spieler und als Mannschaft erfolgreich sein will."

So wie es aussieht, wird es im nächsten Jahr wieder ein Spiel der NHL Global Series Challenge in der Schweiz geben. Wärst du gerne mit den Sharks dabei?

"Ja klar. Es ist immer etwas Besonderes, wenn du vor deinen Freunden zu Hause spielen kannst. Von daher wäre es schön für mich, wenn ich diese Chance bekomme würde. Ich habe das Spiel in Bern von den USA aus mitverfolgt. Es ist unheimlich toll, wie die Begeisterung für die NHL in der Schweiz von Jahr zu Jahr wächst."

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